2
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitendes 3
2 filmographische Daten 4
3 filmdramaturgische Aspekte. 7
3.1 literarische Vorlage: 7
3.2 Handlung/Inhalt: 7
3.3 Konzeption/Thematik: 8
3.4 Figurenkonzeption und Konfiguration: 10
3.5 Raum und Zeit: 15
3.6 Narration: 17
4 kinematographische Aspekte. 18
4.1 „mise-en-scène“ / filmische Inszenierung: 18
4.2 Besetzung/Schauspiel: 19
4.3 „mise-en-cadre“ / Kadrierung und Bildkonzeption: 21
4.4 Bildformat: 21
4.5 Bildkonzeption: 22
4.6 Kamerahandlungen: 22
4.7 Bild-Ton-Montage: 24
4.8 Musik: 24
5 Rezension und abschließende Bewertung 25
6 Bildergalerie 27
7 Bibliographie 28
3
1 Einleitendes
Die folgende Filmanalyse widmet sich der italienischen Tragikomödie „La vita è bella“ von Roberto Benigni aus dem Jahre 1997.
Der Streifen war der erste seiner Art, der dem Grauen der Konzentrationslager humoristische Züge abzuverlangen versuchte. Eine Gratwanderung zwischen Horror und Humor.
Diese Hausarbeit ist in drei Teile gegliedert, wobei sich die ersten beiden mit den filmischen Aspekten beschäftigen und der dritte Teil sich dem Film in einer übergeordneten Weise nähern will. Hier soll er einer Bewertung unterzogen werden, die sich nicht nur auf die inszenatorischen Leistungen erstreckt, sondern auch auf den Film als Gesamtkunstwerk und Unterhaltungsprodukt in einem Land, in dem das Thema „Holocaust“ noch immer eine exponierte Stellung besitzt.
Auf Grund des schwierigen Themas dieses Filmes scheint es angemessen, die Akzente auf die Rezension des Filmes an sich genauso stark zu setzen, wie auf die filmographischen Einzelheiten.
4
2 filmographische Daten
Originaltitel: La vita è bella Deutscher Titel: Das Leben ist schön Produktionsland: Italien Drehorte: Arezzo, Toskana, Italien Cortona, Toskana Montevarchi, Toskana
ehem. Konzentrationslager Auschwitz, Auschwitz, Polen Produktionsjahr: 1997 Deutsche Erstaufführung: 12.11.1998 Deutscher Verleih: Scotia Film Laufzeit: 122 Minuten Länge: 3338 Meter FSK: freigegeben ab 6 Jahren; feiertagsfrei Prädikat: besonders wertvoll
Wichtige Auszeichnungen:
• Oscars® für Roberto Benigni als bester Hauptdarsteller und Nicola Piovani für die beste Originalmusik, sowie ein Oscar® für Roberto Benigni für den besten ausländischen Film (1999).
• Amerikanischer Comedy-Preis für Roberto Benigni als lustigster Schauspieler in einem Film (1999).
• Preis des australischen Filminstitutes für Roberto Benigni für den besten ausländischen Film (1999).
• Großer Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes für Roberto Benigni für den besten Film (1998).
• César für Roberto Benigni für den besten ausländischen Film (1999).
• Europäischer Filmpreis für Roberto Benigni als bester Regisseur und Gianluigi Braschi und Elda Ferri als Produzenten für den besten Film (1998).
• Deutscher Filmpreis für Roberto Benigni für den besten ausländischen Film (1999).
5
• Preis des italienischen nationalen Journalisten-Syndikats für Roberto Benigni als bester Regisseur und Hauptdarsteller (1998).
• Preis der Schauspielervereinigung Amerikas für Roberto Benigni als bester Schauspieler in einem ausländischen Film (1999).
Stabangaben:
Produktionsfirma: Melampo Cinematografica Produktion: Elda Ferri, Gianluigi Braschi Regie: Roberto Benigni Buch: Vincenzo Cerami, Roberto Benigni Kamera: Tonino Delli Colli Schnitt: Simona Paggi Musik: Nicola Piovani Kostüme: Danilo Donati Bauten/Dekorationsbau: Danilo Donati Bühnenbild/Ausstattung: Luigi Urbani Szenenbild: Danilo Donati Maske/Frisuren: Enrico Jacoponi, Guisy Bovino Produktionsleitung: Tullio Lullo Regieassistenz: Gianni Arduini
Darsteller/Rollen:
Roberto Benigni Guido Orefice Nicoletta Braschi Dora Orefice Giorgio Cantarini Giosuè Orefice Giustino Durano Guidos Onkel Sergio Bini Bustric Ferruccio Papini Horst Buchholz Dr. Lessing Giuliana Lojodice Schuldirektorin Amerigo Fontani Rodolfo Pietro De Silva Bartolomeo Francesco Guzzo Vittorino
6
Marisa Paredes Doras Mutter Gil Baroni Präfekt Jürgen Bohn deutscher Oberst auf der Party
Alternativfassungen:
• Die Version, die bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt wurde, unterscheidet sich von der italienischen Originalfassung dergestalt, dass einige Szenen neu geschnitten wurden und ein Schriftzug am Anfang des Filmes hinzugefügt wurde auf dem stand: „Dies ist ein Märchen“, um möglichen Spekulationen über den Wahrheitsgehalt der Geschichte vorzubeugen. 1
• Für die amerikanische Version schnitt Benigni 9 Minuten aus der italienischen Fassung heraus und fügte eine Off-Stimme des erwachsenen Giusoè hinzu. Diese kürzere Version ist in Italien auf Video erschienen. 2
• Eine Englisch untertitelte Version wurde von Miramax am 28.08.1999 in den USA veröffentlicht. 3
1 http://german.imdb.com/AlternateVersions?0118779.
2 Ebd.
3 Ebd.
7
3 filmdramaturgische Aspekte
3.1 literarische Vorlage:
Die literarische Vorlage stammt von Regisseur Roberto Benigni und Vincenzo Cerami. Cerami, der regelmäßig mit Benigni zusammenarbeitet, war auch Drehbuchautor von Streifen wie „Il mostro“ (1994), „Il Giovane Mussolini“ (1993), „Il viaggio di Capitan Fracassa“ (1991) und „Pinocchio“ (2002), erneut mit Roberto Benigni als Regisseur und Hauptdarsteller. Hier tritt er auch erstmalig selbst auf der Leinwand in Erscheinung. Benigni und Cerami reizte der Gedanke an die Vorstellung, dem Staatsterror des Dritten Reiches mit groteskem Humor zu begegnen. Eine Geschichte zu kreieren, die einerseits komödiantisch ungestüme Heiterkeit verbreitet, andererseits aber den Schrecken der Nazi-Zeit aufgreift und möglichst realistisch reflektiert. Es sollte der Versuch sein, das sarkastische Gelächter der Marx-Brothers mit dem naiven Humanismus eines Charlie Chaplin zu vereinen. 4 Dies wird bei Betrachten des Filmes vor allem in der ersten Hälfte deutlich, in der Entwicklung der Figur des Guido. Hier scheinen Parallelen zur klassischen „Tramp“-Figur von Chaplin durchaus beabsichtigt. Die Possen des Guido, wie zum Beispiel der running gag des vertauschten Hutes, erinnern stark an chaplin’sche Kalauer.
Da das Drehbuch nicht adaptiert, sondern ein Originaldrehbuch ist, kann kein Vergleich zu einer literarischen Vorlage gezogen werden.
3.2 Handlung/Inhalt:
Arezzo, Italien 1939. Der assimilierte halbjüdische Buchhändler Guido will ein eigenes Buchgeschäft eröffnen. Doch es scheitert zunächst an dem Verwaltungsbeamten der kleinen Stadt. Er lernt die junge Lehrerein Dora kennen und verliebt ich Hals über Kopf in sie. Dora, zunächst noch widerwillig mit dem faschistischen Beamten Roberto liiert, flieht gemeinsam mit dem kellnernden Guido von der eigenen Verlobungsparty und heiratet den Lebenskünstler. Fünf Jahre später, der Weltkrieg erreichte mittlerweile auch die ländliche Idylle von Arezzo, hat der kleine Sohn von Guido und Dora, Giosuè, Geburtstag. Pünktlich zur Feier werden Guido, sein Onkel und sein Sohn jedoch in ein Vernichtungslager deportiert. Dora folgt den beiden freiwillig und fortan leben die drei im KZ. Guido allerdings will seinem
4 Vgl. Rosner, Heiko, „Das Leben ist schön“, in: Cinema Jg. 23/11 (1998), 73-74 (74).
Arbeit zitieren:
Alexander Linden, 2003, Filmanalyse: Das Leben ist schön, München, GRIN Verlag GmbH
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