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Inhaltsverzeichnis
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1. Einführung. 3
1.1 Verfasser. 3
1.2 Entstehungszeit des Buches und Motivationen des Verfassers. 3
2. These des Verfassers. 4
2.1. Darstellung und Beschreibung der Kulturkreise. 4
2.2. Position des westlichen Kulturkreises in der Welt. 7
3. Potentielle Konfliktbeziehungen. 8
3.1. Das Verhältnis des Westens zum islamischen Kulturkreis. 9
3.2. Das Verhältnis des Westens zum sinischen Kulturkreis. 11
4. Fazit des Verfassers. 13
5. Kritik. 14
5.1. Aufbau des Buches und Wirkung auf den Leser. 14
5.2. These. 15
5.3. Darstellung der Sachverhalte am Beispiel des Verhältnisses Türkei zur
Europ äischen Union. 16
5.4. Darstellung des westlichen Kulturkreises. 18
5.5. Schlussbemerkung. 19
6. Literatur- und Quellenverzeichnis 21
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1. Einführung 1.1. Verfasser
Im Sommer 1993 erschien in dem amerikanischen Magazin „Foreign Affairs“ ein Artikel mit dem Titel „The Clash Of Civilisations?“ (zu deutsch: “Kampf der Kulturen?“), der weltweites Aufsehen hervorrief.
Der Verfasser Samuel P. Huntington, geboren in New York, studierte an den Universitäten Chicago und Harvard. Nach Beendigung des Studiums war er für einige Zeit Soldat in der US-Army, bevor er Professor an der Harvard Universität wurde. Zudem ist er zeitweiliger Berater des US-Aussenministeriums, Mitbegründer der Zeitschrift „Foreign Affairs“ und Leiter des „John M. Olin Institute for Strategic Studies“ an der Harvard Universität, das sich mit Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik der USA und mit weltpolitischen Veränderungen beschäftigt. 1.2. Entstehungszeit des Buches und Motivationen des Verfassers Die weltweite Resonanz und die heftigen Diskussionen um die in seinem Artikel aufgestellte These veranlassten ihn, diese weiter auszuführen und zu begründen. Das Ergebnis ist ein über 500 Seiten starkes Buch, das monatelang in den Bestsellerlisten zu finden war.
Nach dem 11. September 2001 wurde Huntingtons Werk erneut vor dem Hintergrund der Terroranschläge diskutiert. Er selbst erklärte , dass die terroristischen Anschläge durchaus kulturell-religiös motiviert waren, was zwar zu seiner These passe, jedoch sei der Terrorismus eine absolute Sonderform der Auseinandersetzung. Er habe in seiner These im wesentlichen das Verhältnis zwischen Staaten und Kulturkreisen zu beschreiben versucht.
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2. These des Verfassers
2.1. Darstellung und Beschreibung der Kulturkreise
Samuel P. Huntington teilt die Welt in 7 große Kulturkreise auf: è den sinischen è den japanischen è den hinduistischen è den islamischen è den westlichen è den lateinamerikanischen è den afrikanischen
Den Begriff Kulturkreis definiert er, wie folgt:
„Ein Kulturkreis ist die höchste kulturelle Gruppierung von Menschen...er definiert sich sowohl durch gemeinsame objektive Elemente wie Sprache, Geschichte, Religionen, Sitten, Institutionen, als auch durch die subjektive Identifikation der Menschen mit ihm (dem Kulturkreis).“ (Huntington, 1996 S. 54)
Unter diesen Kulturkreisen gibt es verschiedenartige Beziehungen, es geht von Konkurrenz über Kooperation bis zu Abneigung, Misstrauen und Hass. Kern der Theorie ist, dass nach dem Ende des „kalten Krieges“ nicht mehr Ost gegen West, also Kommunismus gegen Kapitalismus kämpft, sondern die Kulturkreise gegeneinander. Die Konflikte, die durch die kulturelle Andersartigkeit wie z.B. Religion und Wertevorstellungen entstehen, bestimmen in der Zukunft das Geschehen. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Theorie stellt das Verhältnis des westlichen Kulturkreises zum Rest der Welt dar. Nach Jahrhunderter langer Dominanz des Westens durch technologische Überlegenheit, Imperialismus und dem Bemühen, westliches Gedankengut wie Demokratie und Menschenrechte weltweit zu etablieren, geht diese Machtposition langsam zurück. Die beeinflussten Kulturkreise entdecken ihre eigenen Wertevorstellungen und rückbesinnen sich auf ihre eigene Kultur.
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Zur besseren Veranschaulichung der These dienen im folgenden eine Weltkarte, auf der die verschiedenen Kulturkreise (nach der Einteilung Huntingtons) grob eingezeichnet sind, sowie eine kurze Definition der verschiedenen Kulturkreise.
Die großen zeitgenössischen Kulturkre ise
der sinische: gemeinsame Kultur Chinas und der chinesischen Gemeinschaften in Südostasien, ebenso Vietnam und Korea. Religiöse und gesellschaftliche Prägung durch den Konfuzianismus; Ursprung des Kulturkreises ca. 1500 v. Chr. Kernstaat: China de r japanische: Zwischen 100 und 400 n. Chr. Aus der chinesischen Kultur heraus entwickelt. Eigene Kultur, jedoch mit der chinesischen relativ eng verwandt. Kernstaat: Japan
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der hinduistische: Entstehung ca. 1500 v. Chr.; prägend für den indischen Subkontinent. Hinduismus hat nicht nur religiöse Bedeutung, sondern ist Kern der indischen Zivilisation. Kernstaat: Indien der islamische: im 7. Jahrhundert n. Chr. Ausbreitung des Islam von der arabischen Halbinsel ausgehend. Betroffene Gebiete: Nordafrika, Spanien, Zentralasien, teilweise Indien und Südostasien. Existenz vieler Subkulturen wie der arabischen, türkischen, persischen und malaiischen. Kernstaat ist (noch) nicht vorhanden der westliche: Entstehung um 700 n. Chr. Schwerpunkte des Kulturkreises: Europa, Nordamerika, Lateinamerika Religiöse Prägung durch Katholizismus und Protestantismus; Kernstaat: USA (Frankreich & Deutschland für die EU) der lateinamerikanische: „Spross“ der europäischen (westlichen) Kultur, vermischt mit Elementen einheimischer Kultur. Aufbau ist standesähnlich autoritär. Wird teilweise als Subkultur des Westens angesehen, zumindest aber eine Kultur, die mit dem Westen eng verbunden ist. die afrikanische: Existenz einer eigenen Kultur umstritten; Norden und die Ostküste Afrikas gehören zum islamischen Kulturkreis, Äthiopien stellte früh eine eigene Kultur dar (eigene Schriftsprache, etc.). Ansonsten vom europäischen Imperialismus beeinflusst. Das subsaharische Afrika wird evtl. zu einer eigenen Kultur zusammenwachsen. evtl. Kernstaat: Südafrika
Arbeit zitieren:
Martin Riebesell, 2002, Politisch - ökonomische Kulturkreise und Konfliktpotentiale, München, GRIN Verlag GmbH
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