Tourismus und Nationalparke in Marokko
1. Die natürlichen und kulturellen Potentiale des Landes für den Tourismus
2. Die Entwicklung des Tourismus in Marokko
3. Touristisches Angebot in Marokko
4. Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft
5. Binnentourismus
6. Ausländertourismus
7. Nationalparke
8. Fazit und Folgen des Tourismus
Tourismus und Nationalparke in Marokko
1. Die natürlichen und kulturellen Potentiale des Landes für den Tourismus
- Vielfältige naturräumliche Ausstattung: hohe Sonnenscheindauer, wenige Niederschläge, 3500 km Küstenanteil am Atlantik und Mittelmeer mit viel Sandstrand, ausgedehnte Wälder, Gebirge, Bergseen und Wüste.
- Kulturelle Vielfalt: Königsstädte ( Fes, Marrakech, Meknes, Rabat ), Moscheen, Paläste, Bauwerke aus der Zeit der Römer, Phönizier und Araber, Berberkultur, die Basare, Bewohner und Altstädte vermitteln einen Eindruck aus „ 1000 und Einer Nacht‘‘.
2. Die Entwicklung des Tourismus in Marokko
- Freizeitverhalten in vorkolonialer Zeit ( bis 1912 ): Vor Beginn der Kolonialzeit gab es kaum Fremdenverkehr, die Daseinsgrundfunktion Freizeit spielte in der Gesellschaft so gut wie keine Rolle. Als Reisen wurden nur religiös motivierte Wallfahrten unternommen, die einzige nennenswerte Freizeitaktivität der Stadtbewohner bestand aus Wochenendspaziergängen mit Picknick in Stadtnähe.
- Tourismus in der Protektoratszeit (1912 - 1956): In der Anfangszeit der französischen Kolonialherrschaft entwickelt sich ein bescheidener Fremdenverkehr, während im spanischen Teil keine derartige Entwicklung stattfand und erst in den 20er Jahren werden in den Großstädten des Landes einige größere Hotels gebaut. In dieser Zeit liegt der Beginn von organisierten Rund - und Städtereisen, auch ausländische Touristen besuchen vermehrt das Land.
Nach der Weltwirtschaftskrise besuchten 1932 bereits 45.000 Personen, insbesondere durch Kreuzfahrtschiffe, das Land. Tourismus war zunächst auf
wenige Küsten - und die Königsstädte Beschränkt. Bis zur Unabhängigkeit betrug die Zahl der Hotelbetten etwa 8000, 33% lagen in der Kategorie 4 oder 5 Sterne.
- Fremdenverkehr und Freizeitverhalten seit der Unabhängigkeit ( ab 1956): Nach der friedlichen Erreichung der Unabhängigkeit ändert sich zunächst nichts im Freizeitverhalten der ausländischen Touristen, welche den Großteil am gesamten Tourismus im Land ausmachte. Ab den 60er Jahren fand eine starke staatliche Förderung zur Tourismusentwicklung statt. Der Tourismus sollte als ein Motor zur wirtschaftlichen Entwicklung in Hinsicht auf Arbeitsplatzschaffung, Devisenbringer und zur Stärkung des Binnenmarktes dienen. 2 Formen angeboten werden: Strandtourismus und Städtetourismus. Folge: Bau neuer Hotels am Mittelmeer (Tanger) und am Atlantik (Agadir). Neue Hotels werden auch in den Königsstädten errichtet. Der Strandtourismus ist der Zweig, welcher die größte Nachfrage erreicht. Seit der Unabhängigkeit ist eine starke Zunahme des Tourismus zu verzeichnen. > Gesellschaftlicher Wandel im Freizeitverhalten.
Wüstenbesuch Teil einer Rundreise, Verweildauer 1 - 2 Tage, Jedoch werden auch 1 - 2 Wochen lange Reisen durch die Wüste unternommen. In Marokko liegt das Zentrum für Wüstentourismus im Tafilalet, wo 34 Herbergen, Straßenhändler und Cafés existieren.
- Gebirgstrekking: Im Hohen Atlas zu finden, nachhaltiger Tourismus in einer traditionellen, ländlichen Region, Übernachtung in Pensionen und bei Einheimischen, Wanderung erfolgt mit ausgebildeten Bergführer in Gruppen. Der Trekking - Tourismus soll weiter zunehmen, auch um Einheimischen Bevölkerung Einnahmemöglichkeiten zu bieten, jedoch soll er das Landschaftsbild nicht verändern.
- Skitourismus: Diese Tourismusform gibt es im Rif - Gebirge, im Mittleren Atlas sowie im Hohen Atlas. Im Rif - Gebirge ist Langlauf und Skiwandern möglich, im Atlas kann auch Alpinski betrieben werden. Im Hohen Atlas liegt mit Oukaaimeden das größte Skigebiet des Landes.
Arbeit zitieren:
Uwe Daniels, 2001, Tourismus und Nationalparke in Marokko, München, GRIN Verlag GmbH
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