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Einleitung. 2
1. Martin Luther 3
2. Lucas Cranach der Ältere 4
3. Albrecht Dürer als Vorbild. 6
5. Die graphischen Lutherbildnisse Cranachs 9
6. Die Rezeption der Lutherbildnisse 18
7. Bildnisse von Luther nach seinem Tod. 20
8. Zusammenfassung. 21
Literaturverzeichnis. 23
Abbildungen 24
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Einleitung
Porträts haben immer vielfältige Positionen besetzt. Im Grabmal, im Denkmal und auf den Münzen sind die Porträts bildniswürdiger Personen für die Nachwelt überliefert worden. Erst Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Medium Malerei vorwiegend für die Verbreitung von Bildnissen verwendet. Im Bildnis werden überwiegend die individuellen Merkmale des menschlichen Kopfes wiedergegeben, teils mit Hinzunahme der oberen oder der ganzen Brust. Obgleich es sich um eine Sonderform des Fragments handelt, stehen Bildnisse für die Darstellung einer bestimmten Person. Man geht davon aus, daß die Bildnisse das Aussehen der Person treu überliefern. Je nachdem welche Funktion das Bildnis ausüben soll, verblaßt oder steigert sich allerdings die Authentizität der dargestellten Person. Die Auffassung dessen, wie ein Bildnis beschaffen sein sollte, wandelte sich im Laufe der Zeit. In der mimetischen Darstellung deutet man das Wesen der Person und kann deren Machtposition ablesen. Kleider sind ein Teil der charakteristischen Personendarstellung, aber sie weisen auch auf die Verwandlungsfähigkeit hin. Die Frage nach der Wahrheit und Täuschung zwischen Gesicht und Maske stellt sich nun bei jedem Porträt. An-hand der Bildnisse Luthers möchte ich die Schaffung eines „Images“ erläutern. Dabei liegt der Schwerpunkt in den Entstehungsbedingungen von den Lutherbildnissen und welchen Ansprüchen und Vorstellungen sie gerecht werden mußten. Unter dem Begriff „Image“ versteht man hier alle Informationen, Vorstellungen und Wirkungen die auf eine Person bezogen sind und von ihr ausgehen. In der heutigen Werbung steht dieser Begriff auch für die Vermarktung von Gegenständen, die Verbraucherorientiert sind. Auch Politiker legen sich in Form ihrer Kleidung, Gestik und Sprechweise ein „Image“ zu, um so ihre Wirkung auf andere zu steuern. Viele Lutherporträts sind in Umlauf gebracht worden, um die Ideen der Reformation dem Volke nahezubringen. Die Werkstatt Lucas Cranach des Älteren gilt als die treibende Kraft in der systematischen Verbreitung der Überzeugungen und der Werte der Reformation. Dies wirft viele Fragen auf.
An welchem Punkt ist es notwendig ein „Image“ einer Person zu kreieren? Welcher Formensprache hat Cranach sich bedient? Um diese Fragen zu beantworten werde
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ich zunächst kurz auf das Leben Luthers und Cranachs eingehen, um dann anhand der Vorläufer der Porträtkunst die Umsetzung der Person Luthers ins Bild nachzuvollziehen. Inwiefern der Wittenberger Hof das Lutherbildnis zu Propagandazwecken genutzt hat, wird ebenfalls zu klären sein.
1. Martin Luther
Als Geburtsdatum nimmt man den 10. November 1483 in Eisleben an, wo er 1546 1 1501 begann er sein Studium an der Universität in Erfurt bis zur Erlan-auch starb.
gung der Würde eines „Magisters der freien Künste“. 1505 begann er sein Rechtsstudium, brach es ab und ging ins Kloster. Was veranlaßte ihn ins Kloster zu gehen? Am 2. Juli, dem Tag Visitatio Mariä, befand sich Luther auf der Rückreise von Mansfeld. Ein Blitzschlag hatte ihn vielleicht zu Boden geworfen, und am Bein verletzt. In seiner Not legte er das Gelübde ab: „Hilf du, Sankt Anna, ich will ein Mönch werden.“ Die göttliche Vorsehung hatte Luther durch einen Blitz vom Himmel hingestreckt wie einst Paulus vor Damaskus. Er trat in den Orden der Augustineremiten ein. Dies führte zu einer radikalten Infragestellung einer frömmsten, ältesten und mächtigsten Institutionen der christlichen Kirche.
1510 unternahm er seine Italienreise. 1511 wurde Luther nach Wittenberg versetzt. Dort kam er in ein neues bedeutendes Beziehungs- und Kräftefeld hinein, das entscheidende Voraussetzungen für seine spätere weltgeschichtliche Wirksamkeit war. Es war die Hauptstadt Kursachsens, ein mächtiger und wichtiger Territorialstaat, der vollends im Begriff war, Träger der politischen Macht in Deutschland zu werden. Kurfürst war Friedrich III., später der Weise genannt. Bis zu diesem Zeitpunkt existieren noch keine Bildnisse von Martin Luther. Martin Warnke führt diese Tatsache darauf zurück, daß nur Fürsten und geistlichen Würdenträger das Privileg gebührte, sich abbilden zu lassen und ein normaler Sterbli- 2 cher sich erst anormal verhalten mußte, um bildniswürdig zu werden. Diesen Punkt hatte Luther im Alter von 36 Jahren erreicht, nachdem er 1 Zusammenfassung über das Leben Luthers aus: Brecht, Martin, Martin Luther. 2 Warnke, Martin, Cranachs Luther, Frankfurt am Main, 1984, S.5ff.
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95 Thesen gegen den Ablaß veröffentlichte. Dazu erschienen Gegenthesen, Disputationen wurden angesetzt und im Juni 1518 ein kanonischer Prozeß eingeleitet. In den sogenannten Sermonen, die er veröffentlicht, festigt und erweitert er seinen Standpunkt. 1519 kommt es in Leipzig zu einer Disputatuion zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und Martin Luhter. In dieser Redeschlacht lag der eigentliche und unüberbrückbare Gegensatz in der strittigen Papstfrage. Durch die kritische Infragestellung des Primats erfolgte ein wichtiger Schritt hin zur Bildung einer eigenen Reformationskirche. Das er das Urteil über Johannes Hus vom Konzil in Konstanz verurteilte, war ein Grund für Eck, Friedrich dem Weisen diesen Tatbe-stand schriftlich mitzuteilen. In einer Predigt verteidigt sich Luther gegen den Vorwurf der Ketzerei, das war der Skandal schlechthin.
Das erste Bildnis von Martin Luther ist ein Holzschnitt und befindet sich auf dem Titelblatt dieser gedruckten Predigt, die der Leipziger Drucker, Wolffgang Stöckel 3 Das Motiv ist wahrscheinlich einem Medaillon entlehnt und zeigt eine Per-druckte.
son in einer einfachen allgemeingültigen Darstellungsweise als Dreiviertelfigur im Redegestus, mit einer Mönchskutte bekleidet und einem Doktorhut auf dem Kopf. Die Umschrift: Doctor • Martinus • Lutter • Augustiner: Wittenb: ist seitenverkehrt gedruckt, dementsprechend muß man sich auch das Bildnis spiegelbildlich denken. Die Lutherrose ist in das Umschriftenband integriert. Aufgrund des Siegels und der erklärenden Umschrift kann man diesen Mann als Luther identifizieren. Die Schrift erklärt das Bild.
Aus welchen Quellen schöpft Cranach für sein erstes Lutherbildnis?
2. Lucas Cranach der Ältere
Cranach (1472 - 16.10.1553) stammt aus dem bambergischen „Cranach“, dem heu- 4 1501-04 war er in Wien und arbeitete viel für den Wie-tigen bayerischen Kronach.
ner Humanistenkreis. 1505 wurde er Hofmaler des Kurfürsten Friedrich III. (1463 -1525). 1508 erhielt er den Wappenbrief und seine Werkstatt durfte damit signieren. Im gleichen Jahr reiste er nach Mecheln, um dort für den Kurfürsten ein Bildnis des 3 ebd. S.9.
4 Aus: Meisterwerke der Kunst, Malerei von A-Z, Schweiz, 1994, S. 159.
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Jungen Karl V. anzufertigen. Er war der produktivste und wirtschaftlich erfolgreichste deutsche Maler seiner Zeit und genoß als einziger einen Dürer gleichkommenden Ruf. Nachdem er den Kurfürsten Johann Friedrich in dessen zweijährige Verbannung begleitete, übernahm sein Sohn Lucas (1515 -1586) die Werkstatt. 1519 begann Cranach in Wittenberg als Kommunalpolitiker der kursächsischen Residenzstadt eine weitere Karriere. Er wurde in den Stadtrat aufgenommen und gleich Reichskämmerer. So hatte er als Ratsherr auch zur Rechtsfindung beizutragen. 1537 - 1544 war er dreimal Bürgermeister von Wittenberg. Außerdem betrieb er einen Weinausschank, eine Apotheke, eine Druckerei und eine Buchhandlung. Darüberhinaus war kein Künstler enger mit Luther verbunden als Cranach. 1520 übernahm Luther die Patenschaft von Cranachs Tochter Anna. 1525 war Cranach Trauzeuge bei der Eheschließung zwischen Luther und Katharina von Bora. Cranach unterstütze die Reformation durch seine Buchillustrationen und Altarbilder, so wie es vom Wittenberger Hof gewünscht wurde. Doch am überzeugendsten beein- 5 druckte er durch seine Porträtkunst.
Vergleicht man das erste bekannte Lutherbildnis mit den Bildnissen anderer Renaissanceindividuen, wird bald der Unmut deutlich den Albrecht Dürer dazu veranlaßte, den Wittenberger Hof darauf Aufmerksam zu machen, ein angemessenes Lutherbildnis zu entwerfen. Dürer äußerte selbst den Wunsch Luther in Kupfer zu stechen. In seinem Dankesschreiben an Georg Spalatin, dem Geheimsekretär am Hofe Friedrichs des Weisen, für dessen Zusendung von Schriften Luthers legte er seinen Kupferstich vom Kurfürsten und Erzbischof von Mainz, Kardinal Albrecht von 6 Brandenburg, bei, das Cranach als Vorlage für sein erstes Lutherbildnis diente.. Nachdem Dürer selbst gezeigt hat, welches Potential im ‘Image’ liegt ist es kein weiter Schritt diese Variationen auf jede Person umzulegen. Als Hofmaler ist es Cranach verwehrt sich selbst derart in den Vordergrund zu manövrieren, doch die Gunst der Stunde erlaubt es ihm seine Bildnisfähigkeit durch das ‘Image Luthers’ unter Beweis zu stellen.
Dürer war das große Vorbild für die deutsche Renaissance Kunst, nicht nur im Bereich der Malerei, sondern auch in der Verbreitung und Anwendung neuer Medien. 5 Koerner, Joseph Leo, The Moment of Self-Portraiture, Chicago, 1993, S. 364. 6 Warnke, Martin, Cranachs Luther, Frankfurt am Main, 1984, S. 15.
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Lucas Cranachs Lutherbildnisse sind eng verbunden mit den Porträts Dürers. Als Vergleichsmomente dienen vorerst die drei wichtigsten Selbstbildnisse Dürers und die drei ersten Kupferstiche Cranachs von Luther. Die Grundlage dafür sehe ich in der Schaffung eines ‘Image’. Zum einen in der Etablierung eines Künstlers, im anderen Fall der Konstruktion eines Bildes, das für die Reformation, den Wittenberger Hof und schließlich als Denkmal des Künstlers selbst, stehen soll. Jedoch was führte dazu sich ein ‘Image’ zuzulegen?
Joseph Leo Koerner sieht einen Grund in der wirtschaftlichen Revolution der Deutschen Städte, die nun viel Kapital und neue Technologien zur Verfügung hatten, was 7 Dadurch expandierte dazu führte, daß sich die Situation für den Künstler änderte. sowohl die private als auch die kommunale Nachfrage. Manufakturen wurden gegründet und am Beispiel Cranachs, der nicht nur Maler war sondern eine Malwerkstatt führte und nebenbei noch vielen weiteren Aktivitäten nachging, erkennt man, wie sich die Position des Künstlers verschob.
Künstler die nicht so geschäftstüchtig waren, befanden sich plötzlich in einer mißlichen Lage. Im Jahr 1525 richten Künstler an den Magistrat der Stadt Straßburg das Gesuch, man möge ihnen beim Berufswechsel helfen, denn sie seien ohne Beschäftigung, seit «durch das Wort Gottes die Achtung vor den Bildern merklich ab- 8 DerKünstler war sichtlich dazu gezwungen sich ein ‘Image’ in Form gefallen ist».
von einer Identität, einem Markenzeichen, zu bilden, um sich in dem neu entstandenen Gefüge des Kunstmarktes zu etablieren.
3. Albrecht Dürer als Vorbild
Dürer (1471 - 1528) malte viele Selbstbildnisse von sich, das Älteste zeigt ihn im Knabenalter von 13 Jahren. Auf die drei bedeutendsten möchte ich kurz eingehen: Selbstbildnis mit Eryngium, 1493, daneben die Inschrift: My sach die gat/Als es oben schtat. Heute in Paris, Musée National du Louvre, Selbstbildnis mit Landschaft, 1498, darunter das Monogramm des Künstlers und die Inschrift: Das malt Ich nach meiner gestalt/Ich war sex und zwenzig Jor alt/Albrecht Dürer. Gemälde auf Holz. 7 Koerner, Joseph Leo, The Moment of Self-Portraiture, Chicago, 1993, S. 59. 8 Belting, Hans, Bild und Kult, München, 1990, S. 517.
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Madrid, Museo Nacional del Prado und Selbstbildnis im Pelzrock, 1500, links das Monogramm des Künstlers, rechts die Inschrift: Albertus Durerus Noricus/ipsum me proprijs sic effin/gebam coloribus aetatis/anno XXVIII. Gemälde auf Lindenholz. München, Alte Pinakothek.
Die Renaissance Ideologie über die Würde des Menschen kam zuerst in Italien auf und über Dürer nach Deutschland. Joseph Leo Koerner sieht in den Portraits Dürers die Selbstkontrolle und Selbsterforschung auf dem Höhepunkt des künstlerischen Schaffens und mehr noch, „these images are a means by which art symbolizes ist 9 tasks; and what they say is that art is an image of ist maker.“ Das Selbstbildnis mit Eryngium ist wahrscheinlich das erste farbige Selbstbildnis eines Künstlers, doch liegt sein Bekanntheitsgrad in seinem Ruf, die Deutsche Renaissance einzuleiten. Es übt die Funktion eines Hochzeitsbildnisses aus. Das Selbstbildnis mit Landschaft ist dagegen laut Panofsky, „the first independent self- 10 Alsstolzer Gentleman, üppig ausgestattet im modernsten portrait ever produced“.
Stil der Mode und den teuren Handschuhen aus Rehleder, eine Nürnberger Besonderheit, erhebt er sich über seine soziale Herkunft und erscheint als Aristokrat. In seinem Selbstportrait um die Jahrhundertwende „he is fashioned in the image of 11 God.“
Es läßt sich viel mehr zu den Porträts sagen, aber worauf es in Bezug zum Bildnis Luthers ankommt ist die Tatsache, daß diese drei Porträtfolgen denselben Mann in jeweils anderen Rollen darstellen. Diese Möglichkeit der Verwandlung hat Cranach genutzt, um das ‘Image’ Luthers zu konstruieren. 4. Vorläufer der Porträtkunst
»Das Porträt im modernen Sinn des Wortes, d. h. der Versuch, das Einmalige und Zufällige einer menschlichen Physiognomie bildlich festzuhalten, in ihm das Charakteristische der darzustellenden Persönlichkeit zu sehen und sich von den traditionsgebundenen Stilformeln zu befreien, hat anscheinend um die Mitte des 14. Jahrhunderts mit dem Fürstenporträt begonnen. Zumindest sind die Porträts eines französischen Königs (Jean le Bon, = 1364) und eines österreichischen Herzogs (Rudolf der Stifter, =1365) die frühesten Beispiele einer Gattung von Tafelbildern, in 9 Koerner, Joseph Leo, The Moment of Self-Portraiture, Chicago, 1993, S. 55. 10 ebd. S.37. 11 ebd. S. 67.
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der das Bildnis losgelöst von allem sakralen und sepulkralen Sinnbezug auftritt.« Von einer authentischen Abbildung kann man aber bei diesen Porträts nicht sprechen. Es ist eher so, daß es einen Typus gibt, der mit besonderen > Merkmalen< 12 ausgestattet ist.
Als besonders herausragend und mit einem neuen Wertbegriff für das Porträt haben sich die Bildnisse des Jan van Eyck erwiesen. Otto Pächt sieht in Jans Porträts im Gesicht und in den Händen die sprechenden Elemente, denen durchaus individuelle Züge eigen sind , denn der Porträtierte sieht den Betrachter direkt an und hält Attri- 13 bute in der Hand die ihn z. B. als Goldschmied ausweisen. Die Anfänge der ersten selbständigen Porträts Mitte des 15. Jahrhunderts im deutschen Kunstraum sieht Peter Strieder in den Porträts von Nürnberger Bürgern. Er stellt fest, daß die identifizierbare, lebende oder jüngst verstorbene Person als Stifterbild, das in unmittelbarem Zusammenhang mit der Altartafel steht, in die deutsche Kunst eingeführt worden ist. Die Kennzeichnung des Dargestellten erfolgte durch eine Widmungsinschrift oder durch das Wappen. Dürer hat diese neue Aufgabe, den Menschen im selbständigen Porträts festzuhalten in seinem Lehrbuch der Malkunst beschrieben. Das Wort „gestalt“ meint dabei das individuelle Anlitz, welches durch die Malerei auch noch weit über die Lebenszeit hinaus festgehalten 14 wird.
1519 nutzte Dürer für das Bildnis von Kardinal Albrecht von Brandenburg die druckgraphische Technik des Kupferstichs, nachdem Lukas Cranach bereits 1509 einen Kupferstich vom Fürsten Friedrich dem Weisen herausgebracht hat. Dürers Bildnis erinnert an römische Grabdenkmäler und auch in den Bildunterschriften fließt das antike Gedankengut mit ein, das nun mit christlichen Inhalten gefüllt wird. Die denkmalhafte Form, in der die politischen und geistigen Führer dargestellt sind, soll eine erinnernde Funktion für die Nachwelt ausüben.
12 Pächt, Otto, Van Eyck, München, 1989, S.75.
13 ebd. S.109.
14 Strieder, Peter, Dürer, Augsburg, 1996, S. 222.
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