Dirk Dillinger - Die bilanzielle Behandlung eines Geschäfts- oder Firmenwerts nach US-GAAP
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Begriffsbestimmungen 2
2.1. Firmenwert 2
2.2. US-GAAP 2
3. Entstehung des Firmenwertes nach US-GAAP 3
4. Relevante Vorschriften der US-GAAP 5
4.1. SFAS 141 - „Business Combinations“ 5
4.1.1. Intangible Assets 7
4.1.2. Goodwill 9
4.2. SFAS 142 - „Goodwill and other intangible assets“ 10
4.2.1. Reporting Units 10
4.2.1.1. Zuordnung der Vermögensgegenstände 11
4.2.2. Impairment Test 13
4.2.2.1. Sachliche Durchführung 14
4.2.2.2. Zeitliche Durchführung 16
4.2.3. Abbildung im Jahresabschluss 16
4.2.4. Übergangsvorschriften 17
5. Anwendbarkeit bei deutschen Unternehmen 18
5.1. Befreiender Konzernabschluss 18
5.2. Übereinstimmung mit nationalem Recht 19
6. Kritische Würdigung der Änderungen 20
6.1. Allgemeine Auswirkungen 20
6.2. Relevanz für deutsche Unternehmen 23
7. Entwicklungstendenzen 23
8. Fazit 24
Literaturverzeichnis 26
Ehrenw örtliche Erklärung 32
II
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zuordnung der Vermögenswerte und Impairment Test _______ 13
Abbildung 2: Ablauf des zweistufigen Impairment Tests _________________ 15
III
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Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft AMEX American Stock Exchange APB Accounting Principles Board (Opinion[s]) DAX Deutscher Aktienindex DCF Discounted Cash-Flow (Verfahren) DRS Deutscher Rechnungslegungs Standard DRSC Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee ED Exposure Draft EG / EU Europäische Gemeinschaft / Europäische Union EITF Emerging Task Issue Force FASB FASB Interpretation(s) FIN Financial Accounting Standards Board G+V Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting Standard(s) IASC International Accounting Standard Committee IFRS International Financial Reporting Standard(s) IOA Impairment Only Approach M-DAX Midcap Index der Deutschen Börse AG NASDAQ National Association of Securities Dealers Automated NYSE New York Stock Exchange RL Richtlinie ROCE Return on Capital Employed ROI Return on Investment RU Reporting Unit SEC Securities and Exchange Commission SFAC Statement(s) of Financial Accounting Concepts SFAS Statement(s) of Financial Accounting Standards US-GAAP United States - Generally Accepted Accounting Standards
IV
Dirk Dillinger - Die bilanzielle Behandlung eines Geschäfts- oder Firmenwerts nach US-GAAP
1. Einleitung
„Bei Konzernen, wie Daimler-Chrysler, Degussa oder Eon, die nach US-GAAP bilanzieren und auch relativ hohe Goodwillposten in der Bilanz haben, fallen künftig Aufwendungen in Milliardenhöhe weg - was unter dem Strich den Gewinn explodieren lässt. Unternehmen, deren Rechnungslegung sich an HGB oder IAS ausrichtet, drohen beim Gewinnausweis durch die neue Regel dagegen in Wettbewerbsnachteil zu geraten.“ 1
Es wird im Detail der Frage nachzugehen sein, welche Richtlinien für die Bilanzierung von Geschäfts- und Firmenwert im Rahmen der United States -Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) einschlägig sind und wie die aktuellen Änderungen die Rechnungslegung der Unternehmen im Allgemeinen und der deutschen Unternehmen im Speziellen beeinflussen. 2
1 Lückmann, R., Handelsblatt, Nr. 224 vom 20.11.2001, S. 16
2 vgl. Pellens, B. / Sellhorn, T., Der Betrieb, 2001, S. 715 zur Darstellung der Projektentwicklung
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2. Begriffsbestimmungen
2.1. Firmenwert
Der Firmenwert rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses der Adressaten externer Rechnungslegung. 3 Dabei ist zwischen der allgemeinbetriebswirtschaftlichen Definition und dem Firmenwert aus der Perspektive der Rechnungslegung zu unterscheiden. Unter ersterer Darstellung wird, vereinfacht ausgedrückt, der Wertzuschlag für den Ertragswert des Unternehmens „als Ganzes“ gegenüber dem Zeitwert seiner Bestandteile verstanden. 4 Bei der zweiten Perspektive wird von einer Residualgröße des Akquisitionspreises ausgegangen, die nach Verrechnung der
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten verbleibt. 5 Im Folgenden soll von der Perspektive der Rechnungslegung ausgegangen werden. Dabei muss eine weitere grundlegende Grenzlinie zwischen dem selbsterstellten bzw. originären Firmenwert und dem erworbenen bzw. derivativen Firmenwert gezogen werden, da abhängig davon die bilanzielle Behandlung erheblich differiert.
2.2. US-GAAP
Die US-GAAP sind die nationalen Rechnungslegungsstandards der Vereinigten Staaten von Amerika. Als Reaktion auf den Börsencrash von 1929 wurde mit der Securities Exchange Commission (SEC) eine unabhängige Bundesbehörde eingesetzt, die mit dem Recht zum Erlass von Ausführungsbestimmungen zur Rechnungslegung ausgestattet wurde. 6 In diesem Zusammenhang hat die SEC auch heute maßgeblichen Einfluss auf jene Unternehmen, die an einer der großen US-Börsen (u.a. NYSE, AMEX, NASDAQ) gehandelt werden. Die US-GAAP haben dabei, mit einzelnen lokalen Ausnahmen (z. B. Kalifornien), keine unmittelbare Bindung Kraft Gesetzes für die Unternehmen in den USA. Um allerdings an einer der oben genannten Börsen notiert werden zu können, bedarf es der Anwendung der entsprechenden Vorschriften. Die SEC hat dabei im Zeitverlauf an verschiedene Organisationen die Aufgabe der Erstellung von
3 vgl. Lachnit, L. / Ammann, H., u.a., Die Wirtschaftsprüfung; 1999; S. 677 ff
4 vgl. Sellmann, T., Der Betrieb, 2000, S. 885
5 vgl. u.a. Ballwieser, W. in: Busse von Colbe, W. / Pellens, B. (Hrsg.); Lexikon des Rechnungswesens, 4. Auflage,
München, 1998, S. 283
6 vgl. Schildbach, T., US-GAAP, 2. Auflage, München, 2002, S. 6 f
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Rechnungslegungsvorschriften übertragen. Seit 1973 nimmt das Financial Accounting Standards Board (FASB) diese Funktion wahr. Mit Hilfe eines komplexen Prozesses 7 werden vom FASB sogenannte Statements of Financial Accounting Standards (SFAS) veröffentlicht. Im Rahmen des „House of GAAP“ 8 , einer systematischen Darstellung bisher bestehender
Rechnungslegungsnormen, werden die SFAS u.a. zusammen mit FASB Interpretations (FIN) und den noch gültigen Opinions des Accounting Principles Board (APB) als verpflichtende Bestandteile der US-GAAP bezeichnet.
3. Entstehung des Firmenwertes nach US-GAAP
Im Rahmen der meisten Firmenzusammenschlüsse wird für fremde Geschäftsanteile ein Kaufpreis in Form von Finanzmitteln (cash-for-stocks) oder dem Gegenwert eigener Anteile (stocks-for-stocks) hingegeben, der häufig weit über dem Anteil an den Netto-Substanzwerten der übernommenen Vermögenswerte liegt. Das gleiche gilt auch für den Erwerb einer Geschäftseinheit (asset deal). Dies impliziert aber bereits die, auch in der Neuregelung der US-GAAP fortgeführte, verbreitete Auffassung 9 , dass sich der für den Mehrwert verantwortliche originäre Goodwill erst durch eine reale Markttransaktion manifestiert und auch erst dann bilanzierungsfähig und bilanzierungspflichtig wird. Dies wird nicht mit bilanztheoretischen Aspekten, sondern überwiegend mit Messproblemen bei der Bewertung des selbsterschaffenen Firmenwertes begründet. 10 Obgleich das für eine Bilanzierung als Vermögensgegenstand konstituierende Merkmal der Nutzenzuordnung und Bewertung beim Goodwill grundsätzlich in Frage steht, ist bei erworbenem Goodwill indirekt zumindest ein Marktpreis ermittelbar und damit ein Bilanzansatz zu rechtfertigen. 11
Die Höhe des zu bilanzierenden Firmenwertes wird entscheidend von der beim Zusammenschluss anzuwendenden Bilanzierungsmethode bestimmt. Diese bezieht sich auf das für alle Mehrheitsbeteiligungen (majority owned
7 vgl. Haller, A., Die Grundlagen der externen Rechnungslegung in den USA, 1. Auflage, Stuttgart, 1989, S. 43
8 in: KPMG, Rechnungslegung nach US-amerikanischen Grundsätzen, Düsseldorf, 1999, S. 3
9 vgl. SFAS 142 § 10
10 vgl. Zimmermann, J., Der Betrieb, 2002, S. 387 f
11 vgl. Hitz, J. M. / Kuhner, C., Die Wirtschaftsprüfung, 2002, S. 275
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Dirk Dillinger, 2003, Die bilanzielle Behandlung eines Geschäfts- oder Firmenwerts nach US-GAAP, München, GRIN Verlag GmbH
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Firmenwert nach IAS/IFRS und HGB im Vergleich
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