Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 2
2. Was ist eigentlich Erziehung? 2
2.1 Erziehungsziele 3
2.2 Erziehungsstile 3
3. Die antiautoritäre Erziehung’? 6
3.1 Wie kam es zur antiautoritären Erziehung’? 7
3.2 Was ist nun antiautoritäre Erziehung’? 7
4. Contra Erziehung: die Antipädagogik’ 9
5. Schlussbemerkung 11
6. Literaturverzeichnis 13
Internetquellen
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1. Einleitung
In unserer heutigen Gesellschaft kann man sich vor Erziehungsratgebern kaum retten. Sucht man nach Literatur zu diesem Thema findet man unzählige Zeitschriften, Bücher und Internetseiten. Selbst im Fernsehen kann man sich anschauen, wie die sogenannte „Super Nanny“ aus kleinen verzogenen Kindern kleine Engel macht. Der Begriff ‚Erziehung’ boomt in der heutigen Zeit wie schon lange nicht mehr, nachdem dieser Ende der 60er Jahre von Studentenbewegungen stark kritisiert wurde. Trotz sämtlicher Lehrwerke und Ratgeber zu dem Erziehungsstil der antiautoritären Erziehung überwiegen noch immer die Vorurteile gegenüber diesem Erziehungsstil, denn viele denken, dass antiautoritäre Erziehung bedeutet, dass Kinder machen dürfen was sie wollen, ohne jegliche Konsequenzen für ihr Verhalten tragen zu müssen. Um diesen Vorurteilen zu begegnen, soll diese Hausarbeit über Erziehung und Erziehungsstile einen Überblick verschaffen und den schlechten Ruf versuchen zu beseitigen.
2. Was ist eigentlich Erziehung?
Bevor im weiteren Verlauf der Arbeit auf die unterschiedlichen Erziehungsstile und speziell auf die antiautoritäre Erziehung eingegangen wird, soll an dieser Stelle erst einmal der Begriff der Erziehung im allgemeinen geklärt und definiert werden. Liest man in einem Lexikon den Erziehungsbegriff nach, heißt es hier: „Die Überlieferung von Normen und Verhaltensvorschriften einer Gesellschaft an die folgende Generation. […].“ (www.sociologicus.de )
In einem anderen Lexikon heißt es: „Die mehr oder weniger zielgerichtete Etablierung erwünschter Verhaltensweisen, Werten und Normen bei Kindern und Jugendlichen und damit verbunden das Setzen von Grenzen. Ziel der Erziehung ist es, ihnen ihren Platz in sozialen Gruppen zuzuweisen und später, um sie an das Überleben in der Gesellschaft anzupassen. Entscheidend ist, dass Erziehung immer nur im sozialen Kontext stattfinden kann und anders als Bildung ausschließlich für die Orientierung im sozialen Umfeld nützlich ist. […].“ (www.wikipedia.de)
Egal wo man sucht und nachliest, der Begriff der Erziehung wird so vielfältig definiert, wie vielleicht kein anderer.
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In der Pädagogik versteht man unter Erziehung das absichtliche Ausnutzen von Lernmöglichkeiten. Der Erziehende macht sich vorher bewusst, was er erreichen möchte und geht dann bewusst, geplant und zielgerichtet vor. Er überlegt sich die Erziehungsziele und richtet dann die geeigneten Methoden danach aus. Bei diesem Vorgang handelt es sich immer um eine Interaktion zwischen dem Erziehenden und des Zu-Erziehenden, wobei ein Vertrauensverhältnis und eine gewisse Autorität die Basis für das Gelingen von Erziehung ist.
2.1 Erziehungsziele
Wie unterschiedlich die Erziehungsziele Anfang der 60er Jahre waren und sie in der heutigen Zeit sind, zeigt eine Studie von Kemmler und Heckhausen (1959) 1 bei Müttern von 6 jährigen Jungen.
Damals rangierten auf den vorderen Plätzen folgende Ziele: 1. Gehorsam, 2. Ehrlichkeit, 3. gutes Lernen/Schulleistungen, 4. Ordnung, 5. Hilfsbereitschaft, 6. Reinlichkeit, 7. Verträglichkeit, 8. gute Manieren, 9. Höflichkeit und 10. Fehlen von Oppositionsgeist. Erst auf Platz 21. landete damals Selbstständigkeit, was heutzutage auf den vordersten Plätzen rangiert.
2.2 Erziehungsstile
Unter Erziehungsstil versteht man ein Bündel von auf Erziehung bezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen, also Methoden, Grundsätze und den theoretischen Hintergrund nach denen man eine Erziehung aufbaut. Die Erziehungsstilforschung begann in den 30er Jahren in den USA, jedoch nicht an Eltern, sondern an Jugendleitern. Gängige Begriffe, die einen Erziehungsstil beschreiben, sind z.B. „demokratisch“ oder „autoritär“. Der autoritäre oder der demokratische Erzieher kann durchaus die gleichen Ziele haben, z.B. ein selbstständiges und glückliches Kind. Beide Parteien jedoch haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie die Ziele erreichen können und welche Erziehungsmittel sie einsetzen wollen.
Während der demokratische Erzieher nach Kompromissen suchen wird und eine partnerschaftliche Interaktion versucht, sind beim autoritären Erzieher Befehle und Drohungen häufig.
Heutzutage unterscheidet man zwischen sieben verschieden Erziehungsstilen, wobei man hier nochmals drei Hauptstile hervorhebt (kursiv geschrieben).
Die sieben Erziehungsstile sind der autokratische, der autoritäre, der demokratische, der egalitäre, der permissive, der laissez-faire und der negierende Stil. Alle Stile unterscheiden sich durch ein gewisses Maß an Verantwortung und Eigeninitiative, die den Kindern zuteil werden aber auch durch den Grad an Autorität, den Eltern auf das Kind ausüben (dieser kann von regelrechter Unterdrückung bis zur Gleichgültigkeit reichen).
Auffallend ist auch, das der Stil der sogenannten „antiautoritären Erziehung“ innerhalb der oben genannten Stile nicht auftaucht, da doch genau dieser Stil unser Seminarinhalt war und kaum aus der Literatur über Erziehung wegzudenken ist. Dennoch soll im folgenden auf die oben genannten sieben Erziehungsstile eingegangen werden.
a) Der autokratische Erziehungsstil
Beim autokratischen Erziehungsstil nimmt man an, dass es notwendig ist, Autorität gegenüber den Kindern auszuüben. Aus diesem Grund wird die Eigeninitiative der Kinder unterdrückt und ihre kindliche Meinung interessiert nicht.
b) Der autoritäre Erziehungsstil
Der autoritäre Stil setzt stark auf die Erziehungsmittel Belohnung und Bestrafung, vermittelt aber meist Sicherheit. Erwartungsgemäß werden kaum demokratische Erziehungsmaßnahmen legitimiert. Eltern üben dementsprechend eine starke Kontrolle auf ihre Kinder aus.
Die Meinung der Kinder wird zwar akzeptiert, am Ende jedoch bestimmen weiterhin die Eltern.
Die Kinder haben nur wenig Möglichkeiten sich frei zu entfalten.
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Arbeit zitieren:
Dana Melzer, 2005, Antiautoritäre Erziehung, München, GRIN Verlag GmbH
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