Inhaltsangabe
1. Einleitung 1
2. Mobbing und Bullying 1
2.1 Der Begriff „Mobbing“ 2
2.2 Der Begriff „Bullying“ 2
3. Mobbing in der Schule 3
3.1 Woran erkennt man Mobbing innerhalb der Klasse? 4
3.2 Was verursacht Mobbing in der Schule? 5
3.2.1 Mehr Mobbing an Großstadtschulen ? 5
3.2.2 Mehr Mobbing durch große Schulen und Klassen ? 5
3.2.3 Mehr Mobbing durch starken Konkurrenzkampf ? 6
3.2.4 Mehr Mobbing bei äußerlichen Auffälligkeiten ? 6
3.3 Kennzeichen eines Täters. 7
3.4 Kennzeichen eines Opfers 8
3.5 Folgen von Mobbing 8
4. Schule ohne Mobbing. 9
4.1 Maßnahmen gegen Mobbing. 9
4.1.1 Was können Schulen tun? 9
4.1.1.1 Fragebogenerhebung 10
4.1.1.2 Pädagogischer Tag 10
4.1.1.3 Bessere Überwachung des Pausenhofs 10
4.1.1.4 Kontakttelefon. 11
4.1.1.5 Gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern. 11
4.1.2 Was können Lehrkräfte tun? 12
4.1.2.1 Klassenregeln gegen Gewalt 12
4.1.2.2 Lob 13
4.1.2.3 Strafen 13
4.1.2.4 Regelmäßige Klassengespräche 14
4.1.2.5 Unternehmungen im Klassenverband 14
4.1.2.6 (Einzel-) Gespräche mit den Tätern 14
4.1.2.7 (Einzel-) Gespräche mit den Opfern 15
4.1.2.8 Gespräch mit den Eltern 15
4.1.3 Was können Eltern tun? 16
4.1.3.1 Prävention durch Stärkung des Selbstwertgefühls 16
4.1.3.2 Emotionale Kompetenz entwickeln helfen 16
4.1.3.3 Kinder stärken durch Geborgenheit 17
4.1.3.4 Aktiv im Spiel die Welt gestalten 17
4.1.3.5 Schutz durch sichere Bindung. 18
5. Fazit. 18
6. Literaturverzeichnis 20
1. Einleitung
Man fand ihn in einem Berliner Hotelzimmer. Selbstmord durch Medikamente. Der 21jährige Berufsschüler hatte einfach keinen anderen Ausweg mehr gesehen. Was sich wie der Auftakt zu einem Kriminalroman liest öffnet in Wahrheit das Tor zu einem Phänomen, welches weltweit vielen Menschen das Leben schwer macht. Die Rede ist von gezieltem Mobbing und Bullying. Wenn man zurückblickt, dann hat es Mobbing eigentlich schon immer gegeben. In den letzten Jahren sehen sich aber auch immer öfter Schüler und Pädagogen an deutschen Schulen mit diesem sehr ernst zu nehmenden Problem konfrontiert. Wie sich aus Aufzeichnungen des Berliner Schülers im Nachhinein herausstellte hatte dieser immens unter Mobbing an seiner Schule gelitten. Das sich ein Schüler deswegen umbringt ist zum Glück noch immer die Ausnahme, doch was genau geschieht beim Mobbing innerhalb einer Klassengemeinschaft? Wie müssen Schüler miteinander umgehen, dass einige von ihnen schwere psychische Probleme entwickeln? Was lässt einige zu Opfern und andere zu Tätern werden?
Die vorliegende Hausarbeit soll diese Fragen aufnehmen und sich mit der Thematik tiefergehend beschäftigen. Dabei soll es keineswegs alleiniges Ziel sein, dem Leser die Begriffe Mobbing und Bullying durch sinnvolle Definitionen näher zu bringen, sondern vielmehr sollen im Folgenden auch gezielt Präventionsmöglichkeiten und Maßnahmen gegen Mobbing in der Schule detailliert aufgezeigt werden. Unglücklicherweise ist es immer noch so, dass in vielen Fällen die Kinder ihr Problem aus Scham und Angst verschweigen und die Eltern somit erst sehr spät davon erfahren. Zudem sind Lehrkräfte mit der Thematik zum Teil noch überfordert und können nicht in geeigneter Weise darauf reagieren. In diesem Zusammenhang soll somit auch die Rolle der Eltern und der Lehrkräfte sehr genau eruiert werden. Am Ende der Hausarbeit soll dann abschliessend die Frage geklärt werden, ob es möglich sein kann ein mobbingfreies Schulumfeld zu gestalten und mit pädagogischen Mitteln aufrecht zu halten.
2. Mobbing und Bullying
Für den weiteren Verlauf der Hausarbeit sollte man sich darüber im Klaren sein, was sich überhaupt hinter den allgemeinen Begriffen Mobbing und Bullying verbirgt. Deshalb sollen hier zu Beginn der Hausarbeit dem Leser möglichst genaue Definitonen dieser Phönomene an die Hand gegeben werden werden.
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2.1 Der Begriff „Mobbing“
Wenn man sich mit der Fachliteratur zu diesem Thema beschäftigt, dann wird jedoch recht schnell ersichtlich, dass es für Mobbing nicht „die“ allgemeingültige Definition gibt. „Der Begriff Mobbing kommt von engl. ‚to mob’ = schikanieren, anpöbeln“ (Gebauer 2005, S.29). Kern des Mobbings ist folglich eine feindselige Handlung gegenüber einer anderen Person. „Ursprünglich wurde der Begriff in der Verhaltensforschung von Konrad Lorenz verwendet, um damit ein bestimmtes Tierverhalten zu kennzeichnen: Tiere rotten sich zusammen , um einen gemeinsamen Feind abzuwehren“ (Kasper 1998, S.21). Im heutigen Sprachgebrauch wird das Wort jedoch sehr oft für sämtliche Formen von konfliktbeladenen Situationen verwendet. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass Mobbing zu einer Art Modewort geworden ist. Aus wissenschaftlicher Sicht kommt folgende umfangreiche Definition dem Phänomen Mobbing sehr nahe.
Jemand wird gemobbt, wenn er über einen längeren Zeitraum wiederholt negativen Handlungen anderer Personen ausgesetzt ist. Zu diesen negativen Handlungen zählen unter anderem Ausgrenzungen, Schikanen und Belästigungen sowie Beleidigungen. In Mobbing-Fällen existiert daher immer eine Täter-Opfer-Beziehung. Obwohl Schikanen der psychischen Gewalt zugeordnet werden, können sie systematisch und fortwährend eingesetzt auch körperliche Gewalt erzeugen und einen Mobbing-Prozess einleiten. Man spricht von Mobbing, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
• Ein Konflikt läuft in immer ähnlicher Art und Weise ab.
• Es sind zwei Parteien beteiligt, in der eine Partei unterlegen ist.
• Es handelt sich um wiederholte und wiederkehrende (wöchentliche oder tägliche) Angriffe.
• Das Geschehen erstreckt sich über einen längeren Zeitraum (meist mehrere Monate).
• Das Opfer ist handlungsunfähig und kann sich nicht mehr allein aus dieser Situation befreien (Sign-project 2007/08, Online Dokument).
Was eine einheitliche Definition von Mobbing zusätzlich erschwert ist die Tatsache, dass der Begriff nicht in allen Ländern verwendet wird. Im angelsächsischen Sprachraum ist Mobbing weitestgehend unbekannt. Hier ist in diesem Zusammenhang von Bullying die Rede. Im Folgenden soll hier deshalb geklärt werden, was sich hinter Bullying verbirgt und inwieweit dies sich von Mobbing unterscheidet.
2.2 Der Begriff „Bullying“
Im Prinzip kann man unter Bullying eine Erweiterung des Mobbing Begriffs verstehen.
Dieser Begriff umfasst nicht nur oben aufgeführtes sondern schließt auch tyrannisches Verhalten mit ein. Aus diesem Grund wird teilweise zwischen ‚Bullying’ und ‚Mobbing’ unterschieden.
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Der Begriff ‚Bullying’ leitet sich von dem Englischen Wort ‚bully’ ab und bedeutet soviel wie brutaler Mensch, Tyrann oder Despot. Im Gegensatz zu Mobbing wird bei unfairen Bullying-Attacken weniger die Gruppe, als vielmehr ein einzelner Täter festgemacht. Bullying beschreibt demnach unfaire Attacken durch Einzelne, die besonders grob und rücksichtslos gegenüber ihrem Opfer sind. Ziel solcher Attacken ist die Terrorisierung, Einschüchterung und letztendlich die Vertreibung oder Vernichtung des Opfers (Sign-project 2007/08, Online Dokument).
Auch wenn an dieser Stelle abschliessend festgehalten werden muss, dass sich die Begriffe nicht so leicht wie vermutet erfassen lassen, so zeigen die angeführten Definitionen doch schon sehr deutlich wie ernst man diese feindseligen Handlungen unbedingt nehmen sollte. Gerade was den schulischen Kontext mit seinen immer komplexeren Klassengemeinschaften angeht, liegt es auf der Hand, dass Mobbing ein echtes Problem darstellen kann. Da in dieser Hausarbeit der eindeutige Schwerpunkt auf das Mobbing in der Schule gelegt werden soll, beschäftigen sich die nächsten Punkte eingehender mit der Analyse des Mobbings in diesem speziellen Umfeld.
3. Mobbing in der Schule
Berichte über Mobbingsituationen an deutschen Schulen haben in der jüngsten Vergangenheit immer wieder zu kontroversen Diskussionen geführt. Dabei ist das Phänomen Mobbing durch einige extreme Fälle in den verstärkten Fokus der Öffentlichkeit geraten. „Viele Fragen stehen unbeantwortet im Raum. Verfügen Lehrerinnen und Lehrer über die erforderlichen Qualifikationen, um solche Situationen wahrzunehmen, zu thematisieren und erfolgreich zu bearbeiten“(Gebauer 2005, S. 28)? Nicht wenige sehen die Beantwortung dieser Frage eher skeptisch und sind der Meinung, dass die Probleme mittlerweile nicht mehr mit rein pädagogischen Maßnahmen gelöst werden können. Um diese Frage zu beantworten ist es jedoch zunächst wichtig sich zu vergegenwärtigen was Mobbing im schulischen Umfeld ausmacht. „Mobbing in der Schule ist ein aggressiver Akt und bedeutet, dass ein Schüler oder eine Schülerin über einen längeren Zeitraum (z. B. ein halbes Jahr) von Mitschülern belästigt und/oder ausgegrenzt wird“ (Gebauer 2005, S.29). Darüber hinaus ist sich die Fachliteratur einig, dass Mobbingprozesse weitestgehend verdeckt ablaufen. Für das Erkennen von Mobbing in der Schule ist es somit von entscheidender Bedeutung, dass die von Tätern und Opfern ausgesandten Signale erkannt und verstanden werden.
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Arbeit zitieren:
Jan-Christoph Allermann, 2008, Mobbing und Bullying in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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