Abstract
Seit einigen Jahren unterliegt das Internet einem Wandel zum Massenmedium. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Web Applikationen geschaffen, die sowohl Kommunikation als auch Kollaboration der Menschen unterstützen. Diese Kategorie von Anwendungen werden gemeinhin als c^}]o^}(ÁÌ]ZvXhvv]îXìwird ]]}vÀ}vc^}]o^}(Á in ein geschäftliches Umfeld verstanden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie erstrebenswert es für ein Unternehmen ist den tvo Z]v ̵u cv] îXì^ ̵ À}ooÌ]ZvX ] Á] v} µ( ] ^ZÁ]]Pl]vU o
auch auf die dauerhaften Vorteile eingegangen. Um den praktischen Nutzen dieser Arbeit zu vali- ]vUÁv]v]P]]oµhvvZuvPvvvU]lµooc^}]o^}(Á^]vt- zenund damit sich und ihre Produkte/Dienstleistungen verbessern. Es wurden bewusst Unternehmen gewählt, die in ganz unterschiedlichen Branchen tätig sind, um den universellen Charak- ]v cv] îXì^ <µoµ ZµÌµoovX Zur einfacheren Beurteilung der Problematik wurde eine gründliche SWOT-Analyse durchgeführt, die schnell einen Überblick über die Thematik ermöglicht.
Da sich dieser Prozess häufig auch auf die Organisationsstrukturen von Unternehmen auswirkt, ist er schwer oder gar nicht reversibel. Aus diesem Grunde ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit eine kritische Reflexion º dZu cv] îXì^ µv sµZ ]v W}Pv} º zukünftige Entwicklungen abzugeben.
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Inhaltsverzeichnis
1 Social Software 4
1.1 Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0 4
1.2 Gängige Ausprägungen des Web 2.0 5
1.2.1 Blogs 5
1.2.2 Social Bookmarking 5
1.2.3 Internetforen 5
1.2.4 Wikis 5
1.2.5 Social Networks 5
1.2.6 Podcasts 6
1.3 Evolution oder Revolution 6
1.4 Was ist Social Software? 6
1.5 Gefahren von Social Software 7
2 Der Weg zum Enterprise 2.0 8
2.1 Entstehung und Bedeutung 8
2.2 Vorraussetzungen 8
2.3 Kosten 9
2.4 Prozessualer Nutzen 9
2.4.1 Offene Schnittstellen in vor- und nachgelagerten Prozessen 9
2.4.2 Fallbeispiel 7-Principles 10
2.4.3 Open Innovation 11
2.4.3.1 Fallbeispiel Nubert 11
2.4.3.2 Fallbeispiel Kite Surfing Community 11
2.4.3.3 Fallbeispiel Lego 12
2.4.4 Höhere Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber 12
2.4.5 Beispiele für Social Software im Business-Alltag 12
2.5 Auswirkungen auf die Organisationsstruktur 13
2.5.1 Selbstorganisation 13
2.5.2 Flache Hierachien 14
2.6 Eine SWOT Analyse für Social Software im Unternehmenseinsatz 15
3 Beurteilung 17
3.1 Fazit 17
3.2 Ausblick 19
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Social Software
1 Social Software
1.1 Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0
cWeb 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space, and I think Web 2.0 is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means. If Web 2.0 for you is blogs and wikis, then that is people to people. But that was what the Web was supposed to be all along^ [3]. So lautete die Antwort von Sir Timothy Berners-Lee, dem Vater des Internets, auf die Frage, Á(º]ZvtîXìµXP]((vuuo}µPZÇÀ}vcK[Z]ooÇD]^ µv]P>]vÀ}vcD]>]À^U]îììðµ(^µZvZ]vuvn Namen für eine
Konferenz waren, in der es um den Umgang der Menschen mit dem Medium Internet gehen soll- XW}µoÁµP]((ctîXì^µZd]uK[Z]ooÇUu]]vuµZctZ]t îXì^ÀµZvP](((̵uZvX/utvo]ZvÀZKZZ]ooǵvtîXì
den Wandel des Internets hin zu einer Plattform und der Notwendigkeit sich diese Plattform nutzbar zu machen. 1 µ<}vl]]µvPvvvK[Z]ooÇ]vDluoU](º]Zvct îXì^µuZvXµvÁ]Z]PvÌählen 2 :
S cdZtWo(}u^WcDas Web stellt die zentrale Informations- und Kommunikations-plattform dar, die das Erstellen von Anwendungen und Inhalten erlaubt, welche mittels of- (v^vYo]]Pµv]vv]vP]- undmiteinander vernetzbar sind.^ 3 S c,v]vP}oo]À/voo]Pv^W]vl}ool]À/voo]PvÌZ]u&}lµvÁn- µvPvX]Á]µZoct]}u}(}Á^Ì]ZvX S c^}(Á}ÀZ>Ào}(^]vPoÀ]^WovPÁvv]ZvµWvPe- hen,sondern auch eine neue mobile Generation von Geräten, wie z.B. Handys. S cZ]ZhÆ]v^W]vµÌ}(oZvÁ]vvPo]Zv<}u(}Á]PvPi- geDesktop Applikationen auf.
Diese Merkmale sind eher eine notwendige als eine hinreichende BedingungUµuctîXì^ zu beschreiben. Ohne den Wandel des Menschen als Informationskonsument hin zum Informationsproduzenten 4 UZvo]Z]vµµucµu(^tl̵PX Dieser Prozess soll hauptsächlich durch Interaktion und Kooperation der Menschen, also kollaborativ, geschehen.
1 Vgl. [4] Web 2.0 Compact Definition: Try Again
2 Vgl. [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 t S. 129
3 [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 t S. 129
4 Vgl. [6] Web 2.0: Is it just hype? Seminar Praxis Informationsmanagement Seite 4 von 22
Social Software
1.2 Gängige Ausprägungen des Web 2.0
1.2.1 Blogs
Bei Weblogs, kurz Blogs, handelt es sich um einfache Content Management Systeme. Sie werden ]vZPoÀ}vvµ]vW}v]vZoo]Zlµo]]Uu}Pvvvvco}PP^Xo}gs erheben meist den Anspruch eines Tagebuchs oder eines Journals, das sich mit einem spezifischen Thema auseinandersetzt. Durch die Möglichkeit Beiträge des Bloggers zu kommentieren, entstehen öffentlich geführte Diskussionen. Die inhaltliche Qualität dieser Blogs ist stark schwankend, da sie in aller Regel keiner Kontrolle unterliegt. Das Telemediengesetz 5 beinhaltet unter anderem, dass Betreiber von Blogs für ihre Inhalte haften und Blogger denselben Status wie Journalisten erhalten. Dennoch ist es fraglich, ob dadurch Blogs eine vergleichbare Qualität wie z.B. ein Zeitungsartikel erhalten. Die Gesamtheit aller Blogs wird als Blogosphäre bezeichnet.
1.2.2 Social Bookmarking
Social-Bookmarking-Systeme dienen der Kategorisierung und Erfassung von Bookmarks (Lesezeichen), die in einem Browser abgespeichert wurden. Die Bookmarks werden bewusst veröffentlicht und das System versucht andere registrierte Benutzer zu finden, die die gleichen oder ähnlichen Interessen teilen. Dadurch können dem einzelnen Benutzer potentiell interessante neue Links vorgeschlagen werden, die sich noch nicht in seinen Bookmarks befinden.
1.2.3 Internetforen
Bei (Internet-)Foren handelt es sich um virtuelle Treffpunkte, in denen sich häufig eine große Anzahl von Benutzern trifft, um Erfahrungen, Meinungen und Gedanken auszutauschen. Am häufigsten werden Foren zu Supportzwecken eingesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Foren meist in mehrere Unterforen gegliedert. Ein registrierter Benutzer kann in einem Teilbereich des Forums einen neuen Beitrag (Thread) schreiben, der dann von anderen Benutzern gelesen und gegebenenfalls beantwortet wird.
1.2.4 Wikis
Wikis dienen zum Aufbau einer Wissensbasis. Der Inhalt eines Wikis kann nicht nur gelesen werden, sondern auch beliebig von seinen Nutzern verändert werden. Das wohl bekannteste Wiki ist Wikipedia, die schon häufig in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert wurde, da ihre Inhalte oft fragwürdig waren oder absichtlich gefälscht wurden. In kleinerem Rahmen werden Wikis häufig von einer Gruppe projektbezogen gepflegt, was zum einem der Protokollierung als auch der schriftlichen Fixierung von Wissen dient. In solchen Fällen wird nicht anonym auf dem Wiki gearbeitet, sodass die Inhalte selten einer inhaltlichen Kontrolle unterliegen müssen.
1.2.5 Social Networks
Social Networks sind Plattformen, die es erlauben virtuell Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Sie heben sich gegenüber der herkömmlichen E-Mail Kommunikation ab, da sie zum einem ge- 5 Tratam 26.02.2007 ist in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Seminar Praxis Informationsmanagement Seite 5 von 22
Social Software
zielt die Suche nach Personen erlauben und zum anderen die erstellbaren Profile in einem Social Network sehr stark personalisierbar sind. Die Art der Beziehung in einem solchen Netzwerk kann sowohl privat als auch geschäftlich sein. Die Kommunikation in einem Social Network geschieht gewöhnlich über proprietäre Protokolle, sodass eine Anbindung an andere Kommunikationssoftware, wie z.B. Microsoft Outlook, eher unüblich ist 6 . Im deutschsprachigen Raum seien hier vor allem StudiVZ und Wer-kennt-Wen als die aktuell größten Netzwerke genannt.
1.2.6 Podcasts
Podcasts werden benutzt, um Video und Audio Dateien über das Internet zu verteilen. Dabei werden die Dateien nicht auf die Rechner heruntergeladen, sondern Podcasts liefern einen
c^u^X
1.3 Evolution oder Revolution
Die soeben vorgestellten neuen Arten der Kommunikation und unterschiedlichen Ansichten über das Web 2.0 werfen die Frage auf, ob es sich um einen evolutionären oder einen revolutionären Schritt handelt, den das Massenmedium Internet durchläuft 8 . Hierzu lässt sich eine schöne Analogie herausstellen 9 . Die ersten kabelgebundenen Telefone lassen sich nicht einfach o cWZ}v íXì^}cWZ}v~(}oo^Ì]ZvvUvµZvµo}do(}vµv,vÇ]v(Z
aus den Bedürfnissen der Menschen heraus von der Telekommunkationsindustrie geschaffen wurden. Diese Ansicht ist vor allem für den später vorgestellten Ansatz des Enterprise 2.0 interessant, da wir dort ebenso vor der Frage stehen werden, ob es sich beim Enterprise 2.0 nur um einen Trend handelt oder langfristiger Nutzen daraus generiert werden kann.
1.4 Was ist Social Software?
cAls Social Software werden Softwaresysteme bezeichnet, welche die menschliche Kommunikation und Kollaboration unterstützenX^ 10 Nach dieser weitgefassten Definition fallen fast alle 11 oben genannten Ausprägungen des Web 2.0 in die Kategorie Social Software. Dann müssten jedoch auch E-D]o <}uuµv]l]}v µv c/vv DP]vP^ o ^}]o ^}(Á Ì]Zv ÁvX Darum bedarf es einer Differenzierung des Begriffes, um spätere Unklarheiten zu vermeiden. So kann die Tätigkeit des Individuums ausschlaggebend; aus der sollen dann erst später neue Kontakte entstehen: cAusgehend von den eigenen Interessen hilft mir Social Software mit Personen, die gleichartige Vorlieben zu einem Thema haben, in Kontakt zu kommen.^ 12 Nimmt man dies als
6 Das Businessnetzwerk cy]vPX}u^oµÌXXv/u}À}v<}vlv]vD]}}(Kµo}}l
7 Siehe http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Service/RSS/RSSNewsfeed.html
8 Vgl. [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 t S. 131
9 Vgl. [6] Web 2.0: Is it just hype?
10 [7] Aktuelles Schlagwort / Social Software t S. 121
11 Podcasts können eigentlich nicht als Social Software angesehen werden, da die Kommunikation normalerweise nur in einer Richtung abläuft.
12 [8] Web 2.0: Social Software & E-Learning t S. 20 Seminar Praxis Informationsmanagement Seite 6 von 22
Arbeit zitieren:
Matthias Sebastian Erich Kaspar Görg, 2009, Das Enterprise 2.0 - Social Software in Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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