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Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung. Seite 2
B. Vergleich Caesars Germanenexkurs mit Tacitus´ Germania. Seite 3
C. Die Intention des Exkurses. Seite 4
D. Der Suebenexkurs IV, 1,3 - 3,4 im Vergleich mit dem Germanenexkurs. Seite 6
E. Die Interpolationsfrage und die Frage nach der Niederschrift. Seite 8
F. Zusammenfassung. Seite 10
G. Bibliographie. Seite 11
A. Einleitung
Caesars Germaneneexkurs im sechsten Buch des Bellum Gallicum, der neben einer
ausf ührlichen Beschreibung der germanischen Lebensgewohnheiten auch den Abschnitt über
den Hercynischen Wald und seiner Tierwelt beinhaltet, gehört wohl zu den umstrittensten
Abschnitten des BG, was die Interpolationsfrage betrifft. Vor allem die fabel-haft klingenden
Tierbeschreibungen passen nicht in das Bild des so nüchtern wirkenden Caesars.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob die betreffenden Stellen nachträglich interpoliert wurden,
oder wenn nicht, was Caesar damit bezwecken wollte.
Als Vergleichsmöglichkeit in bezug auf die Darstellungen bietet sich natürlich die Germania
von Tacitus an, die einzige uns vollständig erhaltene ethnographische Monographie, die circa
150 Jahre nach Caesar die germanischen mores beschreibt.
Die Absicht einer ethnographischen Beschreibung besteht darin, den Leser zu unterhalten und
ihm gleichzeitig das Land, seine Bewohner und deren Sitten bekannt, ja vertraut zu machen.
Und das geschieht meist mit einem Vergleich zum eigenen Land, der ein direkter Bezugs- und
Vergleichspunkt wird, und durch die interpretatio Romana (bzw. Graeca), die meist im
religi ösen Bereich die Dinge beim römischen Namen nennt (vergl. auch die Gleichsetzung der
verschiedenen Götter)
Warum gibt es zum Teil solch frappierende Unterschiede in der Darstellung der Germanen durch Tacitus und Caesar? Was wollte Caesar durch das Hinzufügen, beziehungsweise durch das Weglassen bestimmter Eigenschaften bei seinen Lesern bewirken? Im Folgenden werde ich Caesars Intention darlegen.
C. Die Intention des Exkurses
Zunächst einmal muß man die geschichtlichen Hintergründe um das sechste Buch des Bellum Gallicum betrachten: Während des Winters 55 v.Ch. brechen zwei germanische Stämme, die Usipeter und Tencterer, über den Rhein, weil sie von den Sueben aus ihrem Gebiet verdrängt worden sind. Es ist bezeichnend für die neue politische Situation, die das Ergebnis der drei Kriegsjahre ist, daß Caesar diese Germanenwanderung als Grenzverletzung sieht. Er antwortet nicht nur mit der Vernichtung der Germanen, sondern schließt daran noch den
Arbeit zitieren:
Somchai Areerasd, 1998, Zu: Caesars "Bellum Gallicum" - Der Germanenexkurs, München, GRIN Verlag GmbH
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