INHALTVERZEICHNIS
1 Einleitung 4
2 Rechtliche Grundlagen 5
2.1 Verordnungen und technische Richtlinien auf nationaler Ebene 5
2.1.1 Versorgung 5
2.1.2 Entsorgung 13
2.2 Verordnungen und technische Richtlinien auf regionaler Ebene 16
2.2.1 Region Shanghai 16
2.2.2 Region Qingdao 22
3 Statistische Datenerhebung von zwei ausgewählten Regionen 23
3.1 Nationale Statistik 23
3.2 Region Shanghai 25
3.3 Region Qingdao 29
4 Abwasserentsorgungs- und -behandlungssysteme 33
4.1 Komponenten der Abwasserentsorgung und -behandlung 33
4.2 Abwasserteilströme 35
4.2.1 Grauwasser 35
4.2.2 Gelbwasser 39
4.2.3 Braunwasser 40
4.2.4 Schwarzwasser 40
4.3 Zusammenstellung der Behandlungssysteme 41
4.3.1 Belebungsverfahren 41
4.3.2 Bewachsene Bodenfilter 43
4.3.3 SBR-Verfahren 46
4.3.4 Biofilmverfahren 48
4.3.5 Biofilter 51
4.3.6 Membranbelebungsverfahren 53
4.3.7 Anaerobe Verfahrenssystem-Biogasanlage mit BHKW 56
4.3.8 Übersicht der Bemessungskennzahlen 58
5 Bewertungssystem 60
5.1 Aufbau/Erläuterung des Bewertungssystems 60
5.2 Bewertungsverfahren 67
5.3 Analyse und Feststellung des Kriterienkatalogs 70
6 Auswertung der ausgewählten, technischen Konzepte 75
6.1 Technische Konzepte in Shanghai 77
6.1.1 Randbedingungen 77
6.1.2 Erläuterung der technischen Systemkonzepte 80
2
6.1.3 Auswertung der Systemkonzepte 1 und 2, Shanghai··············································89
6.2 Technische Konzepte in Qingdao············································································91 6.2.1 Randbedingungen ···································································································91 6.2.2 Erläuterung der technischen Systemkonzepte ························································94
6.2.3 Auswertung Systemkonzepte 1 und 2, Qingdao····················································106
7 Fazit·······················································································································109
1 Einleitung
Wegen der raschen Städteentwicklung in China kann Abwasserentsorgung und -behandlung mit dem Stadtwachstum nicht mithalten. Zentrale Entwässerungssysteme und Behandlungsanlagen sind relativ unflexibel bezüglich schneller Veränderungen von Einzugsgebieten. Es besteht durchaus auch kaum die Möglichkeit, das Wasser in den Kreislauf wieder einzuführen.
Um einer verstänkerten Gewässer- und Umweltverschmutzung und der Übernutzung vorhandener Grundwasserressourcen entgegenzuwirken, sind für Megacities alternative Systeme der Abwasserentsorgung, -behandlung und Brauchwasserver-sorgung zu entwickeln.
Im Rahmen der Masterarbeit soll der derzeitige Stand der Abwasserentsorgung und Abwasserbehandlung in zwei Beispielregionen Chinas, Shanghai und Qingdao, beschrieben werden und alternative technische Lösungsmöglichkeiten herausgearbeitet und ausgewertet werden.
Zuerst werden in dieser Arbeit die rechtlichen Grundlagen beschrieben. Die wichtigsten technischen Standards, Grenzwerte und Gesetze, z. B. Trinkwasserqualität und -mengen, Einleitungsklasse des Abwassers, einzuhaltende Grenzwerte bei der Abwasserableitung, Brauchwasserqualität, Brauchwasserversorgung sowie vorhandene, regionale Verwaltungsvorschriften werden hier aufgezeigt.
Des weiteren werden die statistischen Daten seit ca. 5 Jahren, im Besonderen von zwei Beispielregionen erhoben. Die Daten bestehen hauptsächlich aus allgemeinen Bevölkerungsstatistiken, Daten über Trinkwasserverbrauch, Verteilung von Trinkwasserverbrauch, Abwassermengen, -behandlungsgrad und -zusammensetzungen.
Als Nächstes werden Techniken über Abwasserentsorgungs- und -behandlungssysteme zusammengestellt. Wenn die deutschen und chinesischen Bemessungswerte vorhanden sind, werden sie gegenseitig dargestellt.
Um später die ausgewählten Systemkonzepte auszuwerten, soll ein Bewertungssystem aufgebaut werden. Das Bewertungssystem soll ein mögliches Systemkonzepte unter verschiedenen Aspekten, wie Ökonomie, Ökologie, soziale Aspekte, sowie Umweltfreundlichkeit bewerten. Durch die Hasse-Diagramm Technik (HDT), die als grundsätzliches Bewertungsverfahren dient, und durch das Promethee-Verfahren, das als weitergehender Bewertungsschritt für die HDT dient, werden die Konzepte gegenübergestellt und ausgewertet.
Auf der gegebenen Basis werden für die Beispielregionen jeweils zwei technische Lösungssysteme zur Abwasserentsorgungs- und -behandlung in Beispielregionen dargestellt. Mit dem zuvor entwickelten Bewertungssystem werden die technischen Lösungen verglichen, um die unter gegebenen Randbedingungen bessere Alternative auszuwählen.
Als Anhänge werden alle aus Gesetzen entnommenen Tabellen, die in der Arbeit lediglich mit wichtigen Teilen dargestellt werden, komplett dargestellt.
2 Rechtliche Grundlagen
In diesem Kapitel werden rechtliche Grundlagen bezüglich Wasserversorgung, Brauchwasserversorgung und Abwasserentsorgung dargestellt. Da sich in China regionale Betriebe meistens nach nationalen, technischen Standards richten sollen, werden zuerst Gesetze, Richtlinien und technische Standards auf nationaler Ebene vorgestellt. Die festgelegten Grenzwerte sind lediglich teilweise aufgelistet. Die kompletten zugehörigen Darstellungen sind in den Anhängen entnommen. Außerdem werden die wichtigsten, regionalen Verwaltungsvorschriften über Wasserver-sorgung, Brauchwasserversorgung und Abwasserentsorgung vorgestellt.
Da die Qualität des Trinkwassers ein sehr wichtiger Teil der Trinkwasserversorgung ist, wird zuerst der „Standard für Trinkwasserqualität“ vorgestellt. In China wird der Planungswert für den Trinkwasserverbrauch von Seite der Behörden festgelegt. Aufgrund offizieller Festlegungen des häuslichen Trinkwasserverbrauchs, wird die definierte Verbrauchsmenge berücksichtigt. Weil im Rahmen der Masterarbeit verschiedene Systeme der Abwasserentsorgung und Behandlungssystem zu entwickeln und zu vergleichen sind, ist es wichtig, Kenntnis über den Trinkwasserverbrauch in allgemeinen Haushalten zu haben. Daher werden anschließend der „Standard für häuslichen Trinkwasserverbrauch“ vorgestellt. Um das behandelte Abwasser als Brauchwasser im Haushalt wieder zu nutzen, ist es wichtig, die Quali-tätsanforderungen zu kennen, da das Brauchwasser in unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens verwendet wird. Im „Standard für Brauchwasserwiederverwendung im Gebäude“, „Standards der Wasserqualität für die landschaftliche Bewässerung“ und „Standard für Abwasserwiederverwendung“ werden die Qualitäts-anforderungen an die Brauchwassernutzung festgelegt.
2.1 Verordnungen und technische Richtlinien auf nationaler Ebene
2.1.1 Versorgung
Einer der wichtigsten, technischen Standards für die Versorgung ist der „Standard für Trinkwasserqualität“ [GB 5749-85]. Es werden die Parameter festgelegt, die für menschliche Gesundheit bedeutsam sind. In der folgenden Tabelle 2-1 sind einige allgemeine Parameter für die Trinkwasserqualität und deren einzuhaltenden Grenzwerte, wie allgemeine physikalische und chemische Parameter, die die Haupteigenschaften von Trinkwasser darstellen, gegeben. Die mikrobiologischen Parameter sind wichtige Indikatoren für die menschliche Gesundheit. Die komplette Tabelle aus dem Standard über die vollständigen Überwachungsparameter der Trinkwasserqualität ist im Anhang 1 nachzuschlagen.
Tabelle 2-1: wichtige Parameter der Trinkwasserqualität, [GB 5749-2006]
Weiteres ist in den „Standard für häuslichen Trinkwasserverbrauch“ [GB/T 50331-2002] geregelt. Da China sehr großräumig ist, sind die örtlichen Gegebenheiten aufgrund von Klimas, Ökonomie, Geologie sowie Gewohnheiten usw., in verschiedenen Regionen oft sehr unterschiedlich. Diese wirken sich wesentlich auf den Trinkwasserverbrauch aus. Daher wird China in sechs Regionsgruppen gemäß „Standard für Klimagliederungen im Bau“ [GB 50178-93] mit Berücksichtigung von geologischen Faktoren unterschieden. Die in einer gleichen Gruppe sich befindlichen Städte und Provinzen sollen auf einem ähnlichen Niveau bezüglich Ökonomie, Klima und Niederschlagmenge sein [G 2]. Der Planungsrichtwert des häuslichen Trinkwasserverbrauchs gemäß [GB/T 50331-2002] in der Region Shanghai, die sich in der Regionsgruppe III befindet, ist 120-180 l/(E·d), in der Region Qingdao, die sich in der Regionsgruppe II befindet ist er 85-140 l/(E·d). Sind als Sanitäreinrichtungen der betroffenen Städten und Provinzen nur Wasserhähne in Haushalten vor-handen, wird der untere Grenzwert genommen, d. h. für Shanghai 120 l/(E·d) und für Qingdao 85 l/(E·d). Sind komplette, sogar luxuriöse Sanitäreinrichtungen der betroffenen Städten und Provinzen in Haushalten vorhanden, wird der obere Grenzwert genommen, d.h. für Shanghai 180 l/(E·d) und für Qingdao 140 l/(E·d). Die komplette Tabelle über den Planungsrichtwert des häuslichen Trinkwasserverbrauchs in den jeweiligen Gruppen ist als Anhang 2 beigelegt.
Um die Nutzungsverteilung des häuslichen Trinkwasserverbrauchs zu ermitteln, wurden umfassende Untersuchungen bei der Novellierung des Standards [GB/T 50331-2002] über den häuslichen Trinkwasserverbrauch und seine Verteilungen in ganz China durchgeführt. Der verschiedene Trinkwasserverbrauch in Haushalten wurde nach sechs Regionsgruppen und drei unterschiedlichen Haushaltstypen untersucht. Aus diesen Untersuchungen war die durchschnittliche Verteilung des häuslichen Trinkwasserverbrauchs (s. Tabelle 2-2) zum Ergebnis gekommen.
Tabelle 2-2: Verteilung des häuslichen Trinkwasserverbrauchs [l/(E·d)],
Bemerkungen zu Tabelle 2-2:
A, B und C sind drei unterschiedlichen Haushalttypen, die mit knappen Nutzungen, sparsamen Nutzungen und normalen Nutzungen bezeichnet werden. Die konkreten Erläuterungen dazu sind wie folgend:
A: einfacher Haushalt: es sind nur Wasserhähne ohne Toilette und andere Sanitäreinrichtungen installiert,
B: Apartmentwohnungen: es sind nur allgemeine Wasserversorgungs- und Abwas-serentsorgungseinrichtungen vorhanden.
C: gehobene/luxuriöse Wohnungen: es sind komplette und sehr gute Wasserver-sorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen vorhanden.
Dieser Trinkwasserverbrauch und -verteilung in verschiedenen Haushalttypen bezeichnet nur die Grundnutzungen im Haushalt, erfassen keine Verluste oder zusätzlichen Mengen wegen Besuchen usw. Der reale Verbrauch in Haushalten der drei Haushalttypen laut der Untersuchungen ist Tabelle 2-3 [GB/T 50331-2002] zu entnehmen. Es ist eindeutig, dass der reale Verbrauch viel höher als die Planungswerte ist.
Tabelle 2-3: der reale häuslichen Trinkwasserverbrauchs in verschieden
Das Hauptziel von alternativen Abwasserentsorgungen und Behandlungssystemen ist, den Wasserkreislauf zu schließen. Daher spielt die Wiederverwendung von be-handelten Abwässern eine wichtige Rolle. Im „Standard für innerstädtische Brauchwasserverwendung“ [GB 18920-2002] werden die Brauchwasserherkunft, Behandlungstechniken sowie die Brauchwasserqualität für allgemein häusliche Nutzungen und landschaftliche Nutzungen geregelt.
Dieser hier dargestellte Standard ist eine Entwurfversion. Um den Standard richtig aufzustellen, haben einige Institutionen gemeinsame nationale Untersuchungen über Brauchwasserherkunft, und mögliche Brauchwasserverwendungen durchgeführt. Normalerweise wird der Trinkwasserverbrauch in Statistiken grob aufgezeigt, indem der häusliche bzw. haushaltähnliche Verbrauch und der Verbrauch in Öffentlicheinrichtungen, Gastronomien, Hotels, sowie Bürogebäuden zusammengefasst werden. In diesen Untersuchungen für [GB 50336-2002] jedoch wurde der Verbrauch nach Haushalt, Hotel, Gastronomie und Bürogebäude getrennt erforscht. Es ist wesentlich, dass die gesamten Verbräuche von Hotels und Bürogebäuden aufgrund ihres geschäftlichen und öffentlichen Charakters höher sind, als der des allgemeinen Haushaltes. Dieses Ereignis wird sowohl bei der Datenerhebung (Kapitel 3) als auch bei der Aufstellung von technischen Konzepten (Kapitel 6) berücksichtigt.
Die Tabelle 2-4 ist dem Standardentwurf [GB 50336-2002] entnommen. Sie stellt die Verteilung des Trinkwasserverbrauchs in Haushalten, Hotels/Gastronomie und Bürogebäuden dar. Es ist deutlich zu sehen, dass der Verbrauch in Toiletten, Bad und Dusche über 60% des gesamten Verbrauchs des Haushalts beträgt.
Tabelle 2-4: Verteilung des Trinkwasserverbrauchs in Haushalt, Hotels/Gastronomie und Bürogebäuden, [GB
50336-2002]
Auch die Frachten aus den oben genannten drei Bereichen wurden beim Standardentwurf untersucht, und werden in Tabelle 2-5 dargestellt. Die CSB-Konzentration aus Küchen des Haushalts liegt über 900 mg/l, und die BSB 5 -Konzentration liegt über 500 mg/l. Gegenüber dem Abwasser aus der Küche sind die CSB- und BSB 5 -Konzentration aus Duschen- und Waschenbereich viel niedriger. Diese Eigenschaften sind für Grauwasserbehandlung von Bedeutung.
Tabelle 2-5: Frachten der Abwässer aus Haushalten, Hotels/Gastronomie
Im [GB 50336-2002] wird es empfohlen, dass die Abwassermengen mit 80 - 90% des Trinkwasserverbrauchs berechnet werden, die Mengen aus Brauchwasserherkunft, die wieder verwendet werden sollen, sind 110 - 115% des Brauchwasserverbrauchs, d. h., eine maximale Brauchwasserversorgung beträgt umgerechnet ca. 70 - 80% des Trinkwasserverbrauchs.
Mögliche Brauchwasserquellen und die empfohlene Reihefolge der Auswahl von Brauchwasserquellen ist wie folgend im Standard dargestellt [GB 18919-2002]:
1. Kühlwasser,
2. Abwasser aus Duschen und Badwannen,
3. Abwasser aus Waschbecken,
4. Kühl-/Recyclingwasser aus Klimaanlagen,
5. Ablauf aus Schwimmbädern
6. Abwasser aus Waschmaschinen
7. Abwasser aus Küchen
8. Abwasser aus der Toilette
Im Entwurf des „Standard für Wiederverwendung des Brauchwassers“, der auf dem alten Standard [GB 18920-2002] basiert, werden die Möglichkeiten und Gliederungen von Wiederverwendung tabellarisch in der Tabelle 2-6 dargestellt. Es wird nach landwirtschaftlichen, industriellen und landschaftlichen Nutzungen, Wiederverwendungen in Städten sowie die Anreicherungen von Wasserressourcen unterschieden:
Tabelle 2-6: Verwendungsmöglichkeiten des Brauchwassers, [GB 18919-2002]
In diesem Entwurf [GB 18920-2002] werden auch die Qualitätsanforderungen von Brauchwasser festgelegt, das in unterschiedlichen Bereichen verwendet wird, wie z. B., Toilettenspülung, Straßenreinigung, Löschwasser und Baustellenwasser, Bewässerung von öffentlichen Grünflächen, Autowaschen, Putzen usw.. Die hier aufgezeigten Parameter stellen von der technischen Seite die Qualitätsanforderungen des Brauchwassers dar. Die weiteren konkreten Parameter bezüglich der Wasserqualität des Brauchwassers aus diesem Standardentwurf sind als komplette Tabelle dem Anhang 3 zu entnehmen.
Tabelle 2-7: Parameter für Wasserqualität der Brauchwassernutzung, [GB
Die Brauchwassernutzung in China ist momentan hauptsächlich als landschaftliche Nutzungswasser, wie z.B., künstliche Wasserspringbrunnen, künstliche Wasserfälle/-becken und öffentlichen Bewässerungen usw. Deshalb ist es hier ebenso wichtig zu wissen, welche Grenzwerte dabei zu beachten sind. Die Tabelle 2-8 ist aus dem Standardentwurf [GB 18921-2002] entnommen. Die komplette Darstellung über die Wasserqualität der landschaftlichen Bewässerung ist als Anhang 4 beigelegt.
Tabelle 2-8: Qualitätsanforderung der landschaftlichen Nutzungen des Brauchwassers, [GB
18921-2002]
Außer der Nutzung des Brauchwassers in Haushalten und in Landschaftsgebieten kann es auch zur Bewässerung in der Landwirtschaft verwendet werden. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil in Nordchina viele landwirtschaftliche Nutzflächen wegen geringer Niederschlagshöhen, und wegen Mangel an Oberflächenwasser ausgetrocknet sind. Verschiedene Getreidetypen haben auch unterschiedlichen Bewässerungsbedarf. Um die Produktionen und Qualitäten des Getreides nicht auf-grund der Brauchwasserqualitäten zu verschlechtern, muss das Brauchwasser die Anforderungen von Wasserqualität der landwirtschaftlichen Bewässerung „Standard für Wasserqualität der landwirtschaftlichen Bewässerung“ [GB 5084-2005] erfüllen. Die komplette Darstellung der Tabelle 2-9 über die Wasserqualität der landwirtschaftlichen Bewässerung ist als Anhang 5 beigelegt. Hier sind die wichtigsten Parameter für Wasserqualität als Übersicht aufgelistet.
Tabelle 2-9: Wasserqualitätsanforderung für landwirtschaftliche Bewässerung, [GB 5084-2005]
Bemerkungen:
A: Wassernutzpflanzen, die einen hohen Bedarf an Wasser haben, da sie bis zur Ernte im Wasser stehen müssen, wie z. B., Reis. Bewässerungsmenge: 1,2 m³/(m²·a),
B: Getreide, wie Weizen, Bewässerungsmenge: 0,45 m³/(m²·a)
C: Gemüseplantage. Der Wasserverbrauch ist sehr unterschiedlich je nach Gemüsetyp. Bewässerungsmenge: 0,3 -0,75 m³/(m²·Ernte).
Die chinesischen Flächenmasse sind auf Quadratmeter bezogen worden.
Ein weiterer Verwendungsweg des Brauchwassers ist, es als Anreicherungsquelle zu nutzen, um den Grundwasserpegel auf einem normalen Stand zu halten. Es kommt zur Zeit in vielen Regionen Chinas vor, dass jährliche, starke Bodensenkungen Probleme verursachen. Im Jahr 2003 hatten 17 große Städte mehr oder weniger Probleme mit Bodensenkungen. Die Hauptursache ist die übermäßige Entnahme des Grundwassers, ohne es wieder anzureichern. Der Standard für Wasserqualität der Grundwasseranreicherung ist bis jetzt noch in der Bearbeitungsphase. Daher können keine konkreten Qualitätsanforderungen des Brauchwassers zur Grundwasseranreicherung dargestellt werden.
Neben den rechtlichen Versorgungsgrundlagen sind die rechtlichen Entsorgungs-grundlagen ein weiterer wichtiger Teil. Um die Wasserverschmutzung zu vermindern und die Gewässerqualität nicht weiter zu verschlechtern, soll das Abwasser die Überwachungsparameter nach nationalen Standards einhalten. In China gelten nationale Standards normalerweise wie vorgegebene Überwachungswerte. Manche Provinzen und Städte haben auch eigene Verwaltungsvorschriften erlassen, in denen die Überwachungswerte mindestens so streng wie auf den nationalen Ebenen sind, aber manchmal aufgrund lokaler Situationen auch erheblich strenger sein können.
Oberflächengewässer heißen hier Süßwassergewässer. Für Salzwasser, wie Meerwasser oder Wasser mit ähnlichen Eigenschaften gibt es eigenen Qualitätsstandard. Die Ableitung der Abwässer ins Gewässer hängt von dem Typ des Gewässers ab. Um die Oberflächengewässer zu schützen, werden sie nach ihren Funktionsfähigkeiten aufgrund ihrer Schutz- und Verwendungszwecke in fünf Typen gemäß „Standard für Wasserqualität des Oberflächenwassers“, [GB 3838-2002] wie nachfolgend eingeteilt.
Typ I: Oberflächengewässer als Nutzwasser und nationale Naturschutzgebiete
Typ II: Oberflächengewässer als zentrale Trinkwasserquellen, Schutzklasse I. Habitatzonen von seltenen Wasserlebewesen; Nahrungsgebiete von jungen Wassertieren und Laichengebiete von Wassertieren.
Typ III: Oberflächengewässer als zentrale Trinkwasserquellen, Schutzklasse II. Überwinterungsgebiete von Wassertieren, Wanderwege von Wassertieren, Züchtungsgebiete von Wasserkulturen, Produktionsgebiete von Fischereien und Schwimmensgebiete.
Typ IV: allgemeine Gewässer für industrielle Nutzungen, Gewässer zur Erholung und Sport ohne direkten körperlichen Kontakt mit Menschen.
Typ V: Gewässer für landwirtschaftliche Nutzungen, allgemeine Landschaftsgewässer.
Beide Beispielregionen Shanghai und Qingdao liegen an der Ostküste Chinas. Während das Abwasser in Shanghai in die Süßgewässer, Yangtzi Fluss und Huangpu Fluss eingeleitet wird, wird das Abwasser in Qingdao direkt ins Meer eingeleitet. Deshalb wird hier auch die Klassifizierung von Meeresgewässern vorgestellt. Ebenso wie Oberflächegewässer werden Meeresgewässer nach ihrer Funktionalität und Schutzzwecken in vier Typen gemäß „Standard für Wasserqualität der Meergewässer“, [GB 3097-97] wie folgend eingeteilt.
Typ I: Meeresfischerei, Naturschutzgebiete im Meer, Schutzgebiete für seltene Tiere im Meer.
Typ II: Züchtungszonen für die Produktion von Wassertieren, Gebiete zum Baden im Meer, Sportnutzungsgebiete mit direktem Körperkontakt und Wassergebiete industrieller Nutzungen für Lebensmittelproduktionen.
Typ III: allgemeine industrielle Wassernutzungen, Landschafts- und Tourismusgebiete.
Typ IV: Gewässer im Hafengebiete, Entwicklungszonen des Meers.
Die Abwässer werden nach der Behandlung in die Gewässer, entweder Oberflächengewässer oder ins Meer, eingeleitet. Die erlaubten eingeleiteten Frachten sind
in drei Klassen unterteilt. Diese Klassifizierungen befinden sich im
„Standard über Verschmutzungsabgabe aus Abwasserkläranlagen“
[GB 18918-2002].
Standardklasse I: die in Gewässertyp III von [GB 3838-2002] und Gewässertyp II von [GB 3097-97] eingeleiteten Abwässer.
Standardklasse II: die in Gewässertyp IV, V von [GB 3838-2002] und Gewässertyp III von [GB 3097-97] eingeleiteten Abwässer.
Standardklasse III: die in die kommunale Kanalisation eingeleiteten Abwässer, die weiterhin in kommunale, zweistufige Abwasserkläranlagen eingeleitet werden. „Zweistufige Kläranlage“ bedeutet eine mit mechanischer und biologischer Behandlungsstufe ausgestattete Anlage.
Wenn die kommunale Kanalisation nicht in eine biologische, kommunale Kläranlage einleitet, müssen die Abwässer die oben genannten Standardklassen I und II nach Gewässertypen des Vorfluters am Ende der Kanalisationen einhalten.
In diesem Standard [GB 18918-2002] werden Verschmutzungen aus Abwasser nach ihren Eigenschaften und Kontrollenmethoden in zwei Typen eingeteilt.
Verschmutzungsklasse I: die maximalen Frachtkonzentrationen dürfen die vorgegebenen Werte nicht überschreiten. Dies gilt für alle Bereiche, Abwässertypen sowie Gewässertypen. Die tabellarische Darstellung von Verschmutzungsklasse I ist als Anhang 6 beigelegt. Diese wird auch im „Standard über Verschmutzungsabgabe aus Abwasserkläranlagen“ [GB 18918-2002] verwendet.
Verschmutzungsklasse II: die Kontrolle findet an der Einleitstelle statt. Die maximal erlaubten Frachtkonzentrationen müssen die vorgegebenen Werte einhalten. In dieser Klasse sind einige allgemeinen Grenzwerte für kommunale Kläranlagen auch festgelegt.
Tabelle 2-10: allgemeine Grenzwerte der kommunalen ARA, [GB 18918-2002]
Der Standard [GB 18918-2002] ist eine allgemeine Festlegung beim Abwasserableiten in allen betroffenen Branchen. Die Grenzenwerte werden nach verschiedenen Industriebranchen und Verschmutzungsklassen festgelegt. Auf dieser Basis werden konkrete Einleitgrenzwerte auf einzelne Branchen bezogenen als Standard festgelegt. Die Grenzwerte für das Ableiten aus Abwasserkläranlagen werden auch auf der Basis von diesem Standard [GB 18918-2002] und weiter im „Standard über Verschmutzungsabgabe aus Abwasserkläranlagen“ [GB 18918-2002] konkretisiert.
In dem Standard [GB 18918-2002] werden nicht nur die Grenzwerte über Abwasserverschmutzungen, sondern auch Luftverschmutzungen der Kläranlage sowie Überwachungswerte für Klärschlämme festgelegt. Anzumerken ist, dass die Standardklasse I noch einmal nach Gewässerfunktionen in zwei Typen eingeteilt ist, nämlich in Standardklasse I A und Standardklasse I B. Die Standardklasse I A bedeutet, dass der Ablauf aus der Kläranlage die Qualitätsanforderung von Brauchwasser erreicht. Außerdem muss die Standardklasse I A angewendet werden, wenn der Vorfluter von Kläranlagen Flüsse oder See mit geringen Verdünnungsfähigkeiten als Landschaftswassernutzungen und allgemeine Brauchwassernutzungen ist. Die Standardklasse I B heißt, dass der Vorfluter der Kläranlagen laut [GB 3838-
2002] Klasse III, laut [GB 3097-97] Klasse II, eine halb oder ganz geschlossene Wasserfläche ist, wie z. B ein See oder Stausee. In diesem Fall sollen die Anforderungen der Standardklasse I B ausgeführt werden.
Im Übrigen muss der Ablauf aus gestärkten mechanischen Kläranlagen, deren Vorfluter nicht überwachungsbedürftige Gewässer oder Wasserquelleschutzgebiete ist, die Grenzwerte der Standardklasse III [GB 18918-2002] einhalten. Hier bedeutet eine gestärkte, mechanische Kläranlage eine mechanische Abwasserbehandlung mit chemischer Phosphorfällung. Der Ausbauplatz zur biologischen Behandlungsstufe der Kläranlage soll freigehalten werden.
Die komplette Darstellung über erlaubte Verschmutzungsabgaben an der Einleitstelle von kommunalen Kläranlagen ist als Anhang 7 beigelegt. Im Standard werden auch einige Überwachungswerte aufgelistet, die nach lokalen Situationen kollektiv überwachungsbedürftig sind. Die Klärschlämme sollen stabilisiert werden. Nach der Schlammbehandlung sollen die Hauptparameter von Schlämmen die folgenden Zustände in Tabelle 2-11 erreichen. Der Wassergehalt der Schlämme muss nach der Entwässerung unter 80% liegen. Wenn die Schlämme landwirtschaftlich genutzt werden sollen, müssen sie die Anforderungen im Anhang 8 erfüllen.
Tabelle 2-11: Klärschlämme aus kommunaler ARA, [GB 18918-2002]
Der oben vorgestellte Standard [GB 18918-2002] ist eine Festlegung von Grenzwerten der Verschmutzungsabgaben aus Kläranlagen. Dabei gibt es noch ein Standard für die Leistungen der Kläranlage, nämlich der „Standard für die Abgabe des be-handelten Abwassers und der Klärschlamm aus kommunalen Abwasserkläranlage“ [GJ 3025-93]. Die Kläranlagen werden nach Behandlungsarten und Reinigungsleistungen in einstufige und zweistufige Anlagen eingeteilt. Einige Hauptparameter sind in Tabelle 2-12 zu sehen. Wie immer ist die komplette Darstellung über Grenzwerte im Anhang 9 beigelegt.
Tabelle 2-12: Abwassergrenzwert aus kommunale ARA [GJ 3025-93]
Nachdem die Standards über abzuleitende Abwässer vorgestellt wurden, werden die Planungswerte bei kommunalen Abwasserkläranlagen vorgestellt. Am wichtigsten sind die Bemessungswerte von BSB 5 , CSB, TS, die Abwassereigenschaften beschreiben.
Im „Standard für den Entwurf der kommunalen Abwasserentsorgung“ [GB 50014-2006] werden Parameter, die mit dem Entwurf von kommunalen Abwasserentsorgungen in Verbindung stehen, festgelegt. Von Niederschlagmengenbemessung, Abwasseranfall, Schwankungsfaktoren, Kanalisationsbemessung, Pumpenstationen im Abwasserentsorgungssystem, bis zur konkreten Bemessungen von Kläranlagen sind in diesem Standard vorgeschrieben. Gemäß [GB 50014-2006]
§ 6.1.6 sind die Bemessungswerte von BSB 5 , Trockensubstanz ohne vorhandene Unterlagen wie folgend zu anzunehmen:
BSB 5 : 20-35 g/(E·d)
TS: 35-50 g/(E·d)
Das Verhältnis von BSB 5 : N: P ist 100: 5: 1
Aus der Untersuchung vom Standard [GB 50336-2002] liegen die Frachtenkonzentrationen in manchen Städten viel höher als diese Bemessungswerte. Deshalb werden später die Untersuchungswerte von [GB 50336-2002] für die Region Qingdao und vergleichbare Bemessungswerte für die Region Shanghai verwendet.
2.2 Verordnungen und technische Richtlinien auf regionaler Ebene
Die nationalen Standards gelten normalerweise in der Praxis als allgemeine Regelungen. Die Versorgung- und Entsorgungsunternehmen sollen beim Entwurf und Bau einer Anlage die nationalen Standards einhalten. Dabei sollen die Verwaltungs-vorschriften und Verwaltungsvorschreiben von regionalen Verwaltungseinheiten eingehalten werden. Regionale oder lokale Vorschriften regulieren konkrete Vorhaben, Aufgaben sowie Bußmaßnahmen, die an lokale Situationen angepasst werden. Die lokalen Verwaltungsvorschriften werden vom Volkskomitee der Stadt oder der Region genehmigt und erlassen.
2.2.1 Region Shanghai
Versorgung
Im Bereich der Wasserversorgung sind hier vier Verwaltungsvorschriften sowie Verwaltungsmaßnahmen von Bedeutung.
Zuerst werden in den „Verwaltungsvorschriften der Trinkwasserversorgung, Shanghai“ die Verwaltung von Trinkwasserquellen, den Aufbau von Trinkwasserversorgungsprojekten, der Schutz von Versorgungseinrichtungen, die allgemeinen Verwaltungsgelegenheiten sowie die juristischen Verantwortungen beim Verstoß gegen diese Vorschrift geregelt. In Shanghai steht prinzipiell die Nutzung von Oberflä-
chenwasser an erster Stelle. Die Nutzung von Grundwasser ist streng kontrolliert. Das Wasser, das als Grundwasseranreichung dient, soll den Standard
[GB 5749-85]
erfüllen. Neben den Versorgungseinrichtungen soll ein Schutzgebiet gekennzeichnet werden. Niemand (auch keine Unternehmen) dürfen die Einrichtungen der Roh-wasserversorgung, und öffentlichen Einrichtungen der Trinkwasserversorgung eigenmächtig umbauen, versetzen oder abbauen.
Um die Qualität des Trinkwassers zu verbessern, werden die Rohwasserquellen in Shanghai geschützt und reguliert. In der „Verwaltungsvorschrift für Schutz der Trinkwasserquellen ab Oberlauf des HuangPu Flusses“ und „Verwaltungsmaßnahmen der Umweltregulierung des Suzhou Flusses“ werden die Schutzgebiete der Shanghaier Trinkwasserquellen dargestellt, das Gewässersystem des HuangPu Flusses, die Verantwortlichen im Umweltamt Shanghai werden benannt, sowie die Verantwortung und das Mitwirken von anderen Verwaltungsbehörden festgelegt.
Außerdem soll das Wasser nicht verschwenderisch genutzt werden. Das Trinkwasser soll sparsam genutzt werden. In den „Verwaltungsvorschriften des sparsamen Umgangs mit Wasser“ werden Maßnahmen und Verantwortlichkeiten von Personen und städtischen Verwaltungsbehörden geregelt.
Entsorgung
Die Stadt Shanghai ist verantwortlich für sämtliche Entsorgungstätigkeiten von Abfall bis zu Abwasser. Wichtig für die Abwasserentsorgung sind drei städtische Ver-waltungsvorschriften.
Die erste ist die „Verwaltungsvorschrift für die Abwasserentsorgung, Shanghai“. In dieser Vorschrift werden Planung, Aufbau und Betrieb von Entsorgungseinrichtungen und Anlagen, Verwaltung und Pflege der Einrichtungen sowie juristische Ver-antwortungen festgelegt. Bei neuen Bebauungen sollen Trennsysteme geplant und gebaut werden. Die Investitionen der öffentlichen Entsorgungseinrichtungen und Anlagen können von unterschiedlichen Investoren, wie z. B. der Stadt, oder private Anleger, getätigt werden. Die vorhandenen sowie geplanten Baugelände für Entsorgungsanlagen oder ähnlichen Einrichtungen dürfen nicht geändert werden, bevor die rechtliche Änderung genehmigt ist.
In der „Verwaltungsvorschrift für Abwassergebühren und Bußgelder“ werden die Abwassergebühren und Bußgelder der Abwasserentsorgung festgelegt. Da die Abwassergebühren von häuslichen Nutzungen in den Trinkwassergebühren beinhaltet sind, sind in dieser Vorschrift im Besonderen die Abwassergebühren und Bußgelder für industrielle Nutzer von Bedeutung.
Um das Bauvorhaben an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen, wurde der örtliche Standard für das Abwassereinleiten ins Gewässer „Standard der Abwasserableiten, Shanghai“ 1997 erlassen. Die neue Fassung ist zur Zeit in Bearbeitung. In diesem Standard werden konkrete Parameter, laut dem nationalen Standard, angepasst an Shanghai nach unterschiedlichen Gewässern festgelegt. Einige Werte sind in Tabellen aufgelistet. Die Standardklassen sind wie folgend eingeteilt:
1) Es ist nicht erlaubt, in Sonderschutzgebieten von Rohwasser neue Einleitstellen einzurichten. Die vorhandenen Einleitstellen sollen die Überwachungswerte laut „Verwaltungsvorschrift für Schutz der Trinkwasserquelle von Aufwärts des HuangPu Flusses“ von folgenden Tabelle 2-13 und Tabelle 2-14, Klasse A erreichen. Und gleichzeitig sollen die Konzentrationen, die Frachten und die gesamten Abwassermengen überwacht werden.
2) Die Überwachungswerte (s. Tabelle 2-13 und Tabelle 2-14) in Quasi-Schutzgebieten des Rohwassers an Einleitstellen sollen Klasse B einhalten. Die Klasse B hat insgesamt 30 Überwachungsparameter. Die anderen Überwachungsparameter außer diesen 30 sollen die Standardklasse I (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
3) Das in das Schutzgebiet, aber nicht in das Rohwasserschutzgebiet des HuangPu Flusses abgeleitete Abwasser soll die Standardklasse I (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
4) Das in allgemeine Gewässergebiete eingeleitete Abwasser soll die Werte der Standardklasse II (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
5) Das in den Hauptsammler der südlichen und westlichen Entwässerungsgebiete eingeleitete Abwasser soll die Werte der Standardklasse II (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
6) Das Abwasser, das später in eine zweistufige Kläranlage eingeleitet wird, soll die Werte der Standardklasse III (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
7) Das gesammelte Abwasser, das in das Mischsystem des Abfanghauptsammlers des Flusses Suzhou fließt, und das in die Mündung von Yangtzi und in die Hangzhou Bucht tief eingeleitet wird, soll die Werte der Standardklasse III (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten, wenn eine zweistufige Kläranlage am Ende der Abfangkanalisation errichtet wird. Andernfalls soll das Abwasser die Werte der Standardklasse II (s. Tabelle 2-15, Tabelle 2-16, Tabelle 2-17) einhalten.
8) Wenn keine zweistufige Kläranlage am Ende des Abwasserhauptsammlers vor-handen ist, muss das eingeleitete Abwasser nach der Funktionsgliederung des Gewässers von Einleitstellen die Anforderungen von oben genannten Punkten 1) bis 4) einhalten.
Um die Rohwasserquellen zu schützen und die Qualität von Trinkwasser in Shanghai zu verbessern, hat die Stadt Shanghai strengere Überwachungswerte bei Verschmutzungsklasse I und II als der nationale Standard im Bereich von Schutzgebiet der Rohwasserquellen festgelegt. Die komplette Darstellung von Tabelle 2-13 ist als Anhang 10 beigelegt.
Tabelle 2-13: Überwachungswerte der Verschmutzungsklasse I, [G11]
Tabelle 2-14: Überwachungswerte der Verschmutzungsklasse II, [G11]
In Tabelle 2-16 bis 2-18 sind die Überwachungswerte der Verschmutzungsklassen I und II, sowie Standardklassen I bis III. Abwasser, das nicht in Rohwasserschutzgebiete eingeleitet wird, soll die Überwachungswerte von Tabelle 2-15 bis Tabelle 2-17 einhalten. Die kompletten Darstellungen von Tabellen 2-16 und 2-18 sind im Anhang 11-13 erhältlich. Zu bemerken zur Tabelle 2-16 und Tabelle 2-17 ist, dass Anlagen oder Einrichtungen, die vor dem 1. Januar 1998 gebaut wurden, die Werte in Tabelle 2-16 erreichen müssen. Nach dem 1. Januar 1998 gebaute Anlagen oder Einrichtungen müssen die Werte von Tabelle 2-17 einhalten.
Tabelle 2-16: Überwachungswerte der Verschmutzungsklasse II, nicht im
Tabelle 2-17: Überwachungswerte der Verschmutzungsklasse II, nicht im
Versorgung
Wie die Stadt Shanghai, hat Qingdao auch einige eigene Verwaltungsvorschriften erlassen, um die Versorgung im Stadtgebiet zu sichern und zu regulieren. 1996 wurden die „Verwaltungsvorschriften der Trinkwasserversorgung“ erlassen. In dieser Vorschrift wird die Verwaltung von Trinkwasserquellen und Versorgungseinrichtungen, Bebauung der Versorgungsprojekte, das Betreiben der Trinkwasserversorgung sowie die Auszeichnungen und Strafen im Bereich von Trinkwasserversorgung geregelt. Um Trinkwasser zu sparen, wurden die „Verwaltungsvorschriften der gesparten Wassernutzung“ im Jahr 1995 erlassen, in welchen allgemein der Nutzungsplan des Trinkwasserverbrauchs, die Regelung der Trinkwasserversorgung, die Versorgung mit und Nutzungen von Grundwasser und Brauchwasser sowie Auszeichnungen und Strafen von Aktivitäten im Bereich der Trinkwassersparung festgelegt wurden. In der „Verwaltungsvorschrift zum Schutz der Trinkwasserquelle“, die 2002 erlassen wurde, sind die allgemeinen Regelungen über den Schutz von Trinkwasserquellen. Da in Qingdao weniger Probleme mit Verschmutzungen der Trinkwasserquellen haben, als Shanghai, hat die Stadtverwaltung in dieser Vorschrift nur die Allgemeinen Regelungen festgelegt. Die Schutzgebiete von Trinkwasserquellen sind in Grundwasserquellen und Oberflächengewässer eingeteilt. Schutzgebiete für Oberflächenwasser sind wiederum in Schutzgebiete der Klasse I, Klasse II und in ein Quasi-Schutzgebiet eingeteilt.
Die Wasserqualität im Schutzgebiet Klasse I sollen die Qualitätsanforderungen von [GB 3838-2002] Typ II einhalten. Die Wasserqualität im Schutzgebiet Klasse II sollen die Qualitätsanforderungen von [GB 3838-2002] Typ III einhalten. Die Wasserqualität im Schutzgebiet der Grundwasserquellen sollen die Qualitätsanforderungen von [GB 3838-2002] Typ II einhalten.
Entsorgung
In der Stadt Qingdao ist kein lokaler Standard für das Ableiten von Abwasser vor-handen. Alle Kläranlagen, Abwasserentsorgungseinrichtungen und Ablaufstellen sollen die Überwachungswerte der nationalen Standards einhalten. Die Stadtverwaltung hat einige Verwaltungsvorschriften erlassen, um die Abwasserentsorgung zu kontrollieren. Für die Verwaltung, das Pflegen und die Bebauung der Abwasserent-sorgungseinrichtungen wurde im Jahr 2002 die „Verwaltungsvorschrift des Abwasserableitens“ novelliert. In der „Verwaltungsvorschrift der Nutzungsgebühren von Abwasserentsorgungs-einrichtungen“ wurden die Nutzungsgebühren festgelegt. Normalerweise kostet die Nutzung von Abwasserentsorgungseinrichtungen 0,08 Yuan (0,8 Cent) pro m³ eingeleiteten Abwassers. Die Verantwortung und die Mitwirkung von allen entsprechenden Behörden, sowie die Genehmigung von den in das Stadtentsorgungssystem eingeleiteten Abwässern sind in der „Verwaltungsvorschrift der Genehmigung von Abwasserentsorgung“ geregelt.
3 Statistische Datenerhebung von zwei ausgewählten Regio-nen
In diesem Kapitel werden konkrete, statistische Daten über zwei ausgewählten Regionen, nämlich Shanghai und Qingdao erhoben. Um einen Überblick über den Zu-stand der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in China zu geben, werden in diesem Kapitel die Daten von nationalen und regionalen Statistiken der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung aufgezeigt. Damit wird auch eine Datenbasis für die technischen Lösungen, die im Kapitel 6 bearbeitet werden, gefertigt.
Zuerst werden die Daten von Ver- und Entsorgungen aus nationalen Statistiken vorgestellt. Diese Daten befassen sich mit Abwassermengen, dem Behandlungsgrad, und dem Trinkwasserverbrauch im Haushalt. Sie sind aus unterschiedlichen Quellen, wie z. B., Bauministerium Chinas, Statistikamt Chinas, Wasserbauministerium Chinas, Umweltamt Chinas, sowie die regionalen zuständigen Behörden. Es werden möglichst Daten aus einer Quelle zu verwenden, um die Abweichungen der Statistiken aus unterschiedlichen Quellen zu vermeiden. Die Daten, die einer Quelle entstammen, und vollständig sind, haben in dieser Arbeit eine höhere Priorität.
Eine konkrete Analyse über den häuslichen Trinkwasserverbrauchs ist zurzeit nicht vorhanden. Die Nutzungsanalyse aus dem Standardentwurf [GB 18919-2002] wird in Kapitel 6 als Vorlage verwendet. Ebenso ist die Situation bei der Analyse von Abwasserzusammensetzung in Shanghai und Abwassermengen aus Haushalten.
Da eine gemeinsame von Abwasser, bzw. Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung mit Abfall möglich ist, sind auch der Bemessungswert und die Information über Abfallaufkommen und grundlegende Abfallzusammensetzungen wichtig. Da Abfall-behandlung in China nicht verbreitet und entwickelt ist, können keine Statistiken über Abfallaufkommen pro Einwohner und Tag und konkrete Untersuchungen von Abfallzusammensetzungen verwendet werden. Laut der Besprechung mit Professoren der Tongji Universität Shanghai und der Hochschule für Bauwesen Qingdao [am
22. März. in Shanghai und 29. März, 2004 in Qingdao] beträgt der Bemessungswert des Abfallaufkommens in Städten 0,8-1,2 kg/(E·d). Genommen ist er normalerweise im Stadtgebiet 1,0 kg/(E·d). Die organische Substanz liegt abgeschätzt zwischen 70
- 80%.
3.1 Nationale Statistik
Das Ministerium für Bauwesen veröffentlicht jährlich einen Bericht über den Städtebau Chinas. In diesem Bericht werden die Daten im jeweiligen, vergangenen Jahr über alle Aspekte des Städtebaus, wie z. B., gesamte Bevölkerungssituationen in Städten, Investitionen in Anlagevermögen des Städtebaus, Wasserversorgung bzw. Trinkwasserversorgung, Gasversorgung, Entwicklungen aller öffentlichen Verkehrsmittel, Entwicklungen der Städtebaueinrichtungen (Straßenfläche, Abwasser-entsorgung), Entwicklungen der öffentlichen Grünflächen sowie Entwicklungen der Umwelthygiene, statistisch aufgezeigt. Die Daten des Ministeriums sind eine Zusammenstellung von Daten, die von regionalen Stadtverwaltungen dem Ministerium vorgelegt wurden.
In der Tabelle 3-1 sind die Statistiken über die jährlichen, gesamten Abwassermengen in Milliarden Kubikmeter, behandelte Abwassermengen und Abwasserbehandlungsgrad aufgelistet. Davon sind die gesamten Abwassermengen aus den jährlichen Umweltberichten 1998 - 2002 des Ministeriums für Umwelt, behandelte Abwassermengen und Abwasserbehandlungsgrade aus den jährlichen Städtebauberichten 1998 - 2002 des Ministeriums für Bauwesen entnommen. Es ist anzumerken, dass die gesamten Abwassermengen des Umweltministeriums nicht den Ergebnis-
sen der Daten des Bauministeriums entsprechen, wenn sie durch Behandlungsgrade und behandelte Abwassermengen ausgerechnet würden. Diese Abweichung in den Ministerien vorgelegten Daten kann durch unterschiedliche Unterbehörden verursacht sein.
Tabelle 3-1: Statistiken über nationale Abwassersituationen 1998-2002,
Wie folgend in der Abbildung 3-1 dargestellt wird, ist der Abwasserbehandlungsgrad von 1999 bis 2002 jedes Jahr gewachsen. Im Jahr 1998 war der Abwasserbehandlungsgrad 29,6%. 1999 wuchs er laut den Statistiken des Bauministeriums um 2,1%. Diese Zahl stieg 2000 auf 34,2%. Bis zum Jahr 2001 und 2002 betrugen die Abwas-serbehandlungsgrade jeweils 36,5% und 39,9%.
Abbildung 3-1: Darstellung der Abwassersituationen, 1998 - 2002
Desweiteren wurden nur die Statistiken über die Wasserversorgung in Städten aufgezeigt. In China wird die Wasserversorgung in zwei Hauptteile, nämlich industrielle Versorgungen und nicht industrielle Versorgungen eingeteilt. In nicht industriellen Versorgungen sind häusliche Verbräuche und Verbräuche in öffentlichen Einrichtungen, wie z. B., in Hotels und Gastronomie, in Bürogebäuden, in Restaurante, usw., beinhaltet. Der Trinkwasserverbrauch ist hier mit gesamten Versorgungsmengen berechnet. Die letzte Spalte ist der von erhobenen Daten ausgerechnete rein häusliche Trinkwasserverbrauch.
Tabelle 3-2: Statistiken über den nationalen Trinkwasserverbrauch 1998 -2002, [L3/I20]
An Tabelle 3-2 ist zu sehen, dass der rein häusliche Verbrauch pro Kopf deutlich geringer als der gesamte Trinkwasserverbrauch pro Kopf ist. Die Versorgung im Haushalt ist jedes Jahr angestiegen. Daraus trugen Versorgungen aus öffentlichen Einrichtungen von 1998 bis 2002 nicht viel bei, nämlich nur jeweils 6,14 Mrd. m³, 6,4 Mrd. m³, 6,8 Mrd. m³, 5,9 Mrd. m³ und 6,2 Mrd. m³. Der national durchschnittliche Trinkwasserverbrauch im Haushalt war im Jahr 1998 141,43 l/(E·d). 1999 stieg er auf 144,56 l/(E·d). Der häusliche Trinkwasserverbrauch vom Jahr 2000 bis 2002 betrug jeweils 145,36 l/(E·d), 153,66 l/(E·d) und 150,34 l/(E·d). Im Jahr 2002 nahm er wieder ab. Der Vergleich vom gesamten und häuslichen Trinkwasserverbrauch von 1998 bis 2002 ist in der Abbildung 3-2 dargestellt.
Abbildung 3-2: Darstellung der Trinkwasserverbrauch, 1998 - 2002
Als Weiteres werden die statistischen Daten auf der regionalen Ebene vorgestellt. Nationale Statistiken nur können einen Überblick schaffen. Für die konkreten Statistiken über den Städtebau in einzelnen Regionen sind regionale oder städtische Verwaltungen zuständig und verantwortlich.
3.2 Region Shanghai
Die Stadt Shanghai ist eine der größten Städte Chinas. Sie befindet sich an der Westenküste des Pazifiks und des chinesischen Ostmeers. An der Mündung des Yangtzi Flusses, im Norden der Hangzhou Bucht, befindet sich ein Binnen- und Meereshafen. Shanghai hat über 16 Millionen Einwohner. Das Klima ist nordsubtropisch und vom Monsun geprägt. In dieser Region gibt es deutliche Jahreszeiten, ausreichende Sonnenstunden und Niederschlag. 60% des gesamten jährlichen Niederschlags fällt zwischen Mai und September. Im Jahr 2002 war die durchschnittliche Jahrestemperatur 17,8°C, im Jahr 1998 18°C. Der gesamte Niederschlag betrug 1388,2 mm. Im Mai und August gab es die meiste Niederschlagmenge, im Ja-
nuar und Februar die geringste. Es regnete 2002 130-143 Tage, je nach Gebiet. Die historischen Statistiken von 1998 bis 2002 über jährliche Niederschläge sind in Tabelle 3-3 dargestellt.
Tabelle 3-3: Niederschlagstatistik Shanghai, 1998 - 2002, [L7]
Der jährliche Niederschlag betrug 1998 1162 mm. Im Jahr 1999 fiel extrem viel Regen in der Frühlingszeit, bis 1587 mm, ca. 40% des jährlichen Durchschnitts. Der jährliche Niederschlag betrug 2000 1194 mm. 2001 und 2002 war der Niederschlag auf einem ungefähr gleich hohen Niveau, nämlich 1367 mm und 1388 mm.
Abbildung 3-3: jährlicher Niederschlag, Shanghai, 1998 - 2002
Die Statistiken über Wasserversorgung werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt: Rohwasserabnahmemengen, Versorgungsmengen, Verbrauchsmengen und Verkaufsmengen. In der Tabelle 3-4 sind als Erstes die Daten über die Bevölkerung Shanghais zwischen 1998 bis 2002 dargestellt. Es folgen die Versorgungsmengen der nicht industriellen Nutzungen. Als Nächstes sind offiziell angegebene Trinkwasserverbrauch pro Einwohner und Tag unter dem Begriff von nicht industriellen Nutzungen dargestellt. Die letzte Spalte zeigt den ausgerechneten Trinkwasserverbrauch im Haushalt pro Einwohner und Tag aus Einwohnerzahlen und Trinkwasserverbrauch in Haushalten. Die Daten sind aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt, da von nur einer Quelle keine vollständigen Daten erhalten werden konnten. Die Einwohnerzahlen sind eine Datenzusammenstellung der des nationalen Statistikamts und der Stadtverwaltung Shanghai. Die Daten über Trinkwasser-versorgungsmengen sind aus dem Statistikjahresbericht der Städtebaubehörde Shanghai. Die Trinkwasserverbrauchsmengen im Haushalt und -verbrauch pro Einwohner und Tag sind aus dem Wasserressourcenjahresbericht der Wasserbehörde Shanghai entnommen.
Tabelle 3-4: Statistiken über Wasserversorgung, Shanghai, 1998 - 2002,
* „n.v.“ in der Tabelle bedeutet, diese Daten ist nicht vorhanden.
In Abbildung 3-4 ist die Differenz des Trinkwasserverbrauchs zwischen nicht industriellen Nutzungen und häuslichen Nutzungen sehr deutlich zu erkennen. 2000 war der nicht industrielle Verbrauch 344 l/(E·d), über zweifach so hoch wie der rein häusliche Trinkwasserverbrauch von 111,62 l/(E·d). Der nicht industrielle Trinkwasserverbrauch von 1999 bis 2002 betrug jeweils 364 l/(E·d), 344 l/(E·d), 355 l/(E·d) und 373 l/(E·d). Der häusliche Trinkwasserverbrauch von 2000 bis 2002 war jeweils 111,62 l/(E·d), 118,37 l/(E·d) und 114,76 l/(E·d).
Abbildung 3-4: Trinkwasserverbrauch, Shanghai, 1998 - 2002
Der Bemessungswert des häuslichen Trinkwasserverbrauchs Shanghai liegt zur Zeit zwischen 160 bis 200 l/(E·d) liegt. Diese Differenz wird durch den Verbrauch im Sommer und Winter verursacht.
Nachdem die Statistiken über die Wasserversorgung zwischen 1998 und 2002 in Shanghai aufgezeigt wurden, werden die Statistiken und der Zustand der Abwas-serentsorgung und Abwasserbehandlung vorgestellt. Die Daten über die gesamte häusliche Abwasserabgabe von 1998 bis 2002 sind aus dem Statistikjahresbericht vom Städtebauamt Shanghai. Die gesamte häusliche Abwasserabgabe ist im Jahr 2003 1,211 Mrd. m³. Die Daten über Behandlungsgrad sind aus unterschiedlichen Quellen: Wasserbehörde Shanghai, Umweltjahresbericht Shanghai und Städtebauamt Shanghai.
Tabelle 3-5: Statistiken über Abwasserentsorgung, Shanghai, 1998 - 2002, [L4/L5/L6/L7]
Die Behandlungsgrade im Jahr 1999 und 2000 lagen laut dem Statistikjahresbericht des Ministeriums für Bauwesen wesentlich höher als hier angegebenen Werte, nämlich jeweils 70,4% und 77%.
Abbildung 3-5: Abwasserentsorgung, Shanghai, 1998 - 2002
Die gesamte Abwasserabgabe aus Haushalten waren 1998 1,181 Mrd. m³, und der Behandlungsgrad von häuslichen Abwässern lag nur bei 53,1%. Im Jahr 1999 war die Abgabe 1,176 Mrd. m³, und der Behandlungsgrad war um 2,7% zurückgegangen. Die häusliche Abwasserabgabe nahm 2000 auf 1,212 Mrd. m³ zu. Daraufhin ging der Behandlungsgrad weiter auf 49,4% zurück. 2001 betrug die Abwasserabgabe 1,27 Mrd. m³, und der Behandlungsgrad 61,4%. Im Jahr 2002 nahm die Abwasserabgabe nicht in hohem Masse zu, sondern stieg nur auf 1,272 Mrd. m³. Der Behandlungsgrad lag nur bei 60,4%.
Zur Zeit sind insgesamt 31 Abwasserkläranlagen mit einer gesamten Reinigungsleistung von 1.011.100 m³/d in der Stadt Shanghai vorhanden. Davon sind 15 mit biologischen Behandlungsstufen ausgerüstet. Das ganze Stadtgebiet Shanghais ist in sechs Entwässerungssysteme eingeteilt. Die Abwässer sollen durch den Hauptsammler in die Kläranlagen eingeleitet und dann nach der Behandlung in die Vorfluter abgeleitet werden. Die Klärschlämme aus der Abwasserbehandlung können derzeit nicht fachgerecht entsorgt werden. Es sind keine weitergehenden Schlämmbe-handlungen vorhanden. In einer der Kläranlagen wurden zwar Schlammbehandlungseinrichtungen -Faulturm geplant und gebaut, aber trat aus Sicherheitsgründen seitdem nicht in Betrieb, da diese Kläranlage in der Stadt liegt. Die Schlämme wer-
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Yue Chang, 2004, Abwasserentsorgung und -behandlung in urbanen Räumen Chinas , München, GRIN Verlag GmbH
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