ALEXANDER THOBEN II Formula Apportionment vs. Separate Accounting
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS II
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1 EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG 1
2 VERGLEICH DER ALTERNATIVEN BESTEUERUNGSSYSTEME 2
2.1 SEPARATE ACCOUNTING 2
2.1.1 GRUNDSÄTZLICHES 2
2.1.2 KRITIK 3
2.1.2.1 Gewinnverschiebung 3
2.1.2.2 Doppelbesteuerung 3
2.1.2.3 Fehlallokation von Unternehmensgewinnen 4
2.1.2.4 Verwaltungsaufwand 4
2.2 FORMULA APPORTIONMENT 5
2.2.1 GRUNDSÄTZLICHES 5
2.2.2 UNITARY TAXATION: WORLDWIDE UNITARY TAXATION VS. WATER S EDGE
COMBINATION 6
2.2.2.1 Abgrenzung des Unitary Business 7
2.2.2.2 Ermittlung des Unitary Income 7
2.2.2.3 Combined Report 8
2.2.3 DIE GEWICHTUNG DER EINZELNEN FAKTOREN 9
2.2.4 ANREIZWIRKUNGEN 10
2.2.4.1 Anreize von Unternehmen 10
2.2.4.2 Anreize von Staaten 11
2.2.5 KRITIK 11
2.2.5.1 Doppelbesteuerung 11
2.2.5.1.1 Doppelbesteuerung durch Kollision mit der direkten Methode 11
2.2.5.1.2 Doppelbesteuerung durch uneinheitliche Anwendung des Formula
Apportionment 12
2.2.5.2 Schlüsselungsproblematik 13
2.2.5.3 Fehlallokation von Unternehmensgewinnen 13
2.2.5.4 Verwaltungsaufwand 13
ALEXANDER THOBEN III Formula Apportionment vs. Separate Accounting
2.2.6 VORTEILE 14
2.3 EXTERNE EFFEKTE: FORMULA APPORTIONMENT VS. SEPARATE ACCOUNTING 15
3 AUSBLICK: FORMULA APPORTIONMENT IN DER EU 17
4 ZUSAMMENFASSUNG 18
LITERATURVERZEICHNIS V
Abkürzungsverzeichnis
Abs.
Abschn.
ABl. Amtsblatt
Art. Artikel
bspw.
c.p.
d.h.
EU
Fn.
GewStG
i.d.R.
IStR
m.w.N.
Rn.
S.
u.a.
US
USA United States of America
z.B.
1 Einleitung
Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft in Form von Direktgeschäften inländischer Unternehmen im Ausland sowie von Direktinvestitionen in Form der Errichtung von Betriebsstätten oder körperschaftlich organisierten Tochtergesellschaften hat auch steuerliche Auswirkungen. So ist eine exakte Abgrenzung der nationalen Bemessungs-grundlagen voneinander erforderlich, um Doppelbesteuerung und die damit einhergehenden negativen Folgen für Staat und insbesondere Unternehmen zu vermeiden. 1
1.1 Problemstellung
In der EU findet, wie international üblich, die Gewinnabgrenzung bislang nach der Methode des Separate Accounting statt: Jeder Staat errechnet für alle in seinem Staatsgebiet ansässigen Unternehmen (für den Einzelunternehmer genauso wie für die Teileinheit eines multinationalen Konzerns) den jeweiligen Gewinn; die Steuerschuld ergibt sich dann durch Multiplikation dieses Einzelgewinns mit dem nationalen Steuersatz. 2
Die Probleme dieses Systems, insbesondere die Doppelbesteuerungsproblematik und die Möglichkeit des Verschiebens von Gewinnen in sogenannte Steueroasen, haben bei Steuerpraktikern, Politikern und Ökonomen zu einer Debatte über die Effektivität des Separate Accounting geführt. Vorgeschlagen wird oftmals der Wechsel hin zur formelhaften Aufteilung des Gesamtgewinns eines Konzerns auf einzelne Gesellschaften 3 , dem von einigen amerikanischen Bundesstaaten entwickelten Gewinnabgrenzungsverfahren Formula Apportionment.
1.2 Gang der Untersuchung
Nach Darstellung des Separate Accounting und dessen maßgeblicher Kritikpunkte erfolgt die Untersuchung des Formula Apportionment. Zunächst wird aufgezeigt, wie die formelhafte Verteilung des Gesamtgewinns eines Konzerns auf die verschiedenen Steu-
1 Vgl.BÖKELMANN, JOACHIM (1997), S. 1.
2 Vgl. NIELSEN, SØREN BO/RAIMONDOS-MØLLER, PASCALIS/SCHJELDERUP, GUTTORM
(2002), S. 3.
3 Der Darstellung wegen wird im folgenden von einem Konzern mit verschiedenen Tochtergesellschaften
ausgegangen, gleichwohl natürlich die Gewinnverteilung auch für Einheitsunternehmen mit verschie-denen Betriebsstätten stattfindet. Eine Ausnahme bildet der der Abgrenzung von Begrifflichkeiten die-
nende Abschnitt 2.2.1.
ALEXANDER THOBEN 2 Formula Apportionment vs. Separate Accounting
erhoheiten erfolgt. Anschließend werden die beiden Problemkreise, welche Gesellschaften in die Ermittlung des zu verteilenden Konzerngewinns einbezogen werden und. wie dieser zu ermitteln ist, erläutert. In den folgenden Abschnitten erfolgt die Betrachtung der unterschiedlichen Gewichtungsmöglichkeiten innerhalb der Verteilungsformel sowie die Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des Formula Apportionment. Die Arbeit schließt mit der Untersuchung von durch die beiden Besteuerungssysteme entstehenden externen Effekten und einem Ausblick auf Bestrebungen in der EU, die Unternehmensbesteuerung mittels Einführung des Formula Apportionment neu zu gestalten.
2 Vergleich der alternativen Besteuerungssysteme
Zur Diskussion stehen die beiden Besteuerungssysteme Separate Accounting und Formula Apportionment, die wesentliche konzeptionelle Unterschiede aufweisen.
2.1 Separate Accounting
Untersuchungsgegenstand ist zunächst das Separate Accounting, dessen grundsätzliche Merkmale und Kritikpunkte im folgenden erläutert werden.
2.1.1 GRUNDSÄTZLICHES
Der Begriff Separate Accounting entspricht der direkten Methode des deutschen Steuerrechts und wird in der Literatur auch als Arm`s Length-Verfahren bezeichnet. 4 Die einzelne Gesellschaft eines multinationalen Konzerns wird dabei getrennt von anderen Gesellschaften und Betriebsstätten besteuert: In Deutschland unterliegt bspw. eine Tochtergesellschaft von IBM der Körperschaftsteuer, der Gesamtgewinn des Konzerns wird dabei jedoch nicht berücksichtigt.
Kommt es zu einem Leistungsaustausch zwischen den Teileinheiten, so wird dieser be-handelt, als hätte er zwischen voneinander unabhängigen Unternehmen stattgefunden.
4 Vgl. etwa FELD, LARS P. (2001), S. 70.
ALEXANDER THOBEN 3 Formula Apportionment vs. Separate Accounting
2.1.2 KRITIK
Gegen das Separate Accounting-Verfahren sind eine Reihe von Kritikpunkten anzuführen, die zur Ablehnung dieses Systems als vorrangiges Gewinnabgrenzungsverfahren durch die US-Bundesstaaten geführt haben. 5
2.1.2.1 GEWINNVERSCHIEBUNG
Problematisch gestaltet sich beim Separate Accounting insbesondere die Festsetzung der Verrechnungspreise: Durch konzerninterne Verrechnungspreise kann der Gesamtgewinn des Unternehmens auf Niedrigsteuerstaaten verteilt werden; eine unerwünschte Verringerung der gesamten Steuerschuld des Konzerns ist die Folge. 6 Unter-bunden werden soll dieses Verschieben von Gewinnen durch das sog. dealing at arm`s length-Prinzip (das jedoch nicht international harmonisiert ist 7 ). Die Korrektur der Preise erfolgt hierbei durch das Heranziehen eines Fremdvergleichs, d.h. es wird die Frage fingiert, welchen Preis andere, voneinander unabhängige Unternehmen vereinbart hätten. 8 Da jedoch die Steuerbehörden erhebliche Probleme haben, Transaktionen innerhalb eines Unternehmens nachzuvollziehen und zu bewerten, ist die Versuchung zur Steuerflucht i.d.R. sehr groß.
Daß Konzerne - unter der Annahme der Nichtnachvollziehbarkeit interner Transaktionenen - nicht den gesamten Gewinn in Richtung Steueroasen verschieben, haben NIELSEN, RAIMONDOS-MØLLER und SCHJELDERUP damit begründet, daß die Unternehmen Kosten aufwenden müssen, um dieses Verschieben der Gewinne vor den Steuerbehörden zu verbergen. Sie werden also solange Gewinne verschieben, wie die Grenzkosten hierfür niedriger als die marginalen Steuerersparnisse sind. 9
2.1.2.2 DOPPELBESTEUERUNG
Zu einer Doppelbesteuerung des Einkommens kann es im Falle einer inkongruenten Abgrenzung der Bemessungsgrundlage durch die Finanzbehörden der berichtigenden Staaten kommen. Diese Gefahr besteht insbesondere dann, wenn sich diese nicht auf
5 Vgl. TANNENWALD, ROBERT (1984), S. 18.
6 Eine Übersicht der empirischen Untersuchungen diesbezüglich findet sich bei HINES, JAMES R.
(1999), S. 313-318.
7 Vgl. NIELSEN, SØREN BO/RAIMONDOS-MØLLER, PASCALIS/SCHJELDERUP, GUTTORM
(2001), S. 2.
8 Vgl. SCHAUMBURG, HARALD (1998), S. 1225.
9 Vgl. NIELSEN, SØREN BO/RAIMONDOS-MØLLER, PASCALIS/SCHJELDERUP, GUTTORM
(2002), S. 9-10
Arbeit zitieren:
Alexander Thoben, 2002, Formula Apportionment vs. Separate Accounting, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Reporting von Betriebsprüfungsrisiken nach IAS 12 / FIN 48 / ED/2009/2
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