Hausarbeit im Proseminar: Funktion, Struktur und Typologie der Fachinformation, Fachinformationspolitik, zum Thema:
Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation vorgelegt von: Juliane Barth, Studentin im 4. Semester (HF) im Magisterstudiengang Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin SS 1997
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INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG
2. GRUNDPRINZIPIEN EINES NETZWERKES
3. KURZE GESCHICHTE DES INTERNET
4. WICHTIGE DIENSTE FÜR DEN INFORMATIONSFLUß IM INTERNET
4.1. Online Kommunikation
4.1.1 Talk
4.1.2 Internet Relay Chat (IR)C
4.2. Elektronische Post - E-Mail
4.3. Internet-News InternetMMMMMMMNews
4.4. Fernzugriff auf Fremdsysteme - Telnet
4.5. Übertragung von Dateien - File Transfer Protocol (FTP)
4.6. Informations- und Adressensuche
4.6.1. Suchen von Computer- und Personenadressen
4.6.2. Suchen von Dateien
4.6.3. Suchen von Dokumenten
5. DAS WORLD WIDE WEB - WWW
6. DIE BEDEUTUNG DES INTERNET FÜR DIE FACHINFORMATION
7. AUSBLICK
8. LITERATURVERZEICHNIS
9. ANHANG
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1.Einleitung
Online-Kommunikation, Cyberspace, Internet: Schlagworte der neunziger Jahre, die aus keinem Massenmedium mehr wegzudenken sind. Kein Wunder, ist doch das Wachstum des Internet gerade in den letzten Jahren beispiellos. Die Teilnehmerzahl dieses Mediums hat sich innerhalb der letzten sechs Jahre alle neun Monate verdop- pelt. 1 Damit verbreitet sich das Internet schneller als das Telefon und das Faxgerät. 2 Ein Grund für dieses starke Wachstum ist sicher die 1989 entwickelte Anwender- oberfläche World Wide Web (WWW). Mit dieser Benutzeroberfläche und dem dazu entwickelten Browser Mosaic, wurde es möglich, mit einem mit Windows vergleich- barem Komfort im Internet zu „surfen“. Inzwischen kommt es häufig vor, das Benut- zer des WWW diese Applikation mit dem Internet gleichsetzen. Das ist wohl vor allem darauf zurückzuführen, daß alle herkömmlichen Dienste mittlerweile auch über das WWW verfügbar sind und sich die Grenzen in naher Zukunft wahrscheinlich so verwischen werden, daß das World Wide Web wirklich zum Internet wird. Dennoch erschien es mir wichtig, die einzelnen Dienste unabhängig vom World Wide Web vorzustellen, da ich selbst die Erfahrung gemacht habe, daß man beim einfachen „surfen“ im Web nicht auf die vielfältigen Möglichkeiten, die diese Dienste bieten, stößt, und sie somit auch nicht nutzen kann.
Auch auf dem World Wide Web soll ein Schwerpunkt dieser Arbeit liegen, es soll seine Bedeutung für die Fachinformation in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt werden.
Zu Beginn dieser Arbeit werden allgemeine Begriffe erläutert, die wichtig sind, um den grundlegenden Aufbau eines Computernetzwerkes zu verstehen. Das dritte Kapi- tel beschäftigt sich mit der Geschichte des Internet, hier werden wesentliche Meilen- steine der Entwicklung dargestellt. Es folgt die Vorstellung wichtiger Internetdienste , das fünfte Kapitel beschäftigt sich dann mit dem heute bedeutendsten Dienst, dem World Wide Web. Für genauere Ausführungen zur Benutzung der einzelnen Appli- kationen war in dieser Arbeit kein Platz. Bei Bedarf kann dazu in der von mir ange- 1 vgl. Rost (1996), S. 29 2 vgl. Klau (1995), S. 12
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gebenen Literatur nachgelesen werden. Besonders bei Kyas (1994) finden sich gut verständliche Erläuterungen. Im sechsten Kapitel möchte ich auf die Bedeutung des Internet für die Fachinformation eingehen, die Arbeit schließt mit einem Ausblick.
2. Grundprinzipien eines Netzwerkes
Ein Computer ist ein „Universell einsetzbares Gerät zur automatischen Verarbeitung von Daten“ 3 . Er besteht aus einem oder mehreren Eingabegeräten (typisch sind Maus und Tastatur), einer Zentraleinheit und einem oder mehreren Ausgabegeräten (Bild- schirm oder Drucker). Über die Eingabegeräte wird der Computer vom Benutzer mit Daten und Programmen versorgt. Die Zentraleinheit besteht aus einem oder mehreren Prozessoren, sowie dem sogenannten Arbeitsspeicher. In ihrem Inneren werden die Programme ausgeführt. Die Zentraleinheit wird in der Regel um externe Speicher (beispielsweise Festplatten oder CD-Roms) ergänzt. Über die Ausgabegeräte liefert der Rechner die gewünschten Resultate ab. Die bisher genannten Teile des Rechners werden zusammenfassend als Hardware bezeichnet. Alle Programme eines Compu- ters werden unter dem Oberbegriff Software zusammengefaßt. 4 Immer mehr Computer werden heute untereinander verbunden, miteinander vernetzt: in Firmen, in Universitäten, in Deutschland, und sogar weltweit. Die Vorteile dieser Vernetzung liegen auf der Hand: „Die Kommunikation der Benutzer verschiedener Rechner untereinander kann verbessert, der Datenaustausch vereinfacht und be- schleunigt werden und teure `Ressourcen` wie beispielsweise Farblaserdrucker u.a. können von allen Berechtigten benutzt werden, als wären sie am eigenen Rechner angeschlossen.“ 5 Von lokalen Netzen (Local Area Network: LAN) spricht man bei der „lokalen“ Vernetzung von Computern, zum Beispiel in Firmen oder Universitä- ten. Darüber hinaus gehende Netze heißen Weitverkehrsnetze (Wide Area Network: WAN). Alle Netze arbeiten nach dem selben Grundprinzip, auch wenn die technische Realisierung unterschiedlich ist. Es werden Leitungen benötigt, welche die einzelnen Rechner verbinden. Für den Anschluß der Computer an die Leitungen müssen diese 3 Meyers Lexikonredaktion (1991), S. 100 4 vgl. ebd., S. 100ff 5 Mönch und Haase (1995), S. 5
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mit Spezialsoftware (beim PC außerdem mit einer Netzwerkkarte) ausgestattet sein. Alle Rechner werden gleichrangig an die Leitungen angeschlossen und können somit jederzeit Signale („Datenpakete“) auf die Leitungen geben. Um festzulegen, in wel- cher Form und nach welchen Regeln die Daten auf die Leitungen gegeben werden, sind gewisse Vereinbarungen, sogenannte Protokolle nötig. Diese haben außerdem die Aufgabe, die Adressen der einzelnen Rechner im Netz zu definieren. Ein Proto- koll wird realisiert, indem Programme die Computer und die Spezialsoftware genau so steuern, daß vereinbarte Regeln eingehalten werden und so eine fehlerfreie Kom- munikation möglich wird. Im Internet wird das TCP/IP (Transmission Control Pro- tocol/ Internet Protocol) benutzt.
Ein Vorteil der Computernetze besteht in der Bereitstellung zahlreicher Dienste für den Nutzer (z.B. FTP 6 ). Die meisten Dienste in Netzen sind nach dem Client/ Server Prinzip organisiert. Der Client (Kunde) fordert einen Dienst an und der Server be- dient den Kunden, indem er den geforderten Dienst ausführt. In der Praxis des Inter- net sieht dieses Prinzip folgendermaßen aus: Ein Benutzer ruft auf seinem im Netz angeschlossenen Computer ein Programm auf (z.B. FTP). Dann gibt der Benutzer die Server-Adresse ein und anschließend stellt der Client übers Netz die Verbindung zum Server her. Jetzt kann der Benutzer per Befehl die Übertragung einer Datei anfordern. Nach erfolgter Weiterleitung dieses Befehls über das Netz zum Server, prüft dieser, ob die gewünschte Datei vorhanden ist und sendet sie oder gegebenenfalls eine Feh- lermeldung an den Client zurück. Dieses Verfahren funktioniert natürlich auch um- gekehrt, in diesem Fall fordert der Client den Server auf, eine Datei entgegenzuneh- men und auf seiner Festplatte zu speichern. Jeder Rechner im Netz kann die Client- oder Serverfunktion übernehmen, sofern die entsprechende Client- beziehungsweise Serversoftware verfügbar ist.
Bei manchen Diensten oder Arbeiten werden auch die Begriffe local-host und remo- te-host gebraucht. Host ist eine andere Bezeichnung für Rechner, der local-host ist dann der Rechner, auf dem man selber arbeitet, der remote-host ist der Computer, der gegebenenfalls vom local-host angesprochen wird. Häufig entsprechen also die Beg- riffe local- beziehungsweise remote-host den Bezeichnungen Client und Server. 6 FTP=Dienst, der das Übertragen von Dateien zwischen zwei Rechnern im Netzwerk ermöglicht. Siehe dazu auch Kapitel 4.5.
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Arbeit zitieren:
Juliane Barth, 1997, Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation, München, GRIN Verlag GmbH
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