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Hausarbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Dominik Heße
Fach: Pädagogik - Allgemein
Details
Institution/Hochschule: Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Allgemeine Pädagogik)
Tags: Eros, Platon
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18142-6
Dateigröße: 200 KB
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Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkungen 3
1 Einleitung 4
2 Die Stufen der platonischen "Eroslehre" - Inhalte und Funktionen
2.1 Grundlegende Konzeption des Systems der Stufen 8
2.2 Über die Stufen im Einzelnen und deren Bedeutung
- Zur ersten Stufe - Die Leidenschaft zum körperlich Schönen 10
- Zur zweiten Stufe - Die Leidenschaft zu allem Schönen 12
- Zur dritten Stufe - Das Erkennen des Schönen der Seele 14
- Zur vierten Stufe - Die schönen Wissenschaften 15
- Zum Ziel - Das höchste Wissen 16
3 Schlussbemerkungen 18
Literaturverzeichnis
Erklärung zur selbstständigen Arbeit
Vorbemerkungen
"Wohlan denn, sage mir vom Eros, da du auch seine übrigen Eigenschaften schön und prächtig geschildert hast, noch folgendes: ist der Eros von solcher Art, daß er sich auf irgend etwas bezieht oder nicht?" (VORLÄNDER 1996, S. 234)
So spricht SOKRATES zu Beginn seiner Rede zu Ehren des "Eros" während des "Symposiums" zu AGATHON, dem Gastgeber, der anlässlich seines ersten Sieges als Dichter der Tragödie ein Fest ausrichtet. Mit diesem Zitat einleitend, soll der Sinn und die weitere Erarbeitung zum Thema näher gebracht werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch steht "Eros" in zahlreichen Fällen nur für den "Gott der Liebe", welcher gewöhnlich fälschlicherweise mit dem Charakter des "Amor" aus der früheren römischen Mythologie gleichgesetzt wird. Tatsächlich aber ist er der "Sohn der Aphrodite", d.h. er wurde von Poros und Penia, den Göttern denen die Eigenschaften des Überflusses und der Bedürftigkeit zugesprochen wurden, während des Geburtsfestes der "wahren Liebesgöttin" gezeugt (vgl. FICINO 1984, S. 209). Spricht man darüber hinaus stets von "platonischer Liebe", so ist meist doch nicht der wahre Ursprung der Redensart, und somit auch der eigentliche Sinn, geläufig.
Das Thema dieser Hausarbeit wurde gewählt, um detailliert auf das eigentliche Wesen des "Gottes" einzugehen und fundiertes Hintergrundwissen zu erhalten. Im Weiteren soll der Zweck der Figur in der Lehre des Platon erörtert werden und somit auch die eigentliche Bedeutung im antiken Griechenland.
Unterteilt wird die Arbeit daher wie folgt: Aufgrund der unterschiedlichen Phasen bzw. Stufen, welche die "Eroslehre" im Sinne des Platon vorsieht, sind auch die Abschnitte des Hauptteils auf diese Weise gegliedert. Ein weiterer Faktor hierfür ist die daraus resultierende weitaus bessere Nachvollziehbarkeit der Gedankengänge der Protagonisten in PLATONS Rede.
Zur Recherche der Literatur ist zu sagen, dass sich diese, in bezug auf das hier bearbeitete Thema, als relativ schwierig erwies. Abgesehen von dem Auszug des "Symposiums", was in der heutigen Zeit eher der Bedeutung von "Trinkgelage" gleich kommt, der den "Eros" zum Thema hat, sind nur wenige weitere Texte vorhanden, welche sinnvoll mit einbezogen werden können.
Die Arbeit ist in hermeneutischer Weise angefertigt, also durch Auslegung und Deutung der verwendeten Texte erstellt.
1 Einleitung
Als was wurde der Gott "Eros" in der früheren Zeit angesehen? Wie wurde sein Wirken und Einfluss auf die Menschen im Antiken Griechenland ausgelegt? Welche Bedeutung sieht PLATON in der Figur, und wie steht dieser "Gott" in Verbindung mit seiner Erziehungslehre? Diese offenen Fragen müssen beantwortet sein, um die Beziehungen der Charaktere, die im Kontext erscheinen, nachvollziehen zu können.
"Eros" ist in der griechischen Mythologie vergangener Zeit der Diener bzw. Sohn der Aphrodite und somit ein für viele nicht sehr wichtiger Faktor. Die Figur wurde im Antiken Griechenland teilweise nur mit Einschränkungen als "Gott" angesehen und kam nie zu den vollen Würdigungen, wie sie beispielsweise Zeus, Hera, Athene oder Apollon auf dem Olymp zuteil wurden. Man durfte "Eros" allerdings auch nicht mit ihnen gleichsetzen, da dieser eher eine neue Form der "Gottheit" beschrieb, die den Menschen nicht durch Gräueltaten zu Opfern und Erbauung von Tempeln drängte. Um des besseren Verständnisses Willen sollte das Wissen um die ältere Geschichte und Mythologie allerdings bekannt sein. Zu früheren Zeiten, als im Antiken Griechenland noch an die allmächtigen "Götter" geglaubt wurde, sahen sich die Erdenbewohner als von ihnen beherrscht an. "Eros" hingegen deutete man als eine Macht, die das Innere jedes Menschen bzw. das eigentliche Verhalten beeinflussen könne. Sein Name steht an sich für die "Leidenschaft", die einen Menschen dazu auffordere nach dem Schönen zu verlangen. So wurde von ihm vermutet, dass er Initiator des Verlangens nach einem anderen guten Objekt sei und weiter die Liebe gegenüber etwas Schönem wecke. Gegen diese überirdische Macht könne sich der menschliche beschränkte Geist gewöhnlich auch nicht zur Wehr setzen. Ist ein Individuum aber der Meinung, es gäbe eine solche Macht nicht, die ihn zu solchen Empfindungen treibe, also ungläubig, kann er sich dagegen widersetzen (vgl. KRÜGER 1978, S. 21). Nur der feste Glaube an seine bestimmende Wirkung mache ihn "real". Zum anschaulichen Vergleich könnte man diesen Sachverhalt mit dem heutigen Christentum vergleichen. Auch hier ist der Glaube der entscheidende Faktor. Gläubige finden immer wieder Hilfe in ihrem Glauben, d.h. durch ihren "Gott". Ungläubige hingegen sehen es als Illusion an, die keinen wahren Bestand habe und somit auch nichts in der Welt bewirken könne.
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