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Hauptseminararbeit, 2002, 15 Seiten
Autor: Sabine Niefer
Fach: Filmwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Institut für Theaterwissenschaft)
Tags: Gegenwärtigkeit, Holocaust, Neuen, Deutschen, Film, Kino, Trauma, Trauerarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18091-7
Dateigröße: 217 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Die Gegenwärtigkeit des Holocaust
im Neuen Deutschen Film
von Sabine Niefer
Inhaltsverzeichnis
Einleitung S.2
Trauma und Phantom S.3
Trauma und Trauerarbeit S.6
Grenzen der Repräsentation S.8
Resümee S.11
Literaturverzeichnis S.13
Einleitung
In den 90er Jahren erlangten Traumatheorien einen neuen wissenschaftlichen Stellenwert, indem sie neue Grundlagen für Antworten auf verschiedenste Fragestellungen in den Geisteswissenschaften manifestieren.
Dabei geht es den Trauma- Theoretikern um die Erforschung von Geschichte und Gedächtnis und dessen Lücken, Absenzen und spurlosen Spuren. "So tendieren", wie Thomas Elsaesser ausführt, "die Vorstellung von Opferschaft, das auf Geschichte und Macht(losigkeit) gelegte Gewicht, die Aufmerksamkeit, die dem Gedächtnis, seiner ambivalenten Beziehung zur inneren psychischen Realität und äußeren, öffentlichen (oder filmischen) Repräsentation zuteil wird, allesamt dazu, die Trauma-Theorie und die zahlreichen historisch- politischen Hinterlassenschaften der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg aufeinander auszurichten."(1)
Betrachten wir das Medium Film als soziologisches Spiegelbild für das Selbstverständnis einer Gesellschaft und untersuchen wir die deutschen Filme der Nachkriegsjahrzehnte unter diesem Aspekt, so stellt sich die Frage nach der Ausdrucksform des kollektiven Gedächtnisses der Deutschen in Bezug auf die Verbrechen des Dritten Reiches im Neuen Deutschen Film.
Seit Mitte der siebziger Jahre werden dort zwar der Faschismus und der Nationalsozialismus thematisiert, der Holocaust und dessen Bedeutung und Folgen für die deutsche Bevölkerung jedoch spiegelt sich nur in Andeutungen auf spurlose Spuren innerhalb des deutschen kulturellen Gedächtnisses und Geschichtsverständnisses wider. Wie aber läßt sich das Fehlen der Auseinandersetzung mit dem Holocaust im deutschen Nachkriegsfilm begründen, und welche Schlüsse können daraus aus unserer heutigen historischen und moralischen Perspektive über die Traumatisierung der deutschen Bevölkerung gezogen werden?
[...]
1 Elsaesser, Thomas. Trauma- Dossier. Screen 2001
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