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Seminarart: Titel der Veranstaltung:
Semester:
Die italienische Mafia Studiengang: Diplom Fachsemester: 3.Fachsemester
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3-4
2. Definition und Begriffsabgrenzung Seite 4-7
2.1.Definition der Mafia Seite 4-5
2.2.Sizilianische Organisationen mafiosen Typs Seite 5-6
2.3.Abgrenzung zwischen gewöhnlichen
Kriminellen und der Cosa Nostra Seite 6-7
3. Die Struktur der Mafia Seite 7-10
3.1.Aufnahmebedingungen und Regeln
der Cosa Nostra Seite 7-8
3.2.Die Hierarchie der Cosa Nostra Seite 8-10
4. Verflechtungen der Mafia Seite 10-13
4.1. Wirtschaft und Mafia Seite 10-12
4.2. Politik und Mafia Seite 12-13
4.3. Mafia und Gesellschaft Seite 13-14
5. Schlussfolgerung Seite 14-15
Literaturverzeichnis
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Einleitung
Mafia wird in Italien häufig klischeehaft verwendet, wenn es darum geht, allen sozialen Übel und vor allem das staatliche Versagen auf einen Punkt zu bringen. Jeden Tag erscheinen in der italienischen Presse Artikel zum Thema Mafia. Bis zum heutigen Tag hat es die sogenannte Mafia geschafft, in sozial wichtigen Lebensbereichen starken Einfluss auszuüben. Man kann sie sogar als das inoffizielle Bürgertum des Staates Italiens bezeichnen. Grund dafür könnte sein, dass die Mafia in Italien lange Zeit nur ein Thema war, wenn sie grad zugeschlagen haben. Der sogenannte Mythos Mafia wurde lange nicht ernst genommen, man verdrängte die Gefahr. Sie wurden zwar als kriminelle Vereinigung tituliert, doch die Gefahr dieser gut organisierten kriminellen Verbindung wurde dabei unterschätzt. Auch die politischen Verbindungen, welche die Mafia sich erarbeitet hatte und pflegte, wurden gänzlich außer Acht gelassen. Erst in den 60er Jahren brachte die erste Antimafia-Kommission des Parlaments Erkenntnisse über die Verbindungen zwischen Mafia und Politik ans Tageslicht. Doch man ging diesen Hinweisen nicht nach bzw. vertuschte sie und erst 30 Jahre später lässt sich dank italienischen Polizisten, Richtern und Mafiaaussteigern ein wissenschaftlich fundiertes Bild der Mafia zeichnen. Fest steht, dass die Mafia nicht nur im illegalen Bereich agiert, sondern durch ihre Verbindungen zu Politik und Verwaltung, auch großen Einfluss auf legale Sektoren nimmt. Gerade dies unterscheidet mafiose Formen von anderen Formen von Kriminalität und eben dieses macht die Mafia so außergewöhnlich gefährlich. Aufgrund mangelhafter Nachforschungen in den vergangenen Jahren kann sie sogar als Gefährdung der italienischen Demokratie bezeichnet werden. Insbesondere die Cosa Nostra, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt, hat sich mit ihrem Modell so bewährt, dass andere kriminelle Organisationen aus anderen Ländern dieses zu kopieren versuchen.
Wie hat die Mafia es also geschafft, nach ca. 150 jährigem Bestehen, den großen politischen Einfluss dieser kriminellen Organisation mit solcher Stärke,
aufrechtzuerhalten? Inwieweit hat die spezifische Struktur der Mafia zu ihrer Machtbefestigung und Machterhaltung beigetragen? Ziel dieser Arbeit wird es sein, aufzuzeigen, wie und warum es die Mafia geschafft hat, bis zum heutigen Tage mit kriminellen Machenschaften eine so eklatante Wirkung auf die Gesellschaft und ihre
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politischen Institutionen Italiens zu nehmen. Dazu wird im 2.Kapitel eine Definition der Mafia und die Begriffsabgrenzung in Hinsicht der Regionen und der Qualität zu anderen kriminellen Organisationen notwendig. Weiterhin wird der Verfasser auf ihre Struktur eingehen und letztendlich die Bereiche analysieren, in denen die Mafia eingedrungen ist. Dazu gehören die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
2.Definition und Begriffsabgrenzung
2.1.Definition der Mafia
In der Öffentlichkeit wird die Bezeichnung Mafia für verschiedene Verbrechersyndikate und- banden verwendet und oft mit der Organisierten Kriminalität gleichgesetzt. Da sie historisch gewachsen ist und seit ca. 150 Jahren ein entscheidender Machtfaktor der sizilianischen Gesellschaft darstellt, ist sie mehr als nur Organisierte Kriminalität. Denn die Mafia ist eine Machtstruktur und den wesentlichsten Unterschied stellt die Tatsache dar, dass es nicht allein ihr Ziel ist, einen materiellen Gewinn zu erzielten, sondern auch nach Macht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu streben. Bis ins 19. Jahrhundert hinein galt in Sizilien alles als mafios, was für Überlegenheit und Standhaftigkeit steht. Mafiosos waren Männer, die sich in ihrer sozialen Umgebung problemlos durchzusetzen vermochten. Die Anwendung von Gewalt war dabei ein erfolgreiches und für sie legitimes Mittel, welches die ihnen Ehre und Prestige zusätzlich garantierte. Mafioses Verhalten bedeutete in einer traditionellen und sizilianischen Gesellschaft, ehrwürdiges Verhalten zu zeigen, indem man die Tapferkeit und vor allem die Fähigkeit zur Anwendung von Gewalt ausstrahlt. 1
Der Ursprung des Wortes „Mafia“ ist bis heute ungeklärt und hat verschiedenste Spekulationen hervorgerufen. Manche behaupten, dass der Ursprung dadurch entstand, dass im Verlauf eines spontanen Aufstands in Palermo gegen die herrschenden Franzosen, der Schlachtruf dieser rebellierenden Bevölkerung soviel wie“ Morte alla Francia, Italia anela“ hieß. Dieses bedeutet „Tod dem Frankreich, keucht Italien.“ 2 Eine andere Behauptung war, dass das Wort „Mafia“ in der alten sizilianischen Sprache für „besonders“, „erfolgreich“ und „überlegen“ stand, womit nur ein Mann mit Stolz und Ehre bezeichnet wurde. Im Verlauf des 19. Jahrhundert
1 vgl. Müller, Peter, Die politische Macht der Mafia, 1991, S.309
2 vgl. Müller, Peter, Die politische Macht der Mafia, 1991, S.128
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Arbeit zitieren:
Frank Kofi Schwarz, 2003, Die italienische Mafia, München, GRIN Verlag GmbH
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