Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis...............................................................................II
Abbildungsverzeichnis .................................................................... IV
Abkürzungsverzeichnis VI
Einleitung 1
1. Ökostrom 2
1.1 Der deutsche Strommarkt 2
1.1.1 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz 7
1.1.1.1 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen 8
1.1.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz 8
1.1.2.1 Funktionsweise des EEG 9
1.2 Klimaschutz und Umweltbelastung 10
1.2.1 CO 2 und das Klima 12
1.3 Erneuerbare Energien zur Stromgewinnung 15
1.3.1 Solarenergie 15
1.3.2 Windkraft 17
1.3.3 Bioenergie 19
1.3.4 Wasserkraft 19
1.3.5 Geothermie 21
2. Instrumente der Stromkennzeichnung 22
II NA
2.1 Potentiale und Zielsetzung der Stromkennzeichnung 23
2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Stromkennzeichnung in
Deutschland 25
2.3 Unterschiede zwischen Stromkennzeichnung und Gütesiegeln 25
3. Ökostromgütesiegel 26
3.1 RECS-Deutschland e V 27
3.2 TÜV 29
3.3 Landesgewerbeanstalt Bayern 31
3.4 Grüner Strom Label e V 32
3.5 EnergieVision e V 36
4. Resümee 39
5. Literaturverzeichnis 40
6. Anhang 44
6.1 Labelvergleich 44
6.2 Glossar 45
III NA
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Regelzonen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber 2007 (VDN 2007CCCCCCC
3 NA
Abbildung 2: Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden 2005 in
(Statistisches Bundesamt 2006) 4
Abbildung 3: AKW nach der Bruttoleistung und Typ des Reaktors Stand: 12 01.
2006 (Statistisches Bundesamt 2006) 5
Abbildung 4: Anteile der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern am
Bruttostromverbrauch 1991 und 2005 in (Statistisches Bundesamt 2006) 6
Abbildung 5:Stromerzeugung in Deutschland gemäß Basisjahr 2006 in (uewag
2008)....................................................................................................................................7 NA
Abbildung 6: Treibhausgasemissionen verschiedener Stromerzeugungssysteme
(B KWK e V 2008) 8
Abbildung 7: Der natürliche Treibhauseffekt (TU-Berlin 2008) 13
Abbildung 8: Der anthropogene Treibhauseffekt Ursachen und Folgen (bpb 2008) 14
Abbildung 9: Kyoto Zielvorgabe 14
Abbildung 10: Strahlungsenergie pro Flächeneinheit (Geitmann 2004) 17
Abbildung 11: Drei Schluchten Staudamm (faz net Juni 2007) 20
Abbildung 12: Geothermie Hot-Dry-Rock-System (Bührke Wengenmayr 2007) 22
Abbildung 13: Gegenüberstellung von Stromkennzeichnung und Ökostromgütesiegeln
(BMU Juni 2007CCCCCCC...............................................................................................................26
Abbildung 14: Vertragliche Beziehung und Finanzfluss bei einem Ökostromprodukt
unter Einbezug von Grünstromzertifikaten (Öko-Institut e V August 2005) 28
Abbildung 15: Logo des VdTÜV (vdtuev de 2008CCCCCCC..........................................................30
Abbildung 16: Ökostromprüfzeichen der LGA (LGA Oktober 2002) 32
Abbildung 17: Ökostromtarife mit GSL (gruenerstromlabel org 2008CCCCCCC............................33
IV NA
Abbildung 18: GSL Gold (gruenerstromlabel org 2008) und GSL Silber (verivox de
2008)..................................................................................................................................33 NA
Abbildung 19: Vertragliche Beziehung und Finanzfluss bei einem Ökostromprodukt
unter Zugrundelage vertraglicher Stromlieferbeziehungen sowie einem Produkt unter
Einbezug von Grünstromzertifikaten (Öko-Institut e V August 2005) 35
Abbildung 20: ok-power Label (ok-power de 2008) 36
Abbildung 21: Labelvergleich (gruenerstromlabel org 2008) 44
V NA
Abkürzungsverzeichnis
AKW = Atom- bzw. Kernkraftwerke
BHKW = Blockheizkraftwerk
B.KWK e. V. = Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V.
BMU = Bundesministerium für Umwelt-, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
BRD = Bundesrepublik Deutschland
bzw. = beziehungsweise
CO 2
= Kohlendioxid
d.h. = das heißt
DIN = Deutsche Industrienorm
EECS = European Energy Certificate System
EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz
EG = Europäische Gemeinschaft
EN = Europäische Norm
EnWG = Energiewirtschaftsgesetze
EUGENE = European Green Electricity Network
EU = Europäische Union
et al. = et alii, und andere
etc. = et cetera, und so weiter
e. V. = Eingetragener Verein
GAU = größter anzunehmender Unfall
GW = Gigawatt
VI
GSL = Grüner Strom Label
H 2 O = Wasserstoff
IUTA = Institut für Energie- und Umwelttechnik
KW = Kraftwerk/e
kWh = Kilowattstunde
KWK = Kraft-Wärme-Kopplung
KWKG = Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
LGA = Landesgewerbeanstalt Bayern
= Stickoxide NO x
MW = Megawatt
rd. = Rund
RECS = Renewable Energy Certificate System
SKM = Sinclair Knight Merz Energy Consulting
SO = Schwefeloxide
TWh = Terawattstunden
Uewag = Überlandwerke Fulda AG
VDEW = Verband der Elektrizitätswirtschaft
VDN = Verband der Netzbetreiber
vgl. = Vergleich
vzbv = Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.
WKW = Wasserkraftwerk/e
z.B. = zum Beispiel
VII
Einleitung
Elektronischer Strom als Solches ist ein physikalisches Phänomen. Er treibt Maschinen an, bringt Licht, Wärme aber auch Informationen in Wohnungen und Häuser, mitunter rettet er sogar Leben. Viele Verbraucher wissen relativ wenig darüber wie und wo ihr Strom produziert wird bzw. welchen Aufwand es Bedarf ihn sicher in die Wohnungen fließen zu lassen. Begriffe wie Spannung, Stromstärke und Frequenz hat man mit Sicherheit schon gehört, wohingegen Begriffe wie Kurzschlussfestigkeit, Spitzenlast oder Dreiphasenwechselstrom eher unbekannt sind. Strom ist heutzutage nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken und ist in vielen westlichen Ländern jederzeit verfügbar. Wie abhängig wir vom Strom geworden sind, bekommen wir erst mit, wenn dieser nicht mehr fließt. So wie am 04. November 2006 als ein Stromausfall etwa 10 Millionen Menschen in weiten Teilen Westeuropas überraschte.
In vielen Medien wird in des über den Zusammenhang zwischen der Stromerzeugung und dem Klimawandel berichtet und spekuliert. Fast täglich werden dem Verbraucher – also uns – Maßnahmen zum „Stromsparen“ empfohlen. Dennoch hat (fast) jeder Bürger einen gewissen Grundbedarf an Strom, welchen er fürs Leben benötigt. Denn wer möchte heute schon freiwillig auf Kühlschrank, Waschmaschine und TV verzichten.
Seit dem der Strommarkt liberalisiert wurde, kann der Verbraucher seinen Stromanbieter selbst wählen. Neben „günstigerem“ Strom kann er, dank der Stromkennzeichnung, auch die Art der Stromerzeugung frei wählen. Abgesehen von den konventionellen Stromanbietern, welche auf Kernkraft und fossile Energieträger setzen, kann der Verbraucher nun verstärkt seine Nachfrage auf erneuerbare Energien (EE) ausrichten. Um sich von anderen Anbietern zu unterscheiden und/oder hervorzuheben schmücken sich viele Erzeuger deshalb mit verschiedenen „Ökostromgütesiegeln“. Doch was sagen diese Gütesiegel aus, welchen Nutzen haben sie für den Verbraucher und vor allem wie kann der die verschiedenen Label unterscheiden?
Diese Fragen sollen mit der hier vorliegenden Arbeit erörtert werden. Neben zahlreichen Informationen über die Stromerzeugung und Stromkennzeichnung werden die verschiedenen Gütesiegel verglichen und deren Aussagen und Funktionen dargestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, dem unentschlossenen Verbraucher bei der Wahl seines zukünftigen Stromerzeugers, insbesondere bei der Wahl eines für ihn richtigen Ökostromanbieters, zu unterstützen.
1
1. Ökostrom
Eine allgemeingültige Definition für den Begriff „Ökostrom“ gibt es nicht. Unternehmen, die Strom zu 100 % aus regenerativen Energiequellen generieren, deklarieren ihren Strom genauso als Ökostrom wie Unternehmen, die sich lediglich an dem Ausbau dieser Energien beteiligen. Diese Stromprodukte werden dann meist etwas teurer als die konventionellen Produkte angeboten. Die Mehreinnahmen sollen, laut Werbung der Unternehmen, ganz dem Ausbau dieser Energieformen zugutekommen. Gemäß einer VDE-Norm (Verband der Elektrotechnik) ist jedoch jeder ins Netz eingespeiste Strom sogenannter Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom). (Öko-Institut e. V. Januar, 2008) Für den Endkunden ist es deshalb nicht ersichtlich welche Art von Strom die heimische Steckdose liefert. Ebenso ist es ihm nicht möglich nachzuvollziehen, welche regenerativen Anlagen durch den höheren Strompreis finanziert bzw. wofür das Geld investiert wurde. Denn schließlich sollte man als Verbraucher nicht jeder Werbeaussage Glauben schenken. Um dem Kunden diesbezüglich zu helfen und den Markt transparenter zu gestallten haben sich verschiedene Ökostromgütesiegel mit jeweils unterschiedlicher Aussagekraft etabliert. Um jedoch den genaueren Sinn und die Vorteile von Ökostrom zu verstehen, bedarf es einer Betrachtung der gesamten Stromerzeugung und aller am Markt beteiligten. Hinzu kommt auch eine kritische Betrachtung der verschiedenen Umwelteinflüsse als Folge der Stromgewinnung. Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über den deutschen Strommarkt.
Ein anderer nicht außer Acht zu lassender Aspekt, im Bezug auf Ökostrom und Strom allgemein, ist das Stromsparen. Jede eingesparte Kilowattstunde (kWh) hat in etwa den gleichen Umwelteffekt wie jede zusätzlich erzeugte kWh Strom aus EE. (Öko- Institut e. V., Januar 2008) Da dies jedoch nicht Inhalt dieser Arbeit ist, verweise ich diesbezüglich auf andere Quellen wie etwa www.stromeffizienz.de oder
1.1 Der deutsche Strommarkt
Um den Nutzen von Ökostrom für die Umwelt und den Verbraucher zu erläutern bedarf es zu erst einer Betrachtung des deutschen Strommarktes. Dessen Marktstruktur hat sich im letzten Jahrzehnt durch die politische Liberalisierung stark verändert. Ziel der Liberalisierung des Energiemarktes war es, den freien Wettbewerb in den Segmenten Erzeugung, Handel und Vertrieb zu stärken, um diesen den Marktregelarien zu unterwerfen. Durch den dadurch entstehenden Wettbewerb sollte vor allem der Kunde, etwa durch günstige Strompreise, profitieren. Eine Liberalisierung des gesamten Strommarktes ist leider nicht möglich denn die Bereiche Transport und Versorgung
2
unterliegen einer natürlichen Monopolstellung. In Deutschland verteilt sich, zwölf Jahre nach der Liberalisierung, diese Monopolstellung im Wesentlichen auf vier große Netzbetreiber. Hierzu zählen Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW (siehe Grafik). (DIW, 2004)
Abbildung 1: Regelzonen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber 2007 (VDN, 2007)
Um ihrer Monopolstellung entgegen zu wirken, werden die Nutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur reguliert. Dieses Nutzungsentgelt muss von jedem Unternehmen, welches Strom für den Endkunden produziert, an den jeweiligen Netzbetreiber (Eon, RWE etc.) gezahlt werden. Man könnte es auch als eine Art „Stromdurchleitungs- maut“ bezeichnen. Wie viel Strom ein solches Unternehmen ins Leitungsnetz einspeist wird in einem Liefervertrag zwischen ihm und dem Netzbetreiber vereinbart. (DIW, 2004)
3
Das staatlich regulierte Nutzungsentgelt macht etwa 1/3 Drittel des Strompreises aus. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden.
Abbildung 2: Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden 2005 in % (Statistisches Bundesamt, 2006)
Funktion und Inhalt des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) sowie des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden in einem späteren Abschnitt aufgezeigt.
Das gesamte deutsche Stromnetz erstreckt sich auf ca. 1.671.300 km und besteht aus bis zu 566.300 Transformatoren. (VDN 2007) Wie in fast allen Industrieländern bestimmen die klassischen Energieträger Kohle, Mineralöl, Gas, Kernenergie und Wasserkraft die Zusammensetzung der Primärenergie. Der nach wie vor wichtigste Energieträger ist Mineralöl. Dieser spielt jedoch in der Stromerzeugung eine eher untergeordnete Rolle. Das bei der Erdölförderung anfallende Nebenprodukt Erdgas, welches – je nach Herkunft – bis zu 98 % Methan enthält, wird meist in Gasturbinenkraftwerken zur Deckung von Spitzenlasten eingesetzt. Insgesamt hat sich die Stromerzeugung in Deutschland durch Erdgas seit 1991 verdoppelt. Neben Erdgas werden in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) vor allem die fossilen Energieträger Stein- und Braunkohle eingesetzt. Sie decken mit 47 % knapp die Hälfte des gesamten Strombedarfs ab. Alles in allem nehmen die fossilen Energieträger hierzulande 59 % der Stromerzeugung ein. (Statistisches Bundesamt, 2006)
Der wichtigste Energieträger im Bereich der Stromerzeugung ist die Kernenergie. 2005 produzierte Deutschland mit nur 18 Kernkraftwerken (AKW) die vierthöchste Strommenge neben USA, Frankreich und Japan. Ca. 50 % der Grundlastversorgung
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Arbeit zitieren:
Michael Schulze, 2008, Ökostromkennzeichnung - Nutzen und Aussagekraft der verschiedenen Gütesiegel, München, GRIN Verlag GmbH
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