University of Applied Sciences Munich
VWL Seminararbeit: Semester 7
1 Einleitung. 2
2 Entstehung des „Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht“ 3
3 Fahrplan: Basel II 3
4 BASEL II 4
4.1 Drei-Säulen-Strategie 6
4.1.1. Erste Säule: „Mindestkapitalanforderungen“ 7
4.1.1.1 Standardmethode 8
4.1.1.2 IRB-Ansätze (“Internal Ratings-based Approach ) 10
4.1.2 Zweite Säule: „Bankenaufsichtliche Überwachung“ 12
4.1.3 Dritte Säule: „Marktdisziplin“ 12
5 Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung 13
6 Schlussbetrachtung: „BASEL II als Chance nutzen“ 15
7 Literaturverzeichnis: 16
Herbert Strasser 10BW7B
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1 Einleitung
Der Entwurf der neuen Baseler Eigenkapital Vereinbarung (Basel II) oder auch als „Der neue Baseler Akkord des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht“ bekannt, ist der Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion um die Einführung von flächendeckende Ratings für Kreditnehmer und deren Auswirkungen auf das Kreditgewerbe. Gegenwärtig vergeht kaum ein Tag, an dem in den Tageszeitungen nicht über die geplanten Veränderungen in der globalen Bankenaufsicht berichtet wird. Neben der allgemeinen Zustimmung in den Grundsätzen, skizzieren Vertreter der zahlreichen Parteien und andere Interessens- bzw. Lobbyistenverbände negative Folgen diverser Einzelaspekte, besonders für den deutschen Mittelstand und fordern dringende Überarbeitung des neuen Regelwerkes.
In Zeiten zunehmender Liberalisierung und Globalisierung der Märkte sowie des technischen Fortschritts hat sich an den Finanzmärkten in den letzten Jahren ein Prozess tiefgreifender Veränderungen vollzogen, der sich auch auf die traditionellen Bankgeschäfte auswirkt. Angesichts der angestiegenen Insolvenzzahlen, sowie den damit verbunden Kreditausfällen (vgl. Kirch Media AG, Philip Holzmann AG etc.), werden heute vermehrt globale Anstrengungen unternommen, um die Stabilität der vernetzten und integrierten Finanzmärkte besser abzusichern. Dabei steigen die Anforderungen an das Kredit- und Risikomanagement der einzelnen Banken in gleichem Maße, wie das der Unternehmen.
Mit der Weiterentwicklung des bankenaufsichtlichen Regelwerkes (1988: Basel I), welches die Mindest-Eigenkapital-Unterlegung bei Banken bestimmt, soll nun der zunehmenden Komplexität und dem steigenden Risikogehalt der Finanzgeschäfte Rechnung getragen werden. Aus diesem Grund hat der Baseler Ausschuss den Entwurf des neuen Baseler Akkords (Basel II) vorgelegt.
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2 Entstehung des „Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht“
Der „Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht“ oder auch „Basel Committee on Banking Supervision" genannt, wurde im Jahre 1974 gegründet, wobei das erste Treffen allerdings erst im Februar 1975 stattgefunden hat. Sie bildet eine Untergruppe der G10-Gouverneure unter Koordination der Baseler „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)“. Die BIZ kann auch als Zentralbank der nationalen Zentralbanken bezeichnet werden. Die Mitglieder bzw. Anteilseigner dieser Bank stammen aus den G10-Ländern der Europäischen Union (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Schweden, Luxemburg, Spanien) und anderen G10-Staaten (Japan, Kanada, USA, Schweiz). Die deutschen Mitglieder sind Abgesandte der ,,Bundesaufsicht für das Finanzwesen (BAFin)" und der ,,Deutschen Bundesbank".
Ziel der Bank ist die Förderung bzw. dauerhafte Stabilisierung und Unterstützung der Harmonisierungsbewegungen der globalen Finanzmärkte. Des Weiteren agiert sie operativ, zusammen mit dem Internationalen Währungsfond (IWF) bei akuten Finanzkrisen in Form von Devisengeschäften bzw. Finanzhilfen, um deren Folgen daraus für die weltweit vernetzten Finanzmärkte so gering wie möglich zu halten. Sie stellt zudem eine aktive Diskussionsplattform dar, bei der Vertreter der nationalen Zentralbanken und der Finanzaufsichtsbehörden zu aktuellen Finanzmarktthemen Stellung beziehen können (siehe Baseler Akkorde). Die Ergebnisse derartiger Gespräche werden in Empfehlungen verfasst, und die jeweiligen Nationalstaaten haben die Möglichkeit diese Empfehlungen in ihre nationalen Rechtssysteme bzw. Finanzaufsichtssysteme gesetzlich verankern zu lassen..
3 Fahrplan: Basel II
Die Vereinbarung BASEL I von 1988 wurde mehrmals leicht geändert, bis einige Unstimmigkeiten bzgl. der Starrheit des Systems zu einer zeitgerechten Überarbeitung der Eigenkapitalvereinbarung Anlass gaben. Die zunehmenden globalen Veränderungen der weltweiten Bankenlandschaft fanden sich vor allem in den Bereichen:
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Arbeit zitieren:
Herbert Strasser, 2002, BASEL II - Richtlinien und Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung, München, GRIN Verlag GmbH
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