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Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Gründe für die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und
Grundschulen
3. Probleme und Formen der Zusammenarbeit
4. Praktische Vorschläge für eine Verbesserung der Übergangssituation
5. Umfrageergebnisse
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1. Vorwort
Eine Bedingung für einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist die stetige Zusammenarbeit von KindergärtnerInnen und GrundschullehrerInnen. Die Zielsetzung der ErzieherInnen und LehrerInnen ist weithin übereinstimmend:
v Beide Institutionen möchten die körperliche, soziale und geistige Entwicklung der Kinder fördern.
v Sie möchten die Lernfreude der Kinder durch angemessene Angebote aus ihrer Umwelt wecken und festigen.
v Sie möchten Leistungsdruck und Angst von den Jungen und Mädchen fernhalten.
v Sie möchten die Kinder in mitmenschliche Umgangsformen einführen und ihnen Selbstbewusstsein vermitteln.
v Sie möchten Jungen und Mädchen, die z. B. auf Grund ihrer familiären Lebensverhältnisse ungünstige Lernvoraussetzungen aufweisen, vermehrt unterstützen.
Viele Menschen sind heutzutage noch der Meinung, dass den Kindergarten die Aufgabe der Spielförderung obliegt, während in der Schule allmählich das Lernen in den Vordergrund rückt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Kindergarten oft als „Bewahrungsanstalt“ angesehen wird. Es wird aber all zu häufig nicht gesehen, dass er eine Reihe von wichtigen Arbeiten erfüllt, die über das „Bewahren“ hinausgeben. In diesem Zusammenhang stellt sich den Erziehern die Frage: „Wie muss der Kindergarten gestaltet sein, damit möglichst alle Kinder schulfähig werden?“
Kinder lernen in handelnder Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. Daher sind die Übergänge zwischen Spielen und Lernen fließend. Ihre Neugier wird herausgefordert, ihr Drang nach Forschen und Experimentieren gekräftigt. Der
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Anfangsunterricht sollte zahlreiche Spielmöglichkeiten einräumen, ohne das Lernen dem Zufall überlassen wird.
2. Gründe für die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen
Die Eltern sind die einzigen Bezugspersonen, die den Kindern im Normalfall ein Leben lang zur Seite stehen. Die anderen Personen (KindergärtnerInnen und GrundschullehrerInnen) beschäftigen sich nicht gleichzeitig, sondern zeitlich nacheinander mit dem selben Kind. Dadurch gibt es keine direkten Berührungspunkte. Die Kooperation zwischen beiden Institutionen kann aber trotzdem erfolgreich verlaufen, da die Kindergärten und die Grundschulen das Wohlergehen der Jungen und Mädchen im Auge haben. Es gibt verschiedene Gründe, die für einen regelmäßigen Kontakt zwischen KindergärtnerInnen und GrundschullehrerInnen sprechen: Um den Kindergartenkindern den Schulanfang so leicht wie möglich zu machen, sollte sich der/ die KlassenlehrerIn des ersten Schuljahres ausreichend darüber informieren, was im Kindergarten gemacht wurde. Dazu gehört, dass er das dortige Materialangebot (Spiel- und Turngeräte, Bilderbücher, Arbeitsmappen usw.) kennt, und über die Wochenpläne und den Tagesablauf informiert ist. Auf der anderen Seite sollten auch die ErzieherInnen über die Unterrichtsarbeit in den ersten Grundschuljahren Bescheid wissen, um sich ein Bild von den dort möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten zu machen. Sie können dann mit den Fünfjährigen bzw. Sechsjährigen Übungsformen aufgreifen, um diese Schwierigkeiten (z. B. Schulangst zu vermeiden.
ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen sollten gemeinsam nach Lösungen suchen, um Erziehungskonflikte vorzubeugen. Es spricht einiges
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dafür, dass aggressives und rücksichtsloses Verhalten bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zunimmt. Ursachen dafür sind z. B. in der Einengung ihrer Freiräume zu finden. Viele der Kinde und Jugendliche leben heute in Gebieten, in denen sie keine Möglichkeiten haben, ihre Freizeit auf natürlichen Spielplätzen zu verbringen. Dies liegt for allem am Wohnungs-und Städtebau, sowie an der aufkommenden Verkehrsgefährdung. Zudem verbringen die Kinder auch schon in jungen Jahren viel Zeit vor dem Fernseher, hier werden Verhaltensmuster wie Brutalität unserer Meinung nach all zu oft verharmlost. Die Problematik, die sich daraus entwickelt, kann das gesamte Leben des Kindes beeinflussen. Deshalb muss im Kindergarten und in der Grundschule gemeinsam an Lösungsansätzen gearbeitet werden.
Bei der dauerhaften Kooperation zwischen ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen können beide Gruppen voneinander lernen. Gerade die unterschiedlichen Ausbildungen ermöglichen eine Grundlage für eine fruchtbare Gesprächsrunde. Die LehrerInnen erhalten Hinweise, wie sie die Schularbeit durch Spiele auflockern und beleben können. Die GrundschullehrerInnen könnten sagen, welche Dinge sie gern bereits im Kindergarten vermittelt hätten (z. B. Schuhe zubinden, mit der Schere umgehen, rechts und links unterscheiden können, usw.).
Die Zusammenarbeit von LehrerInnen und ErzieherInnen kann die Fehleinschätzung der Schulneulinge verringern. Solange der Gesetzgeber die Möglichkeit einräumt, Kinder vom Schulbesuch zurückstellen oder in den Schulkindergarten zu schicken, wird sie auch von den für diese Entscheidung verantwortlichen Personen genutzt. Damit lassen sich Fehleinschätzungen nicht vermeiden. Bei einer dem sechsjährigen Kind angemessenen Entscheidungsfindung dürfte die Grundschule nicht darauf verzichten, eine Stellungnahme des Kindergartens einzuholen. Die ErzieherInnen, die über
Arbeit zitieren:
Nicole Rümpker, 2000, Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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