I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Der Rahmen des internationalen Klimaschutzes:
Das Kyoto-Protokoll 2
3. Umsetzung in europäisches und deutsches Recht 4
4. Nationaler Allokationsplan I II (NAP) 5
5. Prinzip des Emissionshandels (Cap and Trade-System) 7
6. Preiseinflussfaktoren. 9
7. Der Emissionshandel an der EEX 9
7.1 Der Spotmarkt für EU Emission Allowances (EUAs) 10
7.2 Der Terminmarkt für EU Emission Allowances (EUAs) 10
7.3 Historische Preisentwicklung 12
8. Fazit und Ausblick. 13
Literaturverzeichnis. 15
Internetquellen 15
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Interne Lastenverteilung („burden sharing“) der EU
(In Anlehnung an: UNFCCC) ................................................................... 2
Abbildung 2: Kyoto Protokoll rechtliche Grundlagen (Quelle: Entnommen aus: BayernLB Broschüre: CO 2 -Produkte in der BayernLB) .................... 3
Abbildung 3: Ausgabe und Rückgabe der Emissionszertifikate (Quelle: Entnommen aus: Nationaler Allokationsplan II
2008-2012 vom BMU).............................................................................. 6
Abbildung 4: Prinzip des Emissionshandels
(Quelle: Entnommen aus: Umweltbundesamt, Deutsche
Emissionshandelsstelle DEHSt)............................................................... 7
Abbildung 5: Chart Preisentwicklung EEX EUA Future 2008
(Quelle: Entnommen aus: Reuters 24.06.2008) ....................................... 12
III
Abkürzungsverzeichnis
CDM Clean Development Mechanism (CDM) CO 2 Kohlendioxid DEHSt Deutsche Emissionshandelsstelle DEV Datenerhebungsverordnung EEX European Energy Exchange EHKostV Emissionshandelskostenverordnung EU Europäische Union EUA EU Emission Allowance IET International Emissions Trading JI Joint Implementation KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau NAP Nationaler Allokationsplan ProMechG Projekt-Mechanismen-Gesetz TEHG Treibhaus-Emissionshandelsgesetz UNFCCC United Nations Framework Convention on Climate
Change ZuG Zuteilungsgesetz ZuV Zuteilungsverordnung
1
1. Einleitung
Der natürliche Treibhauseffekt führt zu einem Temperatur-Niveau auf der Erdoberfläche, auf dem sich unsere Lebenswelt entfalten kann. Verursacht wird dieser Treibhauseffekt durch die in der Atmosphäre enthaltenen Gase wie Wasserdampf (H 2 O), Methan (CH 4 ), Distickstoffoxid (N 2 0), Ozon (O 3 ) und vor allem Kohlendioxid (CO 2 ). Diese Gase verhindern die Wärmerückstrahlung ins All, was zu einer Durchschnittstemperatur auf der Erde führt, bei der sich eine artenreiche Lebensvielfalt entwickeln kann.
Die durch den Menschen verursachten Klimaveränderungen sind vor allem auf die Industrialisierung und den damit einhergehenden Anstieg des
Kohlendioxidausstoßes durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas zurückzuführen. Zudem trägt die anhaltende Rodung von großen Teilen des Regenwaldbestandes zu immer höheren Kohlendioxidbelastungen bei, da dadurch die Fähigkeit CO 2 aufzunehmen, vermindert wird. Der größte Teil der Wissenschaftler ist sich einig, dass der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt zu einem weiteren Anstieg der globalen Temperatur führen wird. Die Folge wird sein, dass durch das Abschmelzen der Polkappen der Meeresspiegel ansteigt und dies zur Überflutung ganzer Inselstaaten führen wird. Extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme, Dürreperioden und auch Überschwemmungen werden immer häufiger auftreten. Nahrungsmittelengpässe und Probleme mit der Trinkwasserversorgung sind die Konsequenz. Im Rahmen dieser Arbeit wird auf die weltweite Klimaschutzpolitik zur Verminderung des künstlichen Treibhauseffekts eingegangen. Es wird beschrieben, wie das Kyoto-Protokoll in europäisches und deutsches Recht umgesetzt wird und wie die Deutsche Bundesregierung mit den Nationalen Allokationsplänen I und II ihrerseits diese Umsetzung vornimmt. Dabei spielt der Emissionshandel eine entscheidende Rolle. Es werden die Wirkungsweise des Emissionshandels beschrieben, das so genannte Cap and Trade System, und die verschiedenen Preiseinflussfaktoren für CO 2 -Zertifikate aufgezeigt. Es folgt eine kurze Beschreibung des Handels dieser Zertifikate an der European Energy Exchange (EEX) und der historischen Preisentwicklung. Die Arbeit endet mit einem Ausblick auf die Zeit nach „Kyoto“.
2
2. Der Rahmen des internationalen Klimaschutzes: Das Kyoto-Protokoll
Im Jahr 1997 wurde im japanischen Kyoto eine der wichtigsten Vereinbarungen zum internationalen Klimaschutz getroffen, das Kyoto-Protokoll. Dieses verpflichtet die Industrie- und Entwicklungsländer völkerrechtlich verbindlich zu konkreten und individuellen Minderungen von sechs Treibhausgasen um durchschnittlich mindestens 5 % im Zeitraum 2008 bis 2012 bezogen auf 1990. Diese sog. Kyoto-Gase sind Kohlendioxid (CO 2 ), Methan (CH 4 ), Distickstoffoxid (N 2 O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) sowie Schwefelhexafluorid (SF 6 ). 1 Die Europäische Union (EU) hat sich insgesamt zu einer Reduktion um 8 % gegenüber 1990 verpflichtet. Diese Verpflichtung wurde unterschiedlich auf die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt (Lastenausgleich, „burden sharing“), dabei hat Deutschland 21 % des europäischen Minderungsziels (bezogen auf alle sechs Kyoto-Gase) übernommen. 2
Abbildung 1: Interne Lastenverteilung ("burden sharing") der EU (in Anlehnung an:
UNFCCC)
Obwohl die Gefahr bestand, dass das Vertragswerk niemals in Kraft treten könne, nachdem die USA - mit 36 % weltweit der größte Emittent von Treibhausgasen -
1 Vgl.auch Kyoto-Protokoll.
2 Vgl. auch Horstmann/Cieslarczyk (2006), Energiehandel: Ein Praxishandbuch, Seite 720.
Arbeit zitieren:
Bastian Kehrls, 2008, Emissionshandel in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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