Machiavellis Lehre vom politischen Handeln
- Das Verhältnis von Politik und Moral -
1.Einleitung
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1.1 Gegenstand der Untersuchung 1 1.2 Abgrenzung des Themas 2
2. Hauptteil
3
2.1 Die Ausgangslage 3 2.1.1 Machiavellis politische Erfahrungen 3 2.1.2 Eine neue politische Ordnung als Antwort auf die Krise 5
2.2 DIE ANTHROPOLOGIE MACHIAVELLIS ALS
GRUNDLAGE SEINER RATSCHLÄGE 7 2.2.1 Das Menschenbild Machiavellis 7 2.2.2 Die politische Bedeutung der Religion 9
2.3 DIE VERDRÄNGUNG DER MORAL
AUS DEM BEREICH DER POLITK 11 2.3.1 Die erforderlichen Charaktereigenschaften eines Herrschers 11 2.3.2 Das Spannungsfeld Politik und Moral 13
3. Schlussteil
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3.1 Ergebnisse 15
4. Anhang
4.1 LITERATURVERZEICHNIS
1. Einleitung
1.1. GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNG
In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit dem Thema ”Machiavellis Lehre vom politischen Handeln - Das Verhältnis von Politik und Moral - ” beschäftigen. Ausgehend von einer Betrachtung der politischen Erfahrungen Machiavellis als Gesandter an den verschiedenen Fürsten- und Königshöfen Europas, unter dem Gesichtspunkt ihrer Bedeutung für die spätere Entwicklung seiner Lehre vom politischen Handeln, werde ich mich mit dem Menschenbild Machiavellis beschäftigen. Darauf aufbauend werde ich mich mit den für Machiavelli notwendigen Mitteln einer guten Herrschaft und den dabei erforderlichen Charaktereigenschaften eines guten Herrschers auseinandersetzen.
Eine wichtige Rolle wird dabei auch die Untersuchung der Bedeutung der Religion innerhalb von politischen Handlungen einnehmen, da zur damaligen Zeit, im Gegensatz zur heutigen, die Kirche eine wichtige Rolle innerhalb der Politik einnahm.
Einen Schwerpunkt innerhalb meiner Untersuchung wird die Bearbeitung der Frage nach der Bedeutung der Moral innerhalb Machiavellis politischer Vorstellungen darstellen. Dabei spielen die Fragen nach einer Politik ohne Moral oder einer Trennung von Politik und Moral eine wichtige Rolle. Ich werde dabei versuchen aufzuzeigen, dass sich Machiavellis Vorstellungen, immer ausgehend von seinen eigenen politischen Erfahrungen, vom politischen Handeln nicht auf eine unmoralische Politik beziehen. Vielmehr liegt sein Augenmerk, entgegen der weit verbreiteten Meinung seiner Kritiker, auf einer von moralischen Vorstellungen befreite und damit handlungsfähigere Politik zur Beseitigung der politischen Krise in Italien.
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Anhand einer Beschreibung dieser Krise werde ich am Anfang meiner Hausarbeit die aus Machiavellis Sicht vorhandene Notwendigkeit der von ihm angestellten Überlegungen hinsichtlich der Errichtung einer neuen, dauerhaften und vereinten Herrschaft über ganz Italien verdeutlichen.
Schließen werde ich meine Untersuchung mit einem Fazit, in dem ich meine persönliche Meinung hinsichtlich der Fragestellungen darstellen werde. Dabei werde ich eine kritische Analyse der einbezogenen Sekundärliteratur vornehmen.
1.2. ABGRENZUNG DES THEMAS
Für die Bearbeitung dieses Themas werde ich vor allem die beiden bedeutenden Werke Niccolò Machiavellis heranziehen, den Fürst und die Discorsi. Ich werde mich dabei auf die Insel Taschenbuchausgabe beschränken und auch die Übersetzung dieser Ausgabe nicht infrage stellen, da ich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten anstellen kann. Das würde den Rahmen meiner Arbeit sprengen.
Innerhalb meiner Untersuchung werde ich nicht explizit auf den Inhalt dieser beiden Werke eingehen, sie vielmehr nur dann heranziehen, wenn sie zur Erarbeitung wichtiger Erkenntnisse innerhalb meiner Fragestellung dienen. Eine Gesamtdarstellung oder einen kurzen Abriss des gesamten Inhaltes werde ich daher nicht liefern. Darüber hinaus werde ich mich mit der vielfältig vorhandenen Sekundärliteratur auseinandersetzen, diese jedoch immer wieder anhand der Äußerungen Machiavellis überprüfen.
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2. Hauptteil
2.1. DIE AUSGANGSLAGE
2.1.1. Machiavellis politische Erfahrungen
Niccolò Piero e Michele di Bernardo Machiavelli wurde im Jahre 1469 in Florenz geboren, im selben Jahr traten Lorenzo und Giuliane de’ Medici die Regentschaft in Florenz an. Er wurde damit in die letzte Phase der Renaissance hineingeboren. 1
Die Regentschaft Lorenzo de’ Medici bescherte Florenz eine langandauernde Phase der politischen Stabilität und des inneren Friedens. Diese Situation nutzte Lorenzo zur Förderung der Künste und der Wissenschaft. Die Renaissance erlebte in Florenz eine besondere Blüte, da dort die berühmtesten und wichtigsten Künstler und Gelehrten der damaligen Zeit versammelt waren. Florenz stellte damit eine europäische Metropole der Kultur dar. 2
Während dieser Zeit wuchs Machiavelli auf und konnte trotz der schwierigen finanziellen Verhältnisse des Vaters das studia humanitatis absolvieren. Dadurch wurde er nach der damaligen Überzeugung bestens auf ein Leben in der Welt der Politik vorbereitet. Nach Lorenzos Tod und dem Sturz der Medici folgte die kurze Regentschaft Savonarolas. Nach dessen Hinrichtung begann Machiavellis Arbeit im Staatsdienst, er wurde zum Segretario della Republica gewählt. Als Sekretär der Zweiten Kanzlei beschäftigte er sich hauptsächlich mit militärischen und außenpolitischen Angelegenheiten. 3
Diese Anstellung hatte zur Folge, dass Machiavelli diplomatische Missionen ins Ausland übernahm. Seine erste Reise führte ihn an den
1 Siehe Mittermaier, Karl, Machiavelli: Moral und Politik zu Beginn der Neuzeit, Gernsbach 1990, S. 25f und 29ff.
2 Siehe Kersting, Wolfgang, Niccolò Machiavelli, München 1988, S. 13f.
3 Vgl. ebd., S. 14f.
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Arbeit zitieren:
Thomas Dietsch, 2002, Machiavellis Lehre vom politischen Handeln - Das Verhältnis von Politik und Moral, München, GRIN Verlag GmbH
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