Gliederung
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 1
1. PROBLEMSTELLUNG 2
2. DEFINITION VON ,,WECHSELKURSRISIKO" 3
3. ARTEN VON WECHSELKURSRISIKEN 4
4.1 TRANSLATIONSRISIKO (TRANSLATION RISK) 5
4.2 TRANSAKTIONSRISIKO (TRANSACTION RISK) 6
4.3 ÖKONOMISCHES RISIKO (ECONOMIC RISK) 6
5. KURSSICHERUNGSINSTRUMENTE 8
5.1 WAHL DER FAKTURIERUNGSWÄHRUNG 8
5.2 FORFAITIERUNG 9
5.3 LEADING UND LAGGING 10
5.4 FREMDWÄHRUNGSKREDITE UND ANLAGEN 11
5.5 DEVISENTERMINGESCHÄFTE 12
5.5.1 DEVISEN-FORWARDS (OUTRIGHT-GESCHÄFT) 12
5.5.2 DEVISEN-FUTURES 13
5.5.3 DEVISEN-SWAPS 13
5.6 DEVISENOPTIONEN 14
6. FAZIT 15
LITERATURVERZEICHNIS 16
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: SCHEMATISCHER VERGLEICH VERSCHIEDENER WECHSELKURSRISIKOTYPEN 4
ABB. 2: ÜBERSICHT KURSSICHERUNGSINSTRUMENTE 8
-1-
1. Problemstellung
In einem Land wie Deutschland, in welchem große Teile der Wirtschaft sehr stark exportorientiert sind, können Währungskursschwankungen teilweise enorme Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Unternehmen und Branche haben. Das Handling von Währungskursschwankungen gehört daher in vielen international ausgerichteten Unternehmen zum täglichen Geschäft.
Das Währungsmanagement hat hierbei die Aufgabe, die sich aus Wechselkursänderungen und Kapitalmarktbeschränkungen ergebenden Erfolgsrisiken eines Unternehmens zu managen und somit eine Optimierung von Ertrag und Risiko zu erreichen. Zum Einsatz kommen können hierbei sowohl Finanzinstrumente, als auch realwirtschaftliche Maßnahmen.1 Nach Nolte beinhaltet ein systematisches Währungsmanagement folgende Teilbereiche:2
1. die Identifikation von Risikoarten
2. die Prognose von Kursentwicklungen
3. die Auswahl von geeigneten Sicherungsinstrumenten
4. die Entwicklung von Sicherungsstrategien
5. die Ermittlung des Währungserfolgs und der Kurssicherungskosten
Aufgrund der Komplexität des Themengebietes sowie des eingeschränkten Umfangs der Arbeit wird im weiteren Verlauf lediglich auf die verschiedenen Risikoarten im Währungsmanagementbereich eingegangen. Anschließend soll eine geeignete Auswahl an Instrumenten vorgestellt werden, die zur Risikoabsicherung eingesetzt werden können. Im Schlussteil werden noch kurz verschiedene Absicherungsstrategien beleuchtet.
1 Vgl. Müller Adam / Franke Günther / F.A. Axel, Währungsmanagement, HWF, 2001, S. 2179
2 Vgl. Nolte Wolfram, Währungsmanagement, HWF, 1994, S. 1939
-2-
2. Definition von ,,Wechselkursrisiko"
In der Literatur finden sich zahlreiche Definitionen für den Begriff ,,Wechselkursrisiko". Breuer definiert das Wechselkursrisiko als ,,Wahrscheinlichkeitsverteilung zukünftiger ungewisser Wechselkurse [...] durch die der Wertausweis (in Inlandswährung) bestimmter finanzieller Positionen beeinflusst wird."3 Beike spricht in diesem Zusammenhang von der ,,Möglichkeit, dass der tatsächliche Währungskurs zu einem bestimmten Zeitpunkt von dem erwarteten Kurs abweicht. Diese Abweichung kann für den Betroffenen (z.B. Unternehmen) einen Währungsverlust oder gewinn bedeuten."4 Al gemein geht es um die Gefahr, dass der Erfolg bzw. die Liquidität eines Unternehmens aufgrund von Schwankungen des Wechselkurses um den erwarteten Mittelwert, beeinträchtigt werden kann. Diese Gefahr erhöht sich mit zunehmender Volatilität der beteiligten Währungen.5
3 Breuer Wolfgang, Unternehmerisches Währungsmanagement, 1997, S. 110
4 Beike Rolf, Devisenmanagement, 1995, S. 61
5 Vgl. Büschgen Hans E., Internationales Finanzmanagement, 1997, S. 307
-3-
3. Arten von Wechselkursrisiken
International tätige Unternehmen sind im Währungsmanagement mit verschiedenen Risikoarten konfrontiert. Diese lassen sich danach unterscheiden, wie die jeweils betrachteten finanziellen Positionen abgegrenzt werden. Hierbei gibt es praktisch unendlich viele Abgrenzungsmöglichkeiten. Im Al gemeinen werden jedoch drei Konzepte zur Erfassung der Währungsrisikopositionen eines Unternehmens unterschieden.6 Wie in Abb. 1 dargestellt, handelt es sich hierbei um eine zukunfts-, eine gegenwarts- und eine vergangenheitsorientierte Sichtweise. Zusätzlich kann zwischen einer zahlungsbezogenen und einer bilanzbezogenen Perspektive unterschieden werden.7
Abb. 1: Schematischer Vergleich verschiedener Wechselkursrisikotypen
Quelle: In Anlehnung an Büschgen, Internationales Finanzmanagement, 1999, S. 311
6 Vgl. Breuer Wolfgang, Unternehmerisches Währungsmanagement, 1997, S. 110
7 Vgl. Büschgen Hans E., Internationales Finanzmanagement, 1997, S. 310
-4-
Arbeit zitieren:
Michael Totzauer, 2006, Währungsmanagement und Risiko, München, GRIN Verlag GmbH
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