Inhalt
A Einordnung des Themas in den größeren Sinn und Sachzusammenhang
B Didaktische Analyse
C Methodische Analyse
D Verlaufsplan
E Literaturverzeichnis
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A. Einordnung des Themas in den Sinn- und Sachzusammenhang des Heimat-und Sachunterrichts anhand des Bildungsplans für die Grundschule
Der Bildungsplan unterteilt die Inhalte des Heimat- und Sachunterrichts in der 4. Klasse in sieben Arbeitsbereiche:
1. Heimat und Fremde
2. Leben und Gesundheit
3. Raum und Zeit
4. Pflanzen und Tiere
5. Natur und Technik
6. Medien und Konsum
7. Verkehr und Umwelt
In dem gewählten Arbeitsbereich „Pflanzen und Tiere“ sollen die Kinder die jahreszeitlich bedingte unterschiedliche Erscheinungsformen von Pflanzen und Tieren kennenlernen. Die Kinder sollen dadurch Einsicht in die verschiedenen Lebenszusammenhänge gewinnen und über das Wunder der Natur staunen. Erst wenn sie diese Zusammenhänge verstanden haben, sind die Kinder in der Lage verantwortungsbewusst mit der Natur umzugehen.
Der Arbeitsbereich 4 „Pflanzen und Tiere“ schließt drei Themenbereiche ein:
• Entwicklung und Erscheinungsform von Pflanzen im Jahreslauf
• Pflanzen vermehren sich auf verschiedene Weise
• Tiere sind den Jahreszeiten angepasst
Der von mir ausgewählte Themenbereich „Tiere sind den Jahreszeiten angepasst“ unterscheidet wiederum folgende inhaltlich Hauptgesichtspunkte:
• Überwinterung auf verschiedene Weise: Winterruhe, Winterschlaf, Winterstarre
• Vogelzug
• Winteraktive Tiere
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• Ökologie: Beiträge zum Artenschutz/Nisthilfen und Schlafplätze einrichten/Futterstellen anlegen/Problematik der Vogelfütterung
Ich habe für meinen Unterrichtsentwurf das Thema „Winteraktive Tiere“ am Beispiel des Hermelins gewählt. Die Schüler lernen in der Unterrichtsstunde, dass der Hermelin den verschiedenen Jahreszeiten hervorragend angepasst ist. Die unterschiedliche Fellfarbe ist eine wunderbare Anpassung an die unterschiedlichen Bedingungen. Der sehr schlanke Körper ist eine weitere gute Anpassung an die Natur. Der Körper ermöglicht es dem Hermelin seine Hauptnahrung Mäuse sogar unterirdisch zu verfolgen. Allerdings sieht man den Hermelin immer seltener, da in Folge der Erderwärmung immer weniger Schnee fällt und somit der Hermelin im Winter durch sein weißes Fell mehr auffällt als getarnt ist. Es fällt damit seinen natürlichen Fressfeinden zum Opfer.
Die Schüler lernen in dieser Stunde den Hermelin kennen. Sie erfahren wovon es sich ernährt und welche Vorteile sein einmaliger Körperbau bringt. Des weiteren lernen die Kinder, dass der Fellwechsel eine sehr gute Anpassung an die Witterungsbedingungen ist. Allerdings sollen die Schüler aber auch erfahren, dass der Hermelin immer seltener wird. Durch sein weißes Fell fällt er in schneearmen Zeiten stark auf. Er läuft damit Gefahr selbst gefressen zu werden und das Anpirschen bei der Nahrungssuche dürfte ihm ebenfalls schwerer fallen, da er nicht mehr so gut getarnt ist.
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B. Didaktische Analyse
Wissenswertes über den Hermelin
Der Hermelin gehört zur Familie der Marder (Mustelidae). Die Marder sind die ursprünglichsten lebenden Landraubtiere. Die Körper sind entweder lang und schlank oder gedrungen mit kurzen Schwänzen, fünf Finger und Zehen mit nicht zurückziehbaren Krallen.
Die Unterfamilie Mustelinae, die Wieselartigen, umfasst neun Gattungen mit etwa 35 Arten. Die weiteste Verbreitung unter den Wieseln hat der Hermelin, denn er bewohnt außer Europa weite Teile Asiens von Nordsibirien über Kamtschatka und die Kurilen bis Japan, ferner den nordwestlichen Kaukasus, Mittelasien, Nordindien und die Mongolei. In der Neuen Welt finden wir ihn auf Grönland und im nördlichen Nordamerika, wo sich in Südkanada sein Verbreitungsgebiet mit dem des Laufschwanzwiesels überschneidet. In Algerien ist er durch eine eigene Unterart vertreten. Zu Beginn der kalten Jahreszeit fallen dem Hermelin in gemäßigten Klimazonen die braunen Haare aus, während gleichzeitig dickerer und längere weiße Haare wachsen, so dass das Tier bis auf das schwarze Schwanzende weiß wird. Fängt die warme Jahreszeit an, so findet der umgekehrte Vorgang statt. In milden Klimagebieten sind Hermeline das ganze Jahr über braun, im Norden und in rauhen Gebirgen weiß. Der Haarwechsel beginnt meist am Kopf oder am Nacken und breitet sich nach hinten und nach den Seiten aus. Er ist nicht von der Temperatur abhängig sondern möglicherweise auch hormonell bedingt.
Hermeline leben bis in 3400 Meter Höhe in Wäldern, auf Ackerland, in Parklandschaften, in Röhrichten an Ufern, in Steppen und Dünen, außerdem bei und in menschlichen Siedlungen, wenn es dort genügend Nahrung und Verstecke gibt. In Mittelrußland bevorzugen sie Flusstäler, in denen ihr dortiges Hauptbeutetier, die Wasserratte, vorkommt. Unterschlüpfe finden diese Großwiesel unter Wurzeln, in Felsspalten, unter Steinen, Holzstapeln, Scheunen- und Schuppenböden und vor allem in Erdbauten von Wühlmäusen, Hamstern, Zieseln, Maulwürfen und anderen Säugetieren. Nicht selten wohnen sie in Speichern, Schuppen und ähnlichen Gebäuden, auf Gehöften oder auch in Gärten. Ihre aus Gras, Moos, Laub, Haaren und Federn von Beutetieren bestehenden Nester bauen sie in Verstecken oder oberirdisch. Obwohl man den Hermelin auch häufig am Tage sieht, gilt er als Dämmerungs- und Nachttier.
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Vorwiegend jagen Hermeline Nagetiere bis zur Größe einer Ratte, aber auch Spitzmäuse, Maulwürfe, Hamster, Ziesel und Lemminge, gelegentlich sogar Kaninchen und Hasen. Außerdem verzehren sie Vögel und deren Eier, Kriechtiere, Lurche, Fische und Insekten. Pflanzenkost nehmen sie so gut wie gar nicht. Sie trinken viel Wasser und besonders Milch. Da sich Hermeline gelegentlich an jagdbarem Wild vergreifen, gelten sie in gewissen Jägerkreisen als Feinde der Niederjagd. Hier muss aber ausdrücklich betont werden, dass solchem gelegentlichen Jagdfrevel der sehr großem Nutzen gegenübersteht, den die Hermeline uns durch das Vertilgen von Schädlingen der Forst- und Landwirtschaft bringen. Ihre Hauptbeute in Wald und Feld sind Wühlmäuse, Hamster und Ziesel, in Siedlungen Mäuse und Ratten. Die Mägen westsibirischer Hermeline enthielten im Winter zu fast neunzig Prozent Reste von Wühlmäusen, Hamstern und anderen Mäuseverwandten.
Natürlich schwankt die Zusammensetzung der Nahrung je nach der geographischen Lage, der Beschaffenheit des Geländes, dem Klima und der Witterung. Die Hauptmenge besteht jedoch immer aus Tieren, die mit menschlichen Maßstäben gemessen Wirtschaftsschädlinge sind. Daher müssen die Hermeline nicht nur zur Erhaltung unserer ohnehin schon so sehr verarmten Tierwelt sondern auch aus praktischen Gründen unbedingt geschont werden. Durch ein Bundesgesetz ist die Jagd und der Fang von Wieseln vom 1. April bis zum 15. Juni verboten.
In der Natur durchstreift der Hermelin einen Eigenbezirk, in dem er ein ständiges Heim und meist einige vorübergehend benutzte Schlupfwinkel hat. Bestimmte Stellen an Steinen, Baumstümpfen und ähnlichen Plätzen versieht er mit Duftmarken, indem er die Aftergegend an sie drückt und Duftstoffe austreten lässt. Dieses Markieren dient dem „Heimischmachen“ des Geländes und der Kennzeichnung der „Wechsel“. Außerdem kann es bei der Abgrenzung des Reviers gegen Artgenossen und im Geschlechtsleben eine Rolle spielen. Je nach dem Gelände und der jahreszeitlich schwankenden Menge von Beutetieren sind die Reviere verschieden groß und bei den lebhafteren Rüden meist ausgedehnter als bei den Weibchen (Fähen). Im Winter sollen Hermelinrüden Territorien innehaben, deren Größe zwischen 28 und 40 Hektar schwankt.
Meistens bewegt sich der Hermelin lebhaft und rasch, schlüpft in Löcher und Spalten und untersucht aufmerksam die Umgebung. Ab und zu bleibt er mit hochgerecktem Kopf und einer erhobenen Vorderpfote sichernd stehen und späht umher. Sehr oft beobachtet man bei ihm das für Marder kennzeichnende „Männchenmachen“, bei dem das Tier auf den Hinterbeinen hockt oder
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Arbeit zitieren:
Tina Finkbeiner, 2001, Tiere sind den Jahreszeiten angepasst: Der Hermelin, München, GRIN Verlag GmbH
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