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Studienarbeit, 2008, 66 Seiten
Autor: Markus Röttgen
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen
Details
Tags: Tracking, Tracing
Jahr: 2008
Seiten: 66
Note: noch keine
Literaturverzeichnis: ~ 53 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-11026-1
ISBN (Buch): 978-3-640-11052-0
Dateigröße: 2514 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Diese Studienarbeit soll einen Überblick über den Stand der Technik im Bereich Tracking und Tracing geben. Neben aktuellen Technologien (z.B. RFID) werden Anwendungsgebiete des Tracking und Tracing erläutert, in welchen die Technologien zum Einsatz kommen. Hier liegt der Focus gezielt darauf, dem Rezipienten einen breiten Überblick über gänzlich unterschiedliche Anwendungsfelder zu ermöglichen. Nachdem die Problemstellung sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit in Kapitel 1 besprochen wurden, widmet sich Kapitel 2 der Bestimmung der relevanten Begrifflichkeiten sowie der wissenschaftlichen Einordnung des Themas. Im Hauptteil beschäftigt sich diese Studienarbeit zunächst mit dem aktuellen Stand der relevanten Techniken in Kapitel 3, sowie darauf aufbauend mit praktischen Anwendungsgebieten für die vorher diskutierten Techniken in Kapitel 4. In Kapitel 3 wird dabei unterschieden zwischen terrestrischen Systemen, also Systemen, welche auf der Erde ausgeführt werden, und Satelliten gestützten Systemen, welche eine entsprechende Hardware im Weltall erforderlich machen. Kapitel 4 hat im Anschluss daran den Anspruch ein möglichst breites Portfolio an Anwendungsmöglichkeiten darzustellen und zu erläutern. Mit der Zusammenfassung in Kapitel 5 schließt die vorliegende Arbeit ab. Die verwendete Literatur ist in Kapitel 6 aufgelistet. Der Begriff der Rückverfolgbarkeit ist nach ISO-Norm 9000:2000 definiert. Rückverfolgbarkeit ist demnach die „Fähigkeit, den Werdegang, die Verwendung oder den Ort des Betrachteten zu verfolgen“. Die Rückverfolgbarkeit eines Produktes kann sich beziehen auf • „die Herkunft von Werkstoffen und Teilen, • Den Ablauf der Verarbeitung • Die Verteilung und Position des Produktes nach der Auslieferung“ Rückverfolgbarkeit kann generell unterschieden werden in dem Produktstrom abwärts gerichteter Rückverfolgung (Tracking) sowie dem Produktstrom aufwärts gerichteter Rückverfolgbarkeit (Tracing). Tracking stellt dabei die Verfolgung eines Produkts vom Vorlieferanten bis hin zum Endkunden dar. Tracing hingegen definiert den entgegengesetzten Weg, wenn ein Produkt vom Endverbraucher bis hin zum Vorlieferanten zurückverfolgt werden kann. Somit bezeichnet „Tracking und Tracing“ ein System zur Sendungsverfolgung, wobei Tracking die Ermittlung des aktuellen Status (Zustand, Ort) bezeichnet. Und Tracing das Bilden einer Sendungshistorie bedeutet, wenn der genaue Sendungsverlauf ex post mit allen wichtigen Ereignissen rekonstruierbar ist.
Textauszug (computergeneriert)
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Tracking & Tracing
Studienarbeit
Markus Röttgen
Mai 2008
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
Index
Tabellenverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis .. III
1
Einleitung - 1 -
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit - 1 -
1.2 Vorgehensweise - 1 -
2
Begriffsbestimmung, Einordnung der Arbeit - 2 -
2.1 Begriffsbestimmung - 2 -
2.2 Wissenschaftliche Einordnung des Themas - 3 -
3
Stand der relevanten Techniken - 4 -
3.1 Allgemein - 4 -
3.2 Terrestrische Systeme - 5 -
3.2.1 Allgemeines - 5 -
3.2.2 Barcode - 8 -
3.2.3 RFID - 16 -
3.2.4 Handyortung - 20 -
3.2.5 Wireless Local Area Network (WLAN) - 23 -
3.3 Satelliten gestützte Systeme - 24 -
3.3.1 Arbeitsweise von Satellitennavigation - 24 -
3.3.2 GPS - 27 -
3.3.3 Sonstige Satelliten Systeme - 30 -
4
Anwendungen in der Praxis - 33 -
4.1 Sendungsverfolgung - 33 -
4.1.1 KEP-Dienstleister - 33 -
4.1.2 WLAN-Ortung. - 36 -
4.1.3 Lebensmittelbranche - 38 -
4.2 Telematik - 40 -
4.2.1 Verkehrsinformationen - 40 -
4.2.2 Notruf - 43 -
4.2.3 Mautsysteme - 43 -
4.3 Sonstige Anwendungsgebiete - 46 -
4.3.1 Der elektronische Reisepass - 46 -
4.3.2 Tracking & Tracing von Onlinenutzern - 47 -
4.3.3 RFID im Einzelhandel - 51 -
5
Zusammenfassung - 54 -
6
Quellen - 57 -
I
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht eindimensionaler Barcodes im Handel - 12 -
Tabelle 2: Übersicht eindimensionaler Barcodes in der Industrie - 12 -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Einteilung der Wissenschaften - 3 -
Abbildung 2: Prinzip der Triangulation, eigene Darstellung - 4 -
Abbildung 3: Prinzip der Trilateration, eigene Darstellung - 5 -
Abbildung 4: Aufbau der
EAN - 6 -
Abbildung 5: Aufbau der
EAN - 7 -
Abbildung 6: Funktionsweise NVE - 8 -
Abbildung 7: Aufbau eines Barcodes - 9 -
Abbildung 8: Übersicht
Codierungsstrukturen mit Codearten - 10 -
Abbildung 9: Codablock - 13 -
Abbildung 10: PDF 417-Barcode - 14 -
Abbildung 11: DataMatrix als "StampIT", eigene Darstellung - 14 -
Abbildung 12: MaxiCode - 14 -
Abbildung 13: Aztec Code auf einem Online Ticket der Deutschen Bahn - 15 -
Abbildung 14: Color Ultra Code - 15 -
Abbildung 15: Funktionsweise 4D Barcodes - 16 -
Abbildung 16: Schematischer Aufbau RFID - 17 -
Abbildung 17: Zellularer Aufbau des GSM Netzes - 20 -
Abbildung 18: Cell-Of-Origin-Verfahren - 21 -
Abbildung 19: Ausnutzung der Feldstärke - 21 -
Abbildung 20: Anzeige der Position bei o2, - 23 -
Abbildung 21: Informations-SMS an das geortete Handy, eigene Darstellung. - 23 -
Abbildung 22: Positionsbestimmung mit 2 Satelliten - 25 -
Abbildung 23: Positionsbestimmung mit 3 Satelliten und Zeitkorrektur - 26 -
Abbildung 24: Konstellation der GPS-Satelliten - 29 -
Abbildung 25: Die Satelliten des Galileo Systems - 30 -
Abbildung 26: Stationen einer Sendung, eigene Darstellung - 34 -
Abbildung 27: Abfrage des Sendungsstatus bei der Deutschen Post - 35 -
Abbildung 28: Positionsbestimmung in Stuttgart Mitte mit Hilfe LOKI 2.0 - 37 -
Abbildung 29: Scannen von Fleischprodukten - 38 -
Abbildung 30: Ansätze des Car2Car Communication Consortiums - 40 -
Abbildung 31: Funktionsweise des TMC-Systems, eigene Darstellung - 41 -
Abbildung 32: Funktionsweise des High Definition Traffic - 42 -
Abbildung 33: Notruftaste in Mercedes S-Klasse - 43 -
Abbildung 34: On Bord Unit (OBU) - 44 -
Abbildung 35: Maut-Kontrollbrücke - 44 -
Abbildung 36: Funktionsweise des deutschen Maut-Systems - 45 -
Abbildung 37: Der Deutsche ePass - 47 -
Abbildung 38: Jeder 5. veröffentlicht persönliche Informationen - 48 -
Abbildung 39: Entwicklung des Marktes für Onlinewerbung - 49 -
Abbildung 40: Personalisierte Werbung auf Google, Screenshot - 50 -
II
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
Abkürzungsverzeichnis
1D
Eindimensional
ILN
Internationale Lokations-
nummer
2D
Zweidimensional
KEP
Kurier-Express-Paket-
Dienste
3D
Dreidimensional
KHz
Kilo-Hertz
4D
Vierdimensional
MAC
Media Access Control
ADAC
Allgemeiner Deutscher
MHz
Mega-Hertz
Automobil-Club
Bsp.
Beispiel
MRZ
Machine Readable Zone
d.h.
Das heißt NAVSTAR-
Navigational Satellite
GPS
Timing and Ranging -
Global Positioning System
DIN
Deutsches Institut für
NVE
Nummer der Versandein-
Normung
heit
DoD
Department of Defense
OBU
On Board Unit
DSRC
Dedicated Short Range
PDT
Programmierbare Daten-
Communication
träger
EAN
RDS
Radio Data Service
European Article Number
EDV
Elektronische Datenver-
RFID
Radio Frequency Identifi-
arbeitung
cation
Etc.
Et cetera
RO
Read Only
EPC
Elektronischer Produkt
RW
Read Write
Code
FDT
Festcodierte Datenträger
SMS
Short Message Service
Glonass
Globalnaya Navigatsion-
TMC
Traffic Message Channel
naya Sputnikovaya Sis-
tema (rus.) übersetzt Glo-
bales Navigations-
Satelliten-System
GS1
GS1 Germany GmbH
UCC
Uniform Code Council
GHz
Giga-Hertz
UTC
Universal Coordinated
Time
GPRS
General Packet Radio
VDI
Verein Deutscher Inge-
Service
nieure
GSM
Global System for Mobile
WLAN
Wireless Local Area Net-
Communications
work
ISO
International Organization
Wi-Fi
Wireless Fidelity
for Standardization
IEEE
Institute of Electrical and
Wi-Fi Positioning Service
Electronics Engineers
WPS
ICAO
International Civil Aviation
Vermarktungsgemein-
Organization
ZNVG
schaft für Zucht- und
Nutzvieh eG
III
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
Diese Studienarbeit soll einen Überblick über den Stand der Technik im Bereich
Tracking und Tracing geben. Neben aktuellen Technologien (z.B. RFID) werden
Anwendungsgebiete des Tracking und Tracing erläutert, in welchen die Technolo-
gien zum Einsatz kommen. Hier liegt der Focus gezielt darauf, dem Rezipienten
einen breiten Überblick über gänzlich unterschiedliche Anwendungsfelder zu er-
möglichen.
1.2 Vorgehensweise
Nachdem die Problemstellung sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit in
Kapitel 1
besprochen wurden, widmet sich
Kapitel 2
der Bestimmung der relevan-
ten Begrifflichkeiten sowie der wissenschaftlichen Einordnung des Themas.
Im Hauptteil beschäftigt sich diese Studienarbeit zunächst mit dem aktuellen
Stand der relevanten Techniken in
Kapitel 3
, sowie darauf aufbauend mit prakti-
schen Anwendungsgebieten für die vorher diskutierten Techniken in
Kapitel 4
.
In
Kapitel 3
wird dabei unterschieden zwischen terrestrischen Systemen, also
Systemen, welche auf der Erde ausgeführt werden, und Satelliten gestützten Sys-
temen, welche eine entsprechende Hardware im Weltall erforderlich machen.
Kapitel 4
hat im Anschluss daran den Anspruch ein möglichst breites Portfolio an
Anwendungsmöglichkeiten darzustellen und zu erläutern.
Mit der Zusammenfassung in
Kapitel 5
schließt die vorliegende Arbeit ab. Die
verwendete Literatur ist in
Kapitel 6
aufgelistet.
- 1 -
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
2 Begriffsbestimmung, Einordnung der Arbeit
2.1 Begriffsbestimmung
Der Begriff der Rückverfolgbarkeit ist nach ISO-Norm 9000:2000 definiert. Rück-
verfolgbarkeit ist demnach die ,,Fähigkeit, den Werdegang, die Verwendung oder
den Ort des Betrachteten zu verfolgen". Die Rückverfolgbarkeit eines Produktes
kann sich beziehen auf
,,die Herkunft von Werkstoffen und Teilen,
Den Ablauf der Verarbeitung
Die Verteilung und Position des Produktes nach der Auslieferung"1
Rückverfolgbarkeit kann generell unterschieden werden in dem Produktstrom ab-
wärts gerichteter Rückverfolgung (Tracking) sowie dem Produktstrom aufwärts
gerichteter Rückverfolgbarkeit (Tracing). Tracking stellt dabei die Verfolgung eines
Produkts vom Vorlieferanten bis hin zum Endkunden dar. Tracing hingegen defi-
niert den entgegengesetzten Weg, wenn ein Produkt vom Endverbraucher bis hin
zum Vorlieferanten zurückverfolgt werden kann.2
Somit bezeichnet ,,Tracking und Tracing" ein System zur Sendungsverfolgung,
wobei Tracking die Ermittlung des aktuellen Status (Zustand, Ort) bezeichnet. Und
Tracing das Bilden einer Sendungshistorie bedeutet, wenn der genaue Sendungs-
verlauf ex post mit allen wichtigen Ereignissen rekonstruierbar ist. 3
Dazu werden Ladungseinheiten, z.B. Produkte, Pakete, Paletten oder Container,
an ausgewählten Punkten im Transportprozess, wie Sammel- und Verteilpunkten,
identifiziert. Fehlt eine eindeutige Kennzeichnung auf den Ladungseinheiten müs-
sen entsprechende Informationsträger, wie z.B. optische oder elektronische Da-
tenträger, zur Identifizierung an den Ladungseinheiten befestigt werden. Durch die
erfassten Informationen wird der ursprüngliche Sendungsdatensatz um den ak-
tuellen Standort, bzw. Status fortgeschrieben. 4
1 Deutsches Institut für Normung (DIN), 2000, S. 26
2 Vgl. Hollmann-Hespos, 2008, S. 6
3 Vgl. Klaus,Krieger: Gabler Lexikon Logistik,
4 Steckel, B. (2001), S. 66
- 2 -
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
2.2 Wissenschaftliche Einordnung des Themas
Die vorliegende Arbeit ist keiner eindeutigen Wissenschaft zuzuordnen, sondern
stellt einen interdisziplinären Ansatz dar. Sie behandelt Themen aus den Berei-
chen Mathematik, Physik, Informatik sowie den Ingenieurswissenschaften. Sie
behandelt demnach, den Naturwissenschaften untergeordnete Wissenschaften.
Die Naturwissenschaften zählen ihrerseits zu den Realwissenschaften, welche
wiederum den Einzelwissenschaften angehören. Die Einzelwissenschaften haben
im Gegensatz zu den Universalwissenschaften (vor allem Theologie und Philoso-
phie) einen begrenzten Gegenstandsbereich.5
Abbildung 1: Einteilung der Wissenschaften6
5 Vgl. o.V. (2007a)
6 Busch, R. (2007)
- 3 -
Markus
Röttgen
* Studienarbeit -
"Tracking
&
Tracing"
3 Stand der relevanten Techniken
3.1 Allgemein
Grundlagen der Positionsbestimmung
Grundsätzlich gibt es zwei bekannte Grundtechniken um die Position eines Ob-
jekts zu bestimmen:
Triangulation:
Man setzt die Kenntnis der Koordinaten mindestens zweier Punkte (Sender) und
die Winkel zwischen ihnen und dem gesuchten Punkt (Empfänger) voraus. Somit
ist es möglich mit zwei Sendern den Ort des Empfängers auf einer zweidimensio-
nalen Karte zu bestimmen. Dafür braucht man allerdings spezielle Antennen mit
präziser Richtwirkung um den Winkel zu erfassen. Aus diesem Grund hat sich die
zweite Methode zur Positionsbestimmung durchgesetzt:
Gesuchter Punkt
Bekannter Punkt #2
Bekannter Punkt #1
Abbildung 2: Prinzip der Triangulation, eigene Darstellung
Trilateration:
Diese Technik setzt die Kenntnis der Koordinaten von mindestens drei bekannten
Punkten und die Entfernung zwischen ihnen und dem gesuchten Punkt voraus. Im
Vergleich zu der Triangulationsmethode brauchen die Antennen keine zusätzliche
Ausrüstung. Der Sender sendet ein Signal mit der Information, wo er sich genau
befindet, und die genaue Uhrzeit. Ist das Signal beim Empfänger angekommen,
vergleicht dieser die beiden Uhrzeiten (wann gesendet / wann angekommen). Aus
der Differenz kann er die Entfernung zum Sender berechnen. Hat er diese Daten
- 4 -
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