Inhaltsverzeichnis
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I. Einleitung 1
II. Hauptteil
1. Trennungsphasen
1.1 Ambivalenzphase 2
1.2 Scheidungsphase 2
1.2.1 Umgebungsvariablen - Systeme 3
1.3 Nachscheidungsphase 4
2. Bewältigungsformen
2.1 vermeidende Bewältigung 5
2.2 akzeptierende Bewältigung 6
3. Altersstufen
3.1 erste Entwicklungsebene-„egozentric“
3.1.1 null bis drei Jahre 7-8
3.1.2 drei bis sechs Jahre 8
3.2 zweite Entwicklungsebene-„subjective“
3.2.1 fünf bis acht Jahre 9
3.2.2 neun bis zwölf Jahre 9-10
3.3 dritte Entwicklungsebene-„third person“
3.3.1 elf bis fünfzehn Jahre 10
3.3.2 14 bis 20 Jahre 11
4. Geschlechtsspezifische Auswirkungen 12
am Beispiel Alleinerziehender
III. Stellungnahme 13
Literaturverzeichnis 14
1
I. Einleitung
Die Eheschließung ist noch nicht ganz unattraktiv geworden, obgleich jede dritte Ehe seit circa sieben Jahren geschieden wird.
9.337 Ehen trennten Richter 1998 in Sachsen. (LVZ vom 23.4.99) Und doch ist für viele ihre Familie das Wichtigste.
Ehen im vierten bis achten Ehejahr sind besonders gefährdet, so daß überwiegend Kleinkinder von Scheidungen betroffen sind. Etwa 100.000 Kinder erleben jährlich die Trennung ihrer Eltern. Nach Witte (1992) wächst in zehn Jahren jedes zweite Kind nicht mehr in der Familie auf, in die es hineingeboren wurde. Fünfzig Prozent der Scheidungskinder waren der Heiratsgrund gewesen. Das ursprüngliche Lernmodell ´Familie` fehlt nach einer Trennung. Kinder und Jugendliche wünschen sich ein ungefährdetes Zusammenleben mit beiden Elternteilen, denn die Familie, in der sie leben, ist die für sie einzig Vorstellbare. Ihre Eltern erhoffen sich einen neuen und besseren Lebensabschnitt, was oft im Gegensatz zu den Wünschen der Kinder steht, welche die Leidtragenden einer solchen Lebenslage sind.
Sie erleben einen möglichen Zusammenbruch, der unterschiedlichste Ängste und Unsicherheiten hervorrufen kann.
Ein neues Bild von Familie entsteht, wobei Kinder stets unverschuldet eine Scheidung miterleben.
Im Einzelnen möchte ich auf entwicklungspsychologische Aspekte bei Verhaltensweisen und Folgen bei Betrachtung der verschiedenen Altersstufen und dem Geschlecht von Kindern eingehen, mit besonderer Berücksichtigung der im folgenden genannten Scheidungsphasen sowie Systembelastungen und Bewältigungsstrategien im gesamten Trennungsprozeß.
2
II. Hauptteil
1. Trennungsphasen
Autoren bieten unterschiedliche Zahlen von Scheidungsphasen an, wobei ich die drei wesentlichsten aufgliedere. 1.1 Die Ambivalenzphase
Nicht nur die endgültige Trennung ist für Kinder belastend, sondern ebenso die Kränkungen und Verbitterungen, die zuvor oder begleitend einhergehen. Spannungen, Streß und Unsicherheit begleiten in dieser Zeitspanne die Kinder. Eltern ziehen eine Trennung in Betracht und wägen Vor- und Nachteile durch den Verlust des Partners ab.
Kinder erfahren die Fehlbarkeit ihrer Eltern und erleben sie oft als Rivalen oder Hassende, was zum einen den Verlust des Gefühls von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen hervorruft und andererseits negatives Verhalten fördern kann, wenn Kinder bemerken, daß Handlungsweisen wie Anschreien und Beleidigungen zum Ziel führen. Sie sind stark auf elterliche Auseinandersetzungen fixiert und es besteht die Gefahr einer Allianzbildung mit einem Elternteil. Sie fühlen sich für die Beziehung verantwortlich und versuchen, ihre Gefühle zu unterdrücken und ziehen sich häufig zurück.
1.2 Die Scheidungsphase
Eine klare Trennung ist von Vorteil, da die andauernden Wiedervereinigungsphasen belastender für das Kind sein können. Oft beginnt ein Kampf um die Kinder und sie werden als Werkzeug der Auseinandersetzung benutzt. Das emotionale Beziehungsgefüge wird grundlegend verändert und Kinder suchen häufiger Halt in außerfamiliärer Unterstützung. Kinder zu Vorbeginn der Pubertät suchen Bestätigung in ihrem Freundeskreis, da Verwandte oft parteiergreifend reagieren, das Kind aber beide Eltern gleich lieben möchte.
Bei jüngeren Kindern kann große Angst aufkommen, den Verlust eines Elternteils beklagen zu müssen. Sie verspüren große Unsicherheit über den zukünftigen Kontakt zum abwesenden Elternteil, wenn zudem noch ein Umzug und/oder eine neue Familie entstehen sollen.
Arbeit zitieren:
Kati Franke, 2000, Trennung und Scheidung, München, GRIN Verlag GmbH
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