Intrinsische und extrinsische Motivation
1. Einleitung und Gegenstand der Seminararbeit
2. Bestimmung der Begriffe
2.1 Motivation
2.2 Intrinsische Motivation
2.3 Extrinsische Motivation
2.4 Abgrenzung von intrinsischer und extrinsischer Motivation
2.5 Motivation als aktueller Zustand und als überdauernde Disposition
3. Theorien zur Motivation
3.1 Theorien intrinsischer Motivation
3.1.1 Theorien optimaler Stimulierung
3.1.2 Bedürfnistheorien
3.1.3 Selbstbestimmungstheorie
3.1.4 Flow-Theorie
3.2. Theorien extrinsischer Motivation
3.2.1 Das Erwartungs-Wert-Paradigma
3.2.2 Internalisierung
4. Ausblick und Konsequenzen
4.1 Ausblick
4.2 Konsequenzen für pädagogisches Handeln
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1. Einleitung und Gegenstand der Seminararbeit
Einer der kognitiven Grundbegriffe der Pädagogischen Psychologie ist der Begriff der Motivation. Dabei wird Motivation in intrinsische und extrinsische Motivation unterschieden. Diese Unterscheidung „hat in der Pädagogischen Psychologie eine größere Bedeutung als in der Allgemeinen Psychologie erlangt.“ 1 Daher soll im Folgenden die Inhalte der Theoriebildung zur Motivation durch die beiden Forschungstraditionen skizziert werden. Ziel der Seminararbeit ist es, die Grundzüge verschiedener Theorien der in- und extrinsischen Motivation im Überblick vorzustellen, wobei sich die Darstellung am Artikel ‚Intrinsische und extrinsische Motivation’ von Schiefele und Köller im Handwörterbuch Pädagogische Psychologie 2 orientiert. Im Anschluss an die Beschreibung der Theorien soll kurz gezeigt werden, welche Konsequenzen sich aus dem Wissen über Theorien der Motivation für das pädagogische Handeln ergeben könnten.
2. Bestimmung der Begriffe
Bevor man sich näher mit den Theorien der Motivation befasst, ist zunächst abzuklären, was unter den verschiedenen Begriffen in der Pädagogischen Psychologie verstanden wird.
2.1 Motivation
In der Pädagogischen Psychologie wird Motivation insbesondere im Bezug zum Lernen und der Ausführung kognitiver Aufgaben gesehen. „Unter Lern- und Aufgabenmotivation versteht man den Wunsch bzw. die Absicht, bestimmte Inhalte oder Fertigkeiten zu lernen bzw. bestimmte Aufgaben auszuführen.“ 3 Die Erforschung von Motivation ist schwierig, da Motivation zu den nicht direkt beobachtbaren Variablen gehört. Bei der Erforschung der Effekte der Motivation ist es daher notwendig, den Reaktionsoutput des Menschen mit den angenommenen Veränderungen der Variable Motivation und den spezifischen Reizbedingungen in Beziehung zu setzen. 4 Motivation ist damit „eine
1 Schiefele/Köller (2001), 304.
2 Rost (2001 2 ): Handwörterbuch Pädagogische Psychologie. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
3 Schiefele/Köller (2001), 304.
4 Vgl. Zimbardo (1995), 408.
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gedankliche Konstruktion, eine Hilfsgröße, die uns bestimmte Verhaltensbesonderheiten erklären soll.“ 5
Die Motivation ist von der Volition abzugrenzen. Mit Volition werden „Prozesse der Umsetzung von Absichten“ 6 bezeichnet. Allein die Motivation, also der Wunsch oder die Absicht etwas zu tun, „garantiert nicht entsprechende Taten.“ 7 Im Bereich der Pädagogischen Psychologie muss beispielsweise die „Lernabsicht gegenüber konkurrierenden Einflüssen (z.B. dem Wunsch, auf den Fußballplatz zu gehen, statt zu lernen) abgeschirmt werden. Dieser bei der Umsetzung einer Handlungsplanung wichtige Vorgang der willentlichen Steuerung ist Thema der Volitionsforschung.“ 8
2.2 Intrinsische Motivation
„Intrinsische Motivation wird üblicherweise als der Wunsch oder die Absicht definiert, eine bestimmte Handlung durchzuführen, weil die Handlung selbst als interessant, spannend, herausfordernd usw. erscheint.“ 9 Der Grund für die Durchführung der Handlung liegt damit in ihr selbst, „sie fungiert gewissermaßen als ihre eigene Belohnung.“ 10 Innerhalb der intrinsischen Motivation ist zu unterscheiden, ob es sich um eine gegen-standszentrierte oder um eine tätigkeitszentrierte intrinsische Motivation handelt. Bei der gegenstandszentrierten intrinsischen Motivation wird eine (Lern)Handlung ausgeführt, weil die betreffende Person Interesse am Gegenstand hat, bei der tätigkeitszentrierten intrinsischen Motivation gibt die Aktivität an sich den Anreiz zur Handlung. 11
Die Entwicklung des Begriffs der ‚intrinsischen Motivation’ ist im Zusammenhang mit der Kritik an rein behavioralen Verhaltenstheorien zu sehen; insbesondere konnte das Explorationsverhalten hier nicht befriedigend erklärt werden. 12
5 Rheinberg (1995), 12.
6 Krapp/Weidenmann (2001), 218.
7 Krapp/Weidenmann (2001), 218.
8 Krapp/Weidenmann (2001), 218.
9 Schiefele/Köller (2001), 304.
10 Schiefele/Köller (2001), 305.
11 Schiefele/Köller (2001), 304.
12 Schiefele/Köller (2001), 306.
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Arbeit zitieren:
Markus Hubner, 2002, Intrinsische und extrinsische Motivation, München, GRIN Verlag GmbH
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