Lateinhausarbeit: Ovid, Met. X 1-77 Stephanie Schruhl S1 05.10.03 2
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4 Beschreibung des Eindrucks von Orpheus’ Gesang auf die Bewohner der Unterwelt anhand der Stilmittel
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5 Erläuterung der tragischen Figur Orpheus’
4. Rezeptionen des Mythos
Musik Literatur Kunst Filme
5. Quellen
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6. Anhang
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Diese Hausarbeit über den „Orpheus und Eurydike“ -Mythos aus Ovids „Metamorphosen“ ist eine sehr zeitaufwendige Arbeit gewesen, nicht zuletzt, weil der Text sehr lang war. Auch die gestellten Aufgaben haben sehr viel Zeit beansprucht.
Im Gespräch mit den anderen hat sich bestätigt, dass wir nicht damit gerechnet haben, dass diese Ersatzleistung so viel Zeit beanspruchen würde, geht man davon aus, dass 3 mal Latein, also 9 Unterrichtsstunden ausgefallen waren und das mit der Dauer für diese Arbeit vergleicht, komme zumindest ich nicht auf das gleiche Ergebnis, da dieses hier eine Woche konzentrierte und kontinuierliche Arbeit ist.
Es geht in dieser Hausarbeit um ein Liebespaar, das durch einen tragischen Zwischenfall getrennt wird, jedoch überlebt ihre Liebe diesen ersten Zwischenfall und Orpheus kämpft um seine Eurydike, nachdem er den Kampf gegen den Tod gewinnt und Eurydike wieder mit auf die Erde nehmen darf, denn die Herren der Unterwelt, Persephone und Hades, waren so beeindruckte, dass die beiden eine Ausnahme machten. Allerdings unter der Bedingung, dass er auf dem Weg zurück zur Erde nicht zurücksehen dürfe. Diesen Kampf verliert Orpheus jedoch und so kommt es, dass Eurydike ein zweites mal stirbt und er nun an dieser Tatsache innerlich zerbricht.
1. Übersetzung des Textes
Davon entfernt sich Hymenäus, in einen safrangelben Mantel gehüllt durch den unermesslichen Himmel und eilt zu den Küsten der Kikonen und er wird vergeblich von der Stimme Orpheus’ gerufen. Jener [Hymenäus] war zwar da, aber weder feierliche Worte, noch ein freudiger Blick, noch ein glückliches Vorzeichen besaß er. Auch die Hochzeitsfackel, die er festhielt, war ununterbrochen zischend im Tränen erregendem Rauch und (bekam ->) fing trotz Bewegung kein Feuer. Der Ausgang war noch schwerer (-> schlimmer) als das Vorzeichen. Denn während die Neuvermählte von einer Schar Najaden begleitet über (<- durch) den Rasen umher streifte, kam sie um, weil sie von einer Schlange in die Ferse gebissen wurde.
Nachdem der Sänger vom Rhodopengebirge (-> Orpheus) sie bei den (Lüften des Himmels>) Göttern der Oberwelt genug beweint hatte, wagte er sich durch die taenarische Pforte zur Styx hinabzusteigen, um es nicht auch bei den Schatten unversucht zu lassen und er näherte sich durch die leichten Scharen und Schattenbilder der Bestatteten Persephone und dem Herrn
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der Schatten, der das unschöne Königreich beherrschte und (zu den geschlagenen Saiten der Leier sang er so ein Lied ->) und er spielte die Leier und sang auf diese Weise ein Lied: “ Oh ihr Gottheiten der Welt, welche unter der Erde liegt, in die wir (alle) zurücksinken, wir alle, die sterblich geschaffen wurden: wenn es erlaubt ist und ihr ohne trügerische Umschweife die Wahrheit sagen lasst: ich bin nicht hier(her) hinabgestiegen um den finsteren Tartarus zu sehen, auch nicht, um die von Nattern umringelten drei Hälse des medusischen Ungeheures zu fesseln: Der Grund für meine Reise ist die Ehefrau, in die eine Schlange, auf die sie (Eurydike) getreten war, ihr Gift spritzte und (die jungen Jahre wegnahm ->) ihr die Jugendjahre raubte. Ich wollte, ich könnte es ertragen und ich will auch nicht leugnen, dass ich es versucht habe: Amor hat gesiegt. Dieser Gott ist in der oberen Welt sehr bekannt; ich zweifle, ob er es hier ist. Aber ich vermute, dass er es dennoch auch hier ist und wenn das alte Gerücht des Raubes nicht erlogen ist, hat auch Amor euch verbunden. Bei dieser Gegend mit viel Grauen , bei dieser unheimlichen Unterwelt und der Stille des Reiches, ich bitte [darum], macht das verfrühte Todesschicksal der Eurydike rückgängig!
Wir sind euch in allem verfallen (-> Wir gehören euch ganz) und nachdem wir uns eine Weile auf der Erde aufgehalten haben, eilen wir früher oder später (<- später oder schneller) zu der einen Ruhestätte. Hierher begeben wir uns alle, dies ist das letzte Haus und ihr haltet die längste Herrschaft über das Geschlecht der Menschen. Auch diese [Eurydike] wird euch gehören, wenn sie die (einem Menschen) zustehenden Jahre bis ins hohe Alter vollendet hat: Statt eines Geschenks erbitten wir eine Leihgabe. Wenn aber das Schicksal die Gnade für meine Ehefrau verweigert, bin ich fest entschlossen, nicht mehr zurückgehen zu wollen: (er)freut euch am Tod von Zweien!“
Während der solche Worte (sagte->) sang und zu ihnen die Saiten schlug, weinten die blutleeren Geister; weder Tantalus griff nach der zurückweichenden Welle [Wasser] und das Rad des Ixion stand still, noch fraßen die Geier die Leber und die Beliden ließen ihre Krüge ruhen und du, Sisyphus, saßt auf dem Felsen.
Damals, so ist das Gerücht, wurden die Wangen der Eumeniden zum ersten Mal von den Tränen besiegt nass; weder bringt es die königliche Gattin, noch der Herrscher der Unterwelt übers Herz dem Bittenden die Bitte abzuschlagen(<- er herrscht über die Unterwelt, über sich dem Bittenden zu verneinen): Sie (rufen->) riefen Eurydike.
Jene war noch unter den neuen Schatten und (sie ging leidend (und) verzögernd wegen der Wunde einher ->) sie ging langsam wegen der Wunde, an der sie litt, einher. Und zugleich nahm Orpheus diese [Eurydike]
sofort war jene zurückgesunken und während sie
ihre Arme ausstreckte und (kämpfte->) sich bemühte gefasst zu werden und zu fassen, wenn nicht das Unglück die Seele ins Nichts zurückziehe.
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Und schon zum zweitenmal beklagte sich die sterbende Eurydike mit keinem Wort an ihrem Gemahl; worüber hätte sie nämlich klagen sollen, außer, dass sie geliebt wurde? Und sie sagte das letzte „lebe Wohl!“, welches jener durch die Lüfte kaum mehr wahrnehmen konnte, und sie sank wieder an denselben Ort zurück. Nicht anders erstarrte Orpheus über den zweifachen Tod seiner Ehefrau, als der Mann, der voll Grauen die drei Hälse des Höllenhundes- den mittleren in Ketten- erblickte und den die Angst nicht eher verließ als seine bisherige Natur, da sein Leib zu Stein wurde, oder als Olenus, der den Vorwurf auf sich selbst lenkte und als der Schuldige gelten wollte und du, unglückliche Lethaea - allzu viel hast du dir auf deine Schönheit eingebildet - ;einst wart ihr zwei eng verbundene Herzen, jetzt seid ihr Steine auf dem quellenreichen Ida.
Der Fährmann hatte ihn, der bat (<- ersuchte) und vergeblich ein zweites mal hinüberfahren wollte, abgehalten: jener saß dennoch sieben Tage schmutzig ohne Nahrung am Flussufer; Sorge, Seelenschmerz und Tränen waren [seine] Nahrung. Er klagte, dass die Götter des Erebus grausam seien und zog sich auf das hohe Rhodopengebirge zurück und auf den von Nordwinden (erschütternden ->) stürmischen Haemus.
Definiert man den Begriff „Metamorphose“, erkennt man, dass es dabei um eine drastische Veränderung handeln muss. Ovid definiert eine Metamorphose jedoch anders; „Metamorphosen“ Buch X, V. 1-4
In nova fert animus mutatas dicere formas corpora. Di, coeptis - nam vos mutastis et illas aspirate meis primaque ab origine mundi ad mea perpetuum deducite temora carmen.
Ovid beschreibt als Metamorphose nicht irgendeine drastische Veränderung, sondern viel mehr die Veränderung einer Gestalt in einem Körper, d.h. auch wenn es zuerst scheint, dass nicht nur die Gestalt, sondern auch der Körper sich verändert haben, erkennt man bei näherem hinsehen, dass sich der Körper nicht verändert hat. Ein Beispiel ist der Abschnitt über die vier Welt Zeitalter (goldenes, silbernes, bronzenes und eisernes). Der Unterschied ist für den Betrachter zuerst enorm groß und man glaubt, dass es nicht die selbe Welt ist, jedoch ändern sich nur die Gestalten, also die Umwelt in diesem Fall, nicht aber die Erde, denn sie bleibt immer der gleiche Planet, der gleiche Boden, sie verändert sich nicht in diesem Sinne.
Gesucht ist in der Geschichte von Orpheus und Eurydike also etwas, das sich in seiner Art verändert, aber doch immer gleich bleibt.
Ich denke, dass es die Liebe bzw. die Macht der Liebe zwischen Orpheus und Eurydike ist. Nimmt man die späteren Passagen (Vers 79ff) dazu kann es aber auch Orpheus durch eine
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Metamorphose gegangen sein, da beschrieben wird, dass er sich nie wieder in eine Frau verliebte.
Mit diesem Wissen kann man sagen, dass Orpheus zwar äußerlich immer noch derselbe Mensch geblieben ist, seine Hülle/Körper sich nicht verändert hat, aber seine Seele durch den Verlust von Eurydike eine tiefe Wunde hinnehmen musste und er jetzt nicht mehr derselbe ist, auch wenn er so aussieht. Orpheus ist nach dem zweimaligen Tod seiner Eurydike so verletzt, dass er sich nicht mehr in der Lage sieht eine Frau zu lieben.
Natürlich spielt bei dieser Metamorphose die Liebe wieder eine entscheidende Rolle, weil Orpheus ja gerade durch sie verändert wird. Man könnte diese Metamorphose auch als „Erwachsen-Werden“ betrachten, wenn man „Erwachsen-Werden“ durch eine schmerzhafte, weltverändernde Erfahrung definiert. Der jugendliche Leichtsinn wird ausgetauscht durch Wehmut, Trauer und extreme Gefühle.
Die Metamorphose von der Kaulquappe Orpheus zum Frosch Orpheus kann aber nur gesehen werden, wenn man den weiteren Verlauf des Mythos weiter betrachtet, deswegen zurück zu der Metamorphose der Liebe, auch wenn ich die Orpheus-Metamorphose bevorzuge und die Liebe nur als Auslöser sehe.
Orpheus, der Eurydike so sehr liebt, dass er ihr nicht nur in die Unterwelt folgt, sondern sogar in den Tartarus, den grausamsten Teil der Unterwelt, um sie zurück zu holen, weil er ohne sie nicht leben kann und die Liebe siegte, nimmt nicht nur diese Hürde auf sich. Er überzeugt Persephone und Hades mit seinem Klagelied eine Ausnahme zu machen und sie lassen sich tatsächlich erweichen, da sie wissen, dass die Liebe, personifiziert durch Amor, nicht nur sie verband, sondern auch sie so handeln würden, um den Geliebten wieder zurück zuholen. Orpheus’ Gesang hat die ganzen ruhelosen Gestalten des Tartarus dermaßen beeindruckt, dass sie ihre Buße ruhen ließen. Das ist der einzige erwähnte Fall in der griechischen Mythologie, dass
„[...] exangues flebant animae; nec Tantalus undam 41 captavit refugam stupuitque Ixionis orbis, nec carpsere iecur volcures, urnisque vacarunt Belides, inque tuo sedisti, Sisyphe, saxo. Tunc primum lacrimis victarum carmine fama est Eumenidum maduisse genas;[…] “ 46
alles still stand, die blutleeren Geister weinten, Tantalus nicht nach der Welle griff, das Rad des Ixion still stand, die Adler die Leber nicht fraßen, die Beliden die Krüge stehen ließen, und Sisyphus auf seinem Felsen saß, anstatt ihn den Berg hoch zurollen. 4. Orpheus hat durch die Macht der Liebe Eurydike wieder bekommen, zwar mit der Auflage auf dem Rückweg nicht zurück zublicken, jedoch ist es die gleiche Macht, die ihn dazu veranlasst sich umzusehen.
Metamorphosen Buch X, V. 56 und 57a
„Hic, ne deficeret, metuens avidusque videndi Flexit amans oculos“
Die Liebe, die vorher Orpheus und Eurydike zusammenhält und nicht nur diese beiden, sondern auch Hades und Persephone, reißt Orpheus und Eurydike wieder auseinander, weil sie Gefühle hervorbringt, die durch nichts zu zerstören sind. Orpheus liebt sie so sehr, dass er sich umsieht, weil er es ohne sie nicht aushalten kann, die Liebe siegte.
Die Liebe bleibt also mit ihrer Macht und allem immer gleich, was sich verändert, ist der Zustand den sie hervorruft, erst ist Orpheus durch sie wieder an Eurydike gekommen, dann verliert er sie durch die gleichen Beweggründe wieder.
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Ovid arbeitet in diesem Abschnitt seiner „Metamorphosen“ nicht nur mit speziellen Stilmitteln, sondern auch mit ganz einfachen Konstruktionen. Bedenkt man, dass das Unglück Orpheus in nur 79 Zeilen abgehandelt wird, aber die Geschichte eine gewaltige Botschaft trägt, die noch heute für uns aktuell ist, muss man sagen, das Ovid ein Meister darin ist sich kurz zu fassen und doch alles wichtige gesagt zu haben. Nicht nur das, er lässt uns durch Orpheus’ Rede oder Lied mitfühlen, was in seiner Hauptperson vorgeht. Diese Stelle ist die einzige Stelle in der wir uns mit Orpheus identifizieren können, da Ovid sonst in der 3. Person schreibt, was eher objektiv ist. So wird auch deutlich, dass Orpheus zu keiner Zeit in das Geschehen mit eingreifen kann, sondern davon überrollt wird, wie auch wir davon überrollt werden würden.
Die Botschaft des Textes, dass Liebe nicht zu zerstören ist, aber Menschen zerstören kann, ist verpackt in eine Tragödie, die einen Menschen so verändert, dass er nicht mehr zu erkennen ist.
1 Welche Begriffe geben die Stimmung der Hochzeit von Orpheus und Eurydike wieder (V. 1-7)? Vers 3:
o Nequiquam: vergeblich Vers 4-5: ille [Hymenaeus] adfuit
o
nec sollemnia verba:
weder feierliche Worte
Vers
6-7: Rauch und fing trotz Bewegung kein Feuer
Alle Begriffe die Ovid hier benutzt, lassen schon erahnen, dass die Hochzeit von Orpheus und Eurydike kein gutes Ende genommen hat.
Es fängt damit an, dass Orpheus vergeblich Hymenäus, den Gott der Ehe und Hochzeit, ruft (Vers 3), aber selbst er ist ohne feierliche Worte, ohne freudigen Blick und ohne ein glückliches Vorzeichen, wie er es normalerweise wäre (Vers 4 und 5). Auch die Hochzeitsfackel, deren Feuer ein Vorzeichen für die Ehe ist, will nicht richtig brennen. Da ein schlechtes Feuer einen schlechten Verlauf der Ehe symbolisiert, kann man hier bereits davon ausgehen, dass etwas passiert sein muss, das Orpheus nicht glücklich macht. Vor allem, wenn man dazu die kurze Beschreibung des Hymenäus betrachtet, mit seinem safrangelben, sehr farbenprächtigen Umhang und der Fähigkeiten durch die Luft zu fliegen „Inde per inmensum croceo velatus amictu aethera digreditur Ciconumque Hymenaues [...] (V.1-2)“ und dann diese Beschreibung mit dem eher tristen Bild der Situation vergleicht.
2 Wie behandelt Ovid den Tod der Eurydike (V. 8-10)?
Ovid stellt in einem Satz über zweieinhalb Verse den Tod der Eurydike dar. Hierbei benutzt er keine auffälligen Wörter oder viele Adjektive, er beschreibt fast schon kriminalistisch einen Tod, es ist wenig Kunst dabei.
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Metamorphosen Buch X, V. 8b-10 Nam nupta per herbas dum nova Naiadum turba comitata vagatur, occidit, in talum serpentis dente recepto.
Meiner Meinung nach schreibt er über den doch sehr schwerwiegenden Tod so kurz, weil es nicht vieler Worte bedarf, um dem Leser verständlich zu machen, dass hier die Tragödie seinen Anfang hat und dieses ein wirklich wichtiger Teil ist. Man muss den Tod nicht ausschmücken um ihm eine größere Bedeutung beizutragen, er trägt diese Bedeutung von ganz allein. Ovid lässt so dem Leser Raum sich selbst vorstellen zu können, wie Orpheus auf den Tod der Eurydike reagieren könnte, indem er nur diese erschütternde Nachricht stehen lässt und sie nicht nur auf Orpheus, sondern auch auf den Leser ihre ganze Bedeutung übertragen kann, er schafft somit einen größeren Wirkungsraum.
3 Wie gelingt es Orpheus die Mächte der Unterwelt zu beeinflussen (V. 17-39)? 3.1 Gliedern Sie dazu den Abschnitt anhand der Personalendungen der Prädikate und erläutern Sie die Konstellation der Personen! 3.2 Beschreiben Sie stichwortartig die Verknüpfung der Gedanken! 3.3 Untersuchen Sie, inwieweit sich dieser Gesang des Orpheus mit einer antiken Rede vergleichen lässt! [in einer Aufgabe bearbeitet]
Metamorphosen Buch X, V. 17-39: "O positi sub terra numina mundi, in quem reccidimus, quidquid mortale creamur,
si licet et falsi positis ambagibus oris, vera loqui sinitis: non huc, ut opaca viderem Tartara descendi, nec uti villosa colubris terna Medusaei vincirem guttura monstri;
causa viae [est] coniunx, in quam calcata
venenum
vipera diffudit crescentesque abstulit annos.
Posse pati volui nec me temptasse negabo:
vicit Amor. Supera deus hic bene notus in ora
est;
an sit et hic, dubito. Sed et hic tamen auguror esse,
famaque si veteris non est mentita rapinae, vos quoque iunxit Amor. Per ego haec loca plena timoris,
per chaos hoc ingens vastique silentia regni, Eurydices, oro, properata retexite fata; omnes debemur vobis, paulumque morati serius aut citius sedem properamus ad unam. Tendimus huc omnes, haec est domus ultima, vosque
humani generis longissima regna tenetis. Haec quoque, cum iustos matura peregerit annos,
iuris erit vestri: pro munere poscimus usum.
Quod si fata negant veniam pro coniuge,
certum est
nolle redire mihi: leto gaudete duorum."
Der Gesang des Orpheus ist einer Rede [Vergleich: Cicero, VS] ähnlich aufgebaut.
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Er beginnt zunächst mit der Anrede der Götter und einem Sachverhalt, der alle Menschen betrifft, dann erbittet er sein Anliegen vorzutragen und erzählt bzw. singt, denn es handelt sich ja hierbei um ein Lied, in der erster Person, warum er überhaupt in die Unterwelt gekommen ist (er konnte es ohne Eurydike nicht mehr aushalten, usw.). Mit dem Bezug zu Amor knüpft er sein Band, um Persephone und Hades zu überzeugen, denn auch sie wurden der Sage nach von Amor verbunden. Er beschwört die Unterwelt und bittet darum Eurydikes Tod aufzuheben.
Nochmals berichtet er von den Menschen allgemein, dass sie am Ende doch in die Unterwelt hinabsinken und Hades dort die längste Herrschaft über die Menschen hält, jedoch ist es dieses mal auch eine Captatio Benevolentiae für das Herrscherpaar der Unterwelt, indem er sie darauf hinweist, dass sie durch die Aufhebung Eurydikes Tod keinesfalls an Macht verlieren, sondern das Machtverhältnis weiterhin so bestehen bleibt, da Eurydike, wenn sie lange genug gelebt hat, wieder in die Unterwelt zurückkehren wird. Orpheus bittet um Eurydike als Leihgabe (kehrt ja wieder zurück), sagt aber auch, dass er bei ihr bleiben wird, wenn das Schicksal ihm seine Frau verweigert. Das Ende klingt schon fast als Drohung, denn sollte er Eurydike nicht wieder bekommen, werden sich Hades und Persephone am Tod von zweien erfreuen. Das Ende ist ein Aufruf der Verzweiflung und der Trauer, die sich in Orpheus angesammelt haben.
Orpheus, der erst nur versucht
die Götter zu überzeugen, entwickelt im Laufe des Liedes eine Art Kampfansage, die erst kurz vor dem Ende ihren Höhepunkt erreicht, als er seinen Entschluss verkündet für Eurydike zu sterben, wenn Persephone und Hades seine Bitte abschlagen. Es ist das erste und einzige mal in der ganzen Geschichte, dass Ovid Orpheus handeln lässt und nicht nur von seinem Handeln berichtet, alle anderen Handlungen sind aus der Sicht
eines Betrachters geschrieben.
Hier lässt er Orpheus selbst singen, das bewirkt, dass der
Leser bemerkt wie wichtig diese Stelle ist.
Wie schon oben erwähnt, ähnelt dieses Lied oder dieser Monolog einer Rede nach den früher definierten Merkmalen sehr:
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Anhand der Tabelle lässt sich gut zeigen, dass das Lied mit einer Rede vergleichbar ist, zwar scheint es nicht immer leicht die Teile zuzuordnen, aber es gelingt trotzdem.
4 Beschreiben Sie den Eindruck von Orpheus’ Gesang auf die Bewohner der Unterwelt und beachten Sie dabei die Stilmittel (V. 40-47)!
Metamorphosen Buch X, V. 40-47 talia dicentem nervosque ad verba moventem exsangues flebant animae; nec Tantalus undam captavit refugam, stupuitque Ixionis orbis, nec carpsere iecur volucres, urnisque vacarunt Belides, inque tuo sedisti, Sisyphe, saxo. tunc primum lacrimis victarum carmine fama est
Eumenium maduisse genas. Nec regia coniunx
sustinet oranti nec, qui regit ima, negare:
Vers 41-44: exsangues flebant animae; nec Tantalus undam - captavitrefugam, stupuitque Ixionis orbis, nec carpsere iecur volucres, urnisque vacarunt Belides, inque tuo sedisti, Sisyphe, saxo. Variatio; gleicher Sachverhalt nur anders ausgedrückt:
Dieses Stilmittel drückt vor allem die Wichtigkeit des Sachverhaltes aus, hier benutzt es Ovid um zu zeigen, dass Orpheus’ Gesang sogar ruhelosen Geschöpfen kurzzeitig einen Augenblick der Ruhe verschafft, da sie starr vor Erstaunen und Rührung waren.
Beliden, die ihre Ehemänner töteten und deshalb als
Strafe in der Unterwelt fortlaufend Wasser in ein löchriges Fass schöpfen müssen
- Vers 44: inque tuo sedisti, Sisyphe, saxo Parenthese; eingeschobene Nebenbemerkung:
Die Parenthese dient vor allem den Auflockerung des Textes, es ist eine Art Überraschungseffekt, wie man auch hierbei sieht.
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Der Trott wird gebrochen und man ist erstaunt darüber, dass Ovid plötzlich eine Figur der Mythen direkt anspricht.
Vers 45/46a:
tunc primum lacrimis victarum carmine fama est
-
Eumeniummaduisse genas.
Enjambement; Übergreifen des Satzes in den nächsten Vers:
Ein Enjambement deutet meistens darauf hin, dass der Text an den Stellen schnell voranschreitet, in diesem Fall ist es aber nicht ganz so, hier erweitert das Enjambement die Palette der Stilmittel, die verdeutlichen, was Orpheus’ Gesang verursacht, aber es schlägt auch eine Brücke zwischen den vorher erwähnten Mythen und den Herrschern der
Unterwelt. Selbst die Eumeniden müssen beim Gesang vor 8. Rührung weinen(Moore) Ovid, Met. X, 46 Hyberbaton; Trennung zweier syntaktisch eng
zusammengehöriger Wörter durch Zwischenstellung eines anderen Satzgliedes. Es dient der Hervorhebung von Wörtern am Anfang oder Ende des Satzes oder Verses. „tunc primum lacrimis victarum carmine fama est“ Ovid zeigt durch dieses Stilmittel, dass, sofern es wahr sein sollte (wichtige Voraussetzung), sogar die Eumeniden Furien weinten, das passiert eher selten.
5 Erläutern Sie, wieso Orpheus eine tragische Figur ist! Zuerst muss erst mal definiert werden, was eine tragische Figur ausmacht:
Man sieht also, es gibt zwei verschiedene Arten von tragischen Figuren. Orpheus entspricht eher dem schicksalstragischen Charakter, denn Eurydike ist ja nicht durch sein Verschulden gestorben, sondern durch das Schlangengift, das jene in ihre Ferse spritze, da Eurydike in sie getreten war.
Orpheus ist also eine tragische Figur, weil er nichts gegen den Tod seiner Geliebten tun konnten, er in einen tragischen Konflikt geraten ist und nun unter diesen Umständen sehr leidet.
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Mythen gab es in jedem Kulturkreis und jede Generation gab die Mythen ihrer Kindheit weiter, so auch dieser Mythos, der die Menschen auch in allen weiteren Jahrhunderten verfolgte und nie in Vergessenheit geriet.
Verschiedenste Menschen haben den Orpheus-Mythos immer wieder neu verarbeitet, Rezeptionen erstellt, sowohl in der Musik, in der Kunst, als auch in der Filmbranche, die aber erst später hinzukam.
Musik
Der Orpheus-Mythos hat Musiker schon seit langer Zeit fasziniert, es gibt mittlerweile an die vierzig Opern über Orpheus.
Die erste überhaupt erhaltene Oper ist die Orpheus-Oper von Giulio Caccinis „Eurydike“. In seiner Oper gibt er die Geschichte als Pastorale wieder. Die erste größere und bekanntere Oper ist die von Claudio Monteverdi, Erstaufführung genau sieben Jahre später, 1607.
Auch Jacques Offenbach schrieb eine Operette über Orpheus, das wohl bekannteste Stück daraus ist der „Can Can“. Offenbachs Interpretation gleicht eher einem Musical und ist amüsanter und einfacher im Verständnis.
1. L'Orfeo (La Favola d'Orfeo) Orpheus favola in musica 3 Bilder, 1 Prolog Urpsrünglich eine Oper in einem Prolog und fünf Akten. Uraufführung 22. Febr. 1607 Mantua, Palazzo ducale (vor den Mitgliedern der "Accademia degl'Invaghiti")
Erst im 20. Jahrhundert in neu bearbeiteter Form wieder aufgeführt. Musik von Claudio Monteverdi
Monteverdis „L’Orfeo“ wird gerne als erste richtige Oper bezeichnet, auch weil die Aufführungsgeschichte dieses unterstützt, jedoch gab es schon vorher Opern, die aber nie so berühmt geworden sind, z.B. Giulio Caccinis „Eurydike“ (1600). Monteverdi nimmt diesen Mythos sehr ernst auf, er beschreibt jede einzelne Figur durch spezifische Melodien und Klänge. Typisch für eine Oper aus der Renaissance hört sich für uns die Musik wie Kirchenmusik an. Da es in der Renaissance eigentlich nur zwei Sorten von Musik, die Kirchenmusik und Tänze gab, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Monteverdis Oper eine Mischung aus diesen beiden „Stilen“ ist. Anders als bei Gluck endet die Geschichte um Orpheus und Eurydike tragisch. Vergleicht man Glucks und Monteverdis Interpretationen erkennt man deutlich wie viel sich in der Musik getan hat und welche Möglichkeiten Gluck ausnutzen konnte, die Monteverdi nicht kannte.
Aber auch bei Monteverdi gibt es eine kleine Änderung, denn die Oper endet mit einem Duett von Orpheus und Apollo. Orpheus wird zu Apollo gerufen, was in der Antike als ein Akt der Vergöttlichung gesehen wird. Orpheus wird also zum Gott, 12. vielleicht ist das ein Trost für den Verlust der Eurydike.
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2. Orpheus und Eurydike (Originaltitel: „Orfeo ed Eurydce“) von Christoph Willibald Gluck
Komponiert: 1761/62, Uraufführung: 1762 (Wiener Fassung), 1859 (Fassung von Hector Berlioz nach der französischen Fassung von 1774)
Glucks Oper über drei Akte gehörte zu einer Reihe reformatorischen Opern, die er zusammen mit seinem Textdichter Calzabigi schrieb. Es
Frontispiz zur Erstausgabe der Partitur. Euridices Rückkehr in der zweiten Szene des zweiten Aktes, Zeichnung von Charles 12. Monnet-Duja (1764)
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Literatur
In der Literatur wird der Orpheus-Mythos auch von anderen, bekannten und eher unbekannten Schriftstellern aufgegriffen. Hier eine Auswahl:
Vergil Georgica Liber IV V.453-527,
"Non te nullius exercent numinis irae; magna luis commissa: tibi has miserabilis Orpheus
haudquaquam ob meritum poenas, ni fata resistant, 455
suscitat et rapta graviter pro coniuge saevit. Illa quidem, dum te fugeret per flumina praeceps,
immanem ante pedes hydrum moritura puella servantem ripas alta non vidit in herba. At chorus aequalis Dryadum clamore supremos 460
implerunt montes; flerunt Rhodopeiae arces altaque Pangaea et Rhesi mavortia tellus atque Getae atque Hebrus et Actias Orithyia. Ipse cava solans aegrum testudine amorem te, dulcis coniunx, te solo in litore secum, 465
te veniente die, te decedente canebat. Taenarias etiam fauces, alta ostia Ditis, et caligantem nigra formidine lucum ingressus manesque adiit regemque tremendum
nesciaque humanis precibus mansuescere corda. 470
At cantu commotae Erebi de sedibus imis umbrae ibant tenues simulacraque luce carentum,
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quam multa in foliis avium se milia condunt vesper ubi aut hibernus agit de montibus imber, matres atque viri defunctaque corpora vita 475
magnanimum heroum, pueri innuptaeque puellae,
impositique rogis iuvenes ante ora parentum, quos circum limus niger et deformis harundo Cocyti tardaque palus inamabilis unda alligat et noviens Styx interfusa coercet. 480
Quin ipsae stupuere domus atque intima Leti tartara caeruleosque implexae crinibus angues Eumenides, tenuitque inhians tria Cerberus ora
atque Ixionii vento rota constitit orbis. Iamque pedem referens casus evaserat omnes; 485
redditaque Eurydice superas veniebat ad auras, pone sequens, namque hanc dederat Proserpina legem,
cum subita incautum dementia cepit amantem,
Rainer Maria Rilke “Orpheus. Eurydike. Hermes.“
erste Fassung: 1904, Rom, endgültige Fassung: Herbst 1904, Furuborg (Schweden)
Das war der Seelen wunderliches Bergwerk. Wie stille Silbererze gingen sie als Adern durch sein Dunkel. Zwischen Wurzeln entsprang das Blut, das fortgeht zu den Menschen,
und schwer wie Porphyr sah es aus im Dunkel. Sonst war nichts Rotes. Felsen waren da
und wesenlose Wälder. Brücken über Leeres und jener große graue blinde Teich, der über seinem fernen Grunde hing wie Regenhimmel über einer Landschaft. Und zwischen Wiesen, sanft und voller Langmut, erschien des einen Weges blasser Streifen, wie eine lange Bleiche hingelegt. Und dieses einen Weges kamen sie. Voran der schlanke Mann im blauen Mantel, der stumm und ungeduldig vor sich aussah. Ohne zu kauen fraß sein Schritt den Weg in großen Bissen; seine Hände hingen schwer und verschlossen aus dem Fall der Falten und wussten nicht mehr von der leichten Leier, die in die Linke eingewachsen war wie Rosenranken in den Ast des Ölbaums. Und seine Sinne waren wie entzweit: indes der Blick ihm wie ein Hund vorauslief, umkehrte, kam und immer wieder weit und wartend an der nächsten Wendung stand,blieb sein Gehör wie ein Geruch zurück. Manchmal erschien es ihm als reichte es bis an das Gehen jener beiden andern, die folgen sollten diesen ganzen Aufstieg. Dann wieder wars nur seines Steigens Nachklang und seines Mantels Wind was hinter ihm war. Er aber sagte sich, sie kämen doch; sagte es laut und hörte sich verhallen. Sie kämen doch, nur wärens zwei die furchtbar leise gingen. Dürfte er sich einmal wenden (wäre das Zurückschaun nicht die Zersetzung dieses ganzen Werkes, das erst vollbracht wird), müsste er sie sehen, die beiden Leisen, die ihm schweigend
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nachgehn: Den Gott des Ganges und der weiten Botschaft, die Reisehaube über hellen Augen, den schlanken Stab hertragend vor dem Leibe und flügelschlagend an den Fußgelenken; und seiner linken Hand gegeben:
sie.
Die So-geliebte, dass aus einer Leier mehr Klage kam als je aus Klagefrauen;
Theoderich von St. Trond: De nummo († 1107) 5.
Der mittelalterliche Dichter Theoderich von St. Trond hat in seinem Werk "De nummo" unter anderem auch den Mythos "Orpheus und Eurydike" behandelt:
Nec mirum dictu, quod Musa tui, sacer
Orphea,
Tanti dulcoris extiterat superis:
Tartara flexisti, legem Stygis annihilasti
Te modulante madent fletibus Eumenides.
Mors uti postquam serpentis dente ministro
Iure suae legis audet in Eurydicen, Committens fidibus questum coniunx viduatus
Cuncta suis lacrimis solverat in lacrimas, (...)
Iamque fere corpus,iam pinguis, non levis umbra
Assequitur carum iam quoque paene suum.
Rarescunt tenebrae, iam spirans rarior aër Edocet hos duram iam superesse viam; Cumque forent ambo iam limite mortis in ipso,
Hic male praecedens, tardius illa sequens,
En, amor infrenis nullis moderandus
habenis
Impatiens legis lege sua rapitur.
Quid non emollit, quid non amor edomat
exlex?
Vidit amor victum, quem labor indomitum. Impos mentis amans in amantem lumina flexit,
Quid fatis obstet, fata quis aufugiat? Iam subiens luci, iam paene sui sua retro Eurydice rapitur, rapta fit umbra prior. Musae confisus rursum fidicen generosus Squalores imi mox repetens barathri Conciliante lyra molliret saxea corda, Placaret Parcas, flecteret Eumenides; Deflens pulsaret, pulsando preces iteraret, Sollers effectum nec negat ingenium. Sed fugit exosus Stygios et dona ferentes Indignans supplex nequitiae fieri.
Numine sic artis fidens industria mentis
Fortiter extorsit a Styge quod voluit.
Sic ars naturam vincit studio mediante
Virtuti dominae cedere cuncta probans
Die wohl bekannteste Rezeption des Orpheus-Mythos ist wohl Shakespeares „Romeo und Julia“.
Lateinhausarbeit: Ovid, Met. X 1-77 Stephanie Schruhl S1 05.10.03 18
Zwei Menschen, die sich lieben, aber getrennt werden. werden am Ende durch den Tod wieder vereint.
Natürlich haben nicht nur diese vier Herren den Mythos bearbeitet, alle Werke aufzuführen sprengt jedoch den Rahmen.
Anhand der Entstehungsdaten kann man erkennen, dass dieser Mythos nicht in Vergessenheit geraten ist, er hat Menschen immer wieder so sehr bewegt, dass sie eigene Interpretationen schrieben. Dies gilt nicht nur für die Musiker und Schriftsteller, sondern auch für Maler und Filmemacher.
Kunst (alle Bilder stammen von www.latein-pagina.de)
In der gesamten Hausarbeit sind Bilder über Orpheus und Eurydike, weshalb ich hier nur drei weitere zeigen werde.
steckt in jedem Menschen auf der Welt, selbst wenn er
sie noch nicht erlebt hat, wird er sie irgendwann erleben, aber er kann sie schon vorher nachvollziehen und mitempfinden.
Filme
alle Filmbeschreibungen von
www.djfl.de
3.
1. „Moulin Rouge“
Titel Deutschland: Moulin Rouge
Lateinhausarbeit: Ovid, Met. X 1-77 Stephanie Schruhl S1 05.10.03 20
3. „The Time Machine“
4. „Hinter dem Horizont“
Lateinhausarbeit: Ovid, Met. X 1-77 Stephanie Schruhl S1 05.10.03 21
5. „Orfeu Negro“ Titel Deutschland: Orfeu Negro Genre: Melodram Farbe, Frankreich, Italien, Brasilien,
Regie: Marcel Camus, Produzenten: Sacha Gordine für Dispat / Gemma / Tupan, Drehbuch: Jacques Viot, Marcel Camus, Vorlage: Bühnenstück "Orfeu da Conceicao" von Vinitius de Moraes
Neben eben diesen Filmen gibt es noch andere von Cocteau: 1.
• Orphée (Theaterstück, 1925)
• Le sang d’un poète (Film, 1930/32)
• Orphée (Film, 1949/50)
• Le testament d’Orphée (Film, 1959/60).
6. Quellen
1. Cocteau
http://www.uni-mainz.de/~ruscc000/orphee.doc 2. Die Eichstätter Datenbank zur Antike-Rezeption-Kunst http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/Klassphil/grau/eichst.htm 3. Dirk Jasper Filmlexikon www.djfl.de 4. Das Schwarze Netz http://www.sungaya.de/schwarz/index.htm 5. Dr. Wolfram Benziger Die Interpretation des Orpheus-Mythos http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung/sps/latein/umaterial/ue/orpheuskurz.htm 6. Ovid Orpheus und Eurydike http://www.mbradtke.de/ovorph.htm
7. KIRKE - tenerorum lusor amorum die Ovid-Homepage; Links zu 2. und 8. http://www.kirke.hu-berlin.de/ovid/start.html 8. Latein Pagina http://www.latein-pagina.de/index.html 9. Moulin Rouge
http://www.cyberkino.de/entertainment/kino/1110/111048pr.html
Lateinhausarbeit: Ovid, Met. X 1-77 Stephanie Schruhl S1 05.10.03 22
10. Rainer Maria Rilke
http://rainer-maria-rilke.de/sw080070orpheuseuridikehermes.html 11. Wissen.de www.wissen.de 12. Monteverdi „Orfeo“ Gluck „Orpheus und Eurydike“ rororo Opernbuch
13. CD: Christoph Willibald Gluck : „Orfeo ed Euridice“, Sony Classical 14. CD: Claudio Monteverdi: “l’Orfeo”, Laurent Lambert
7. Anhang
http://www.cyberkino.de/entertainment/kino/1110/111048pr.html: 9. Die Geschichte von Moulin Rouge beruht auf dem Mythos von Orpheus und Eurydikeder Geschichte eines jungen Poeten und Musikers, der sich auf der Suche nach der idealen Liebe in die Unterwelt begeben musste. "In diesem Mythos geht es um Idealismus und ums Erwachsenwerden. Und um die Erkenntnis, dass das Leben uns Dinge in den Weg stellt, die sich unserer Kontrolle entziehen: den Tod von geliebten Menschen, Beziehungen, die nicht von Dauer sind", erklärt Luhrmann. "Wie im Orpheus-Mythos wird man davon entweder zerstört oder man taucht in die Unterwelt ein, stellt sich ihr und kehrt geläutert und erwachsen aus dieser Erfahrung zurück." Der orpheische Held in Ausführlicher Inhalt ist Ewan McGregor als Christian, dessen Liebesaffäre mit der Kurtisane Satine tragisch endet. In Moulin Rouge steht der Orpheus-Mythos im Mittelpunkt dessen, was Luhrmann als "Roter-Vorhang-Stil" bezeichnet. In all seinen drei Filmen hat Luhrmann dieses Stilmittel benutzt. Der Regisseur sagt: "Wir nehmen eine einfache Geschichte, die auf einem wiedererkennbaren, ursprünglichen Mythos basiert und verlegen ihn in eine überhöhte Kunstwelt, die gleichzeitig exotisch und vertraut ist.
Hörbeispiele aus den Oper von Gluck und Monteverdi 13., 14. Homepageversion mit allen Bildern
Arbeit zitieren:
Stephanie Schruhl, 2003, Publius Ovidius Naso - Orpheus und Eurydike, München, GRIN Verlag GmbH
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Ovid, Metamorphosen III339-510: Echo und Narziss
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Verena Mundhenke hat den Text Publius Ovidius Naso - Orpheus und Eurydike kommentiert
Verena Mundhenke
Die Liebe geht über den Tod hinaus.
Hallo Ihr,
eine wundervolle Hausarbeit über den Text von Ovid. Bin leider völlig Latein-unkundig und bräuchte dringend eine Übersetzung des Titels "Die Liebe geht über den Tod hinaus" ins Lateinische. Könnte mir jemand sagen, was das heisst?
vielen Dank,
Verena.
am Thursday, December 16, 2004-