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Linda Schwarzl


Facharbeit im Fach Kunst zum Thema:
,,Niki de Saint Phalle - Eine großartige Künstlerin"
11. Klasse, 2. Halbjahr
Abgabetermin: 10.03.2003
Goethe-Gymnasium
Inhalt
1. Einleitung 1
2. Kurz-Biographie über Niki de Saint Phalle 2
3. Nikis künstlerisches Konzept 3
4. Der Einstieg in die Kunst 3
5. Kunst mit dem Gewehr - Nikis Schießbilder 4
5.1 Einleitung 4
5.2 Herstellung der Schießbilder 4-5
5.3 Der therapeutische Effekt 5
6. Die Nanas 6
6.1 Nana - Was ist das überhaupt? 6
6.2 Aus was besteht eine Nana? 6
7. Die Welt des Tarots 7
7.1 Was ist der Tarot-Garten überhaupt und wo liegt er? 7
7.2 Die Idee zur Entstehung des ,,Giardino dei Tarocchi" 7
8. Schlussbetrachtung 8
9. Literaturverzeichnis 9
1. Einleitung

Mit ihren leuchtend bunten Polyester-Plastiken, insbesondere den Nanas, wurde Niki de Saint Phalle international bekannt. Sie gehört zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk ist heute weltweit akzeptiert.
Niki war eine öffentliche Figur im zeitgenössischen Kunstleben, lebendig und erfindungsreich, schöpferisch und offenherzig. Sie war eine Außenseiterin, die sich in keine gängige kunsthistorische Gruppierung einordnen lässt.
Mit ihrer unerschöpflichen Phantasie gelang es ihr mit ihren Skulpturen unterschiedlichste Alterstufen und soziale Schichten anzusprechen und zu motivieren. 1
In der Kunst definierte sie, lange vor dem Feminismus, für sich neue Rollen und Existenzformen einer Künstlerin mit bemerkenswerter ,,Feminität".
,,Sie war die Schönheit, die dem Biest des öffentlichen Geschmacks ins Gesicht schlug."² Mit voller Absicht ignorierte sie weibliche Rollenbilder wie Ausgeglichenheit, Zurückgezogenheit, Schüchternheit und die Bereitschaft, in der zweiten Reihe zu leben. Sie setzte dagegen ihre scharfe Kritik an der Männergesellschaft, verließ in ihrer eigenen Kunst die alten Frauenrollen und formulierte spielerisch neue Rollen und Möglichkeiten.

In dieser Arbeit soll Nikis Leben und ihr Werk dem Leser transparent gemacht werden.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird über Nikis Leben, ihr künstlerisches Konzept und über ihren Einstieg in die Kunst berichtet.
Im zweiten Teil werden die Nanas und der Tarot-Garten, ihr Lebenswerk, genauer betrachtet.
2. Kurz-Biographie über Niki de Saint Phalle
1930 Niki wird am 29. Oktober in Paris als Tochter des französischen Bankiers Comte de Saint Phalle geboren.
1948 Niki heiratet den amerikanischen Schriftsteller Harry Mathews.
1951 Geburt der Tochter Laura. Nach einem psychischen Zusammenbruch beginnt sie zu zeichnen und zu malen. Sie reist nach Spanien und Italien.
1955 Geburt des Sohnes Philippe. Niki lernt verschieden Werke kennen, unter anderem auch das von Tinguely.
1960 Scheidung von Harry Mathews. Niki lebt und arbeitet mit Jean Tinguely und stellt erste Schiessbilder (Tirs) her.
1961 Teilnahme an den Ausstellungen der "Nouveaux Réalistes" in Paris und Nizza. Außerdem Schießaktionen in Stockholm und Kopenhagen.
1964-65 Niki beginnt mit ihrer Tochter Laura die ersten Nanas zu machen, die im Oktober ′65 erstmal in Paris (Galerie lolas) ausgestellt werden.
1979 Niki beginnt in der Toskana den Giardino dei Tarocchi (Tarot-Garten) in Gravicchio in der Toskana zu bauen.
1983 Realisiert mit Tinguely den "Stravinsky-Brunnen" in Paris.
1989 Arbeit an Tinguelys Lebens- und Meisterwerk "Fontaine Château-Chinon".
1991 Jean Tinguely stirbt. Niki beginnt mit der Konstruktion kinetischer Skulpturen, den "Meta-Tinguelys".
1996 Fertigstellung des ,,Giardino dei Tarocchi".
1998 Offizielle Eröffnung des ,,Giardino dei Tarocchi" am 15. Mai.
2002 Im Mai stirbt Niki de Saint Phalle nach langer Krankheit an ihrem Lungenleiden. Durch die Arbeit an den Plastiken atmete sie über lange Zeit giftige Dämpfe ein, die ein Lungenemphysem verursachten. Sie starb in ihrer Wahlheimat San Diego.
Schulz-Hoffmann, S. 154-157
http://www.nikidesaintphalle.de/bio.htm, 15.02.03
3. Nikis künstlerisches Konzept
Niki ließ sich in keine Schublade stecken. Sie bewahrte sich Freiheit und Unabhängigkeit von geläufigen Klischees und lief bewusst auf die Gefahr hin, von der etablierten Kunstkritik weitgehend ignoriert und in die künstlerisch zweifelhafte Ecke der populären Kunst abgeschoben zu werden.
Zwischendrin gab es immer kurze Phasen in denen sich Niki mit bestimmten Richtungen verbunden fühlte, aber auch dann blieb sie, wie sie selbst sagte, ,,ein besonderer Fall, eine Außenseiterin". Niki schwamm bewusst gegen den Strom und nur, wenn es ihr nützlich war, schwenkte sie auf eine marktgängige Straße ein. Ohne dass sie sich jemals hätte verraten müssen, akzeptierte sie diese so verpönte und gleichzeitig verschämte Verbindung von Kunst und Kommerz.
Auch wenn sie sich keiner Richtung zuordnen ließ, stand Niki nicht im luftleeren Raum. In ihrer ausufernden Phantasie erarbeitete sie sich einen bildnerischen Horizont. Natürlich hatte sie auch Vorbilder, z.B. Gaudí, Matisse und Léger, welche ebenso aufgesogen wurden wie entlegenste Vorstellungen und Quellen.
Bei ihren Kunstwerken entsteht ein Kaleidoskop, in dem unterschiedlichste Bilder, Vorstellungen und Gedanken, Mythen, Träume und Mysterien aufgenommen sind und zu dem werden, was unverwechselbar und einzigartig die Bildwelt der Niki de Saint Phalle ausmacht.
Mit ihrem Markenzeichen, den drallen, knallbunten Nanas, ironisiert sie schamlos unseren guten Geschmack und unsere sozialen Tabus.3
4. Der Einstieg in die Kunst
Niki begann das erste Mal mit ca. 21 Jahren zu zeichnen und zu malen. Nach einem psychischen Zusammenbruch kam sie in eine Nervenheilanstalt. Dieser Lebenseinschnitt hatte gleichzeitig eine Initialwirkung. Niki wurde deutlich, dass die einzige erfolgsversprechende Gegenmaßnahme der Künstlerberuf war. Es gab für sie keine andere Alternative. 4
Niki nahm die Kunst als Rettung. Deshalb sind Nikis erste Bilder auch noch deutlich von diesem selbsttherapeutischen Moment bestimmt.
5. Kunst mit dem Gewehr - Nikis Schießbilder
5.1 Einleitung
Mit ihren Schießbildern (franz. ,,Tirs") wollte Niki de Saint Phalle protestieren und sich selbst befreien. Als Sie mit ihren Schießaktionen begann, begleiteten sie viele Schlagzeilen wie ,,Un Scandale nommé Niki..."5, oder ,,Gräfin Niki malt mit dem Karabiner"6. Im Jahre 1961, in dem Niki das erste Mal auf ihre Bilder schoss, ist dies eine regelrechte Revolution. Ihre Schießbilder richten sich ohne Zweifel gegen einen etablierten Kunstbegriff und das Festhalten am >schönen Schein< eines ästhetischen Objektes. Den bis dahin gültigen Kunstbegriff stellt sie radikal in Frage.
5.2 Herstellung der Schießbilder

,,Heiliger Sebastian" oder ,,Portrait meines Geliebten" ist das Objektbild, welches sie 1961 herstellt und den Beginn markiert. Es ist ein Mann, der auf Hemd, Krawatte und Schießscheibe reduziert ist, Märtyrer und Aggressionsobjekt zugleich. Der Protest richtet sich gegen den Kopf des Mannes.
Heiliger Sebastian
Daraus entwickelte sich die Idee der Schießbilder. Niki nahm alte Leinwände oder Holztafeln auf denen sie Gipsreliefs verteilte. Diese waren mit Farbbeuteln gefüllt, deren Inhalt, von Gewehrschüssen getroffen, sich über das ganze Bild verteilte. Auf dem Untergrund verteilte sie verschiedene Gegen- und Fundstücke.
Ihre Idee entwickelte Niki in den folgenden sechs Monaten weiter. Die Schießaktionen sollten noch grandioser, noch spektakulärer werden. Ihre Bilder wurden plastischer und größer und sie begann Rohre und Spraydosen mit ein zubauen. Doch nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich veränderten sich die Schießbilder. Niki verwendete immer häufiger ,,interpretierbare Motive" und ,,Symbole der Zeit" und verzichtete auf zufällige Fundstücke wie Schrott und Kinderspielzeug. 7

Wichtiger als das Endprodukt ist jedoch der Schaffungsprozess. Am vollendeten Werk lässt sich der Entstehungsweg nämlich kaum noch nachvollziehen, damit rückt der Schaffensprozess eindeutig in den Vordergrund.
5.3 Der therapeutische Effekt
Der therapeutische Effekt ihrer Schießaktionen ist damit deutlich; Niki geht es um die Befreiung zu sich selbst durch einen aggressiven Akt, der sich, wie die Auflistung unten zeigt, immer wieder gegen Männer richtet.
Sie befreite sich aus dem Netz, in dem sie seit ihrer Kindheit gefangen war, dem Netz aus Tabus, Konventionen und falscher Moral. Und zwar ganz einfach indem sie darauf schoss.

"1961 schoß ich auf: Papa, alle Männer, [...] meinen Bruder, die Gesellschaft, die Kirche, den Konvent, die Schule, meine Familie, meine Mutter, alle Männer, Papa, auf mich selbst, auf Männer. [...] Ich schoß, weil mich die Beobachtung faszinierte, wie das Gemälde stirbt. Ich schoß um dieses magischen Moments willen. Ekstase - Es war ein Moment skorponischer Wahrheit. Weiße Reinheit. Opfer. Schußbereit! Zielen! Feuer! Rot, blau, gelb - das Gemälde ist tot. Ich habe das Gemälde getötet. Es ist wiedergeboren, Krieg ohne Opfer."8
Niki de Saint Phalle rebellierte gegen die Macht der Männer, die keinen Platz für die Frauen ließen und ihr nicht die Möglichkeit gaben, sich frei und individuell zu entfalten. Sie sagte: ,,Sehr jung erhielt ich die Botschaft, dass Männer Macht hatten und die wollte ich. Die Rollen der Männer schienen wesentlich mehr Freiheiten zu gewähren, und ich war entschlossen, diese Freiheit zu meiner eigenen zu machen. Ich würde ihre Welt, die mir abenteuerlich, geheimnisvoll und aufregend erschien, unbefugt betreten."9 Dies gelang ihr mir ihren Schießbildern.
6. Die Nanas

6.1 Nana - Was ist das überhaupt?
Nana ist der zur Skulptur gewordene Innbegriff der Weiblichkeit - Nanas sind die dicken Damen ohne Gesicht, mit drallem Po und ebenso drallen Brüsten. Sie sind voller Sinnlichkeit, voll weiblicher Sexualität. Sie sind bunt gestaltet, wirken fröhlich und trotz ihrer Körperfülle sehr beschwingt.10
Mit ihren ersten Stoff-Nanas, die Niki de Saint Phalle 1964 entwarf, begann eine neue Phase in ihrem Werk, eine neue Form des Ausgleichs. Allein die Bezeichnung ,,Nana" hat etwas Weiches, Beruhigendes. Der Ausgleich
Was die Nanas ausmacht, sind vor allem ihre Fröhlichkeit und Heiterkeit, was in den Polyester-Nanas, durch die intensiveren Farben und größere Glätte, noch deutlicher wird.
6.2 Aus was besteht eine Nana?
Nikis erste Nanas waren aus Stoff und Wolle, sie waren zwar nicht besonders groß, hatten aber trotzdem schon Bewegung in ihren Posen.
Die ,,neuen" Nanas bestehen aus Drahtkörpern, welche mit Papier beklebt sind oder aus Gips gearbeitet wurden. 11
Zwischenzeitlich machte Niki auch Nanas aus Polyester.
7. Die Welt des Tarots
7.1 Was ist der Tarot-Garten überhaupt und wo liegt er?
Der ′Giardino dei Tarocchi′, so heißt der Tarot-Garten auf Italienisch, ist ein zauberhafter Garten mit riesigen bunten Skulpturen inmitten Olivenbäumen, Korkeichen und Kräutern in der Toskana. Er liegt in der Toskana auf einem Privatgrundstück südöstlich von Capalbio.12
Seinen Namen hat der Garten nicht von ungefähr. Niki de Saint Phalles monumentalen Skulpturen, zum Teil bewohnbar, verkörpern die Motive der 22 Karten der "Großen Arkana" des Tarot.13
Die Skulpturen sind mit farbigen Keramiken bedeckt, was mit den jahrhundertealten Bäumen einen einzigartigen, farbenfrohen Kontrast bildet.14
Der Tarot-Garten ist Niki de Saint Phalles Lebenswerk, welches sie 1979 begonnen hat und in 15jähriger Arbeit zusammen mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Jean Tinguely baute.15
7.2 Die Idee zur Entstehung des ,,Giardino dei Tarocchi"
1955 reiste Niki mit ihrem Mann Harry Mathews nach Barcelona. Sie besuchte dort den herrlichen ,,Parc Güell" von Gaudi und begegnete ihrem Lehrmeister und ihrem Schicksal zugleich. ,,Ich erbebte. Ich wusste, dass auch ich eines Tages einen Vergnügungspark bauen würde. Eine kleine Paradiesecke. Eine Begegnung zwischen Mensch und Natur." Und 24 Jahre später begann für sie das größte Abenteuer ihres Lebens: Der Tarot-Garten. Er entstand in der Toskana auf einem Grundstück ihrer Freunde Marella Agnelli und Carlo und Nicola Caracciolo. Der Garten wurde viel größer, als sie anfangs vorhatte.
Und schon gleich nach dem Beginn der Arbeit wurde ihr klar, dass das Unternehmen ein gefährliches Abenteuer werden würde. Doch nichts konnte sie aufhalten. Sie war wie besessen und fühlte, dass der Bau dieses Gartens ihr Schicksal sein würde.
In der Spielkarte der Kaiserin richtete sie sich ihre Wohnung ein. Die Kaiserin wurde zum Zentrum des Gartens. Um den Garten zu bauen, opferte Niki ihre völlige Hingabe.
8. Schlussbetrachtung

Niki de Saint Phalle war eine großartige Künstlerin. Ihre dramatischen Kindheitserlebnisse verarbeitete sie in der Kunst.
Sie war eine offenherzige und phantasievolle Frau, hat ihr Leben geliebt und all ihre Zeit in die Kunst investiert.
Ohne die Kunst wäre Niki de Saint Phalle nie das geworden was sie einmal war.
Sie hat mit ihrer Kunst viele Leute motiviert und vor allem Frauen Mut gemacht.
Durch meine Recherchen im Internet habe ich in vielen Foren etwas über Niki de Saint Phalle gelesen und von vielen Frauen, aber auch Männern, ,,gehört", wie dankbar sie Niki für das sind, was sie schuf. Mit ihrer Kunst hat sie vielen Menschen geholfen.
Auch wenn ihr Tod viele Menschen erschüttert hat, wird man sie dank ihrer einzigartigen Werke nie vergessen.
9. Literaturverzeichnis
· Becker, Monika, Starke Weiblichkeit entfesseln - Niki de Saint Phalle, München 1999
· Schulz-Hoffmann, Carla (Hrsg.), Niki de Saint Phalle, Bilder - Figuren - Phantastische Gärten, München 1987
Internetseiten:
· http://karaart.com/saint.phalle/ulrich.krempel.de00.html, 14.02.03
· http://www.nikidesaintphalle.de/bio.htm, 15.02.03
· http://gymn-benedictinum.de/san_projekt/niki/Kapitel%202.2.htm, 20.02.03
· http://www.artinfo-international.com/branchendienst/nikidesaintphalle.htm, 24.02.03
· http://san-pc.hrz.uni-siegen.de/schulen/ros/rosprojekt/kunst/NanasInterview.html, 24.02.03
· http://www.sempre-italia.de/feuilleton/2002/08.php3?lan=d&partnerid=1, 27.02.03
· http://www.globusberichte.de/mittelmeer/tarotgarten/tarot.htm, 27.02.03
· http://www.emmeti.it/Welcome/Toscana/Maremma/Capalbio/capalbio2.de.html, 27.02.03
· http://www.italientipps.de/Niki/default.asp, 27.02.03
Linda Schwarzl
,,Niki de Saint Phalle -
Eine großartige Künstlerin"
* 29.10.1930 - 21.05.2002
· 1948: Heirat mit Harry Mathews
· 1951: Geburt der Tochter Laura, nach psychischen Zusammenbruch beginnt sie zu zeichnen und zu malen
· 1960: Scheidung von Harry Mathews, Niki lebt und arbeitet mit Jean Tinguely und stellt erste Schiessbilder (Tirs) her
· 1964: Niki macht mit ihrer Tochter Laura die ersten Nanas
· 1979: Beginn der Arbeit am Giardino dei Tarocchi (Tarot-Garten) in der Toskana
· 1996: Fertigstellung des ,,Giardino dei Tarocchi"
· 1998: Offizielle Eröffnung des ,,Giardino dei Tarocchi" am 15. Mai
Niki de Saint Phalle war eine fantastische Künstlerin. Mit ihren Nanas wurde sie weltweit populär. Sie gehört zu den bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk ist heute weltweit akzeptiert.
Niki war eine öffentliche Figur im zeitgenössischen Kunstleben, lebendig und erfindungsreich, schöpferisch und offenherzig. Sie war eine Außenseiterin, die sich in keine gängige kunsthistorische Gruppierung einordnen lässt.
Mit ihrer unerschöpflichen Phantasie gelang es ihr mit ihren Skulpturen unterschiedlichste Alterstufen und soziale Schichten anzusprechen und zu motivieren.
In der Kunst definierte sie, lange vor dem Feminismus, für sich neue Rollen und Existenzformen einer Künstlerin mit bemerkenswerter ,,Feminität".
,,Sie war die Schönheit, die dem Biest des öffentlichen Geschmacks ins Gesicht schlug." Mit voller Absicht ignorierte sie weibliche Rollenbilder wie Ausgeglichenheit, Zurückgezogenheit, Schüchternheit und die Bereitschaft, in der zweiten Reihe zu leben. Sie setzte dagegen ihre scharfe Kritik an der Männergesellschaft, verließ in ihrer eigenen Kunst die alten Frauenrollen und formulierte spielerisch neue Rollen und Möglichkeiten.

Quellen: Becker, Monika, Starke Weiblichkeit entfesseln - Niki de Saint Phalle, München 1999 und Schulz-Hoffmann, Carla (Hrsg.), Niki de Saint Phalle, Bilder - Figuren - Phantastische Gärten, München 1987 außerdem zahlreiche Internetseiten 



1 Schulz-Hoffmann, Carla, Niki de Saint Phalle, München 1987, S. 1
2 http://karaart.com/saint.phalle/ulrich.krempel.de00.html, 14.02.03
3 Schulz-Hoffmann, S. 39 ff.
4 Schulz-Hoffmann, S. 46
5 Becker, 48
6 Becker, 38
7 Schulz-Hoffmann, S. 14
8 Schulz-Hoffmann, S. 53
9 http://gymn-benedictinum.de/san_projekt/niki/Kapitel%202.2.htm, 20.02.03
10 http://www.artinfo-international.com/branchendienst/nikidesaintphalle.htm, 24.02.03
11 http://san-pc.hrz.uni-siegen.de/schulen/ros/rosprojekt/kunst/NanasInterview.html, 24.02.03
12 http://www.sempre-italia.de/feuilleton/2002/08.php3?lan=d&partnerid=1, 27.02.03
13 http://www.globusberichte.de/mittelmeer/tarotgarten/tarot.htm, 27.02.03
14 http://www.emmeti.it/Welcome/Toscana/Maremma/Capalbio/capalbio2.de.html, 27.02.03
15 http://www.italientipps.de/Niki/default.asp, 27.02.03
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