Inhalt
Allgemeine Beschreibung des Neurosebegriffs. 3
Ursprung und Entwicklung des Neurosebegriffs. 3
Angstst örungen. 4
phobische Störungen (Neurosen) 5
Panikst örungen. 5
Generalisierte Angststörung. 6
Zwangsst örung. 6
Posttraumatische und Akute Belastungsstörung. 6
Somatoforme Störungen. 7
Konversionsst örung. 7
Somatisierungsst örung. 7
Schmerzst örung. 7
K örperdysmorphe Störung. 7
Hypochondrie. 7
Dissoziative Störungen. 8
Dissoziative Amnesie. 8
Dissoziative Fugue. 8
Dissoziative Identitätsstörung. 8
Depersonalisationsst örung. 8
Ätiologische und therapeutische Ansätze. 8
Sozialp ädagogische Interventionsmöglichkeiten. 9
Literatur. 10
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Allgemeine Beschreibung des Neurosebegriffs
Alle später noch näher beschriebenen neurotischen Störungen beruhen auf einer mehr weniger bewussten Angst und Versuchen diese in variierender Weise zu begrenzen (Zimbardo, 1992). Letztere sind jedoch nur ineffektive Angst- bzw. Problemsbewältigungsversuche, die in ihrem jeweils spezifischen Muster von Selbstbehinderung eher zur Angstreduzierung als zur Lösung eines Lebensproblems beitragen (Zimbardo 1992, S. 502). Personen mit neurotischen Störungen zeigen daher weniger problem-orientiertes Verhalten, sondern eher ein mehr oder weniger erkennbares Vermeidungsverhalten vor der mit Angst oder unangenehmen Gefühlen besetzten Situation. Sie sind außerdem oft auch nicht mal in der Lage, alternative Lösungsansätze zur besseren Bewältigung einer Situation nur zu erwägen. Betroffene Personen sind aufgrund ihres neurotischen Lebensstils häufig pessimistisch und fühlen sich in sich selbst gefangen und so schnell machtlos (Zimbardo, 1992, S. 504). Neurotische Störungen grenzen sich von anderen Störungen davon ab, daß kein klar abgrenzbares organisches Problem vorliegt, keine Verletzung grundlegender sozialer Normen und kein Verlust der Orientierung an der Realität vorherrscht. Der Übergang zwischen neurotischem und normalem Verhalten ist kontinuierlich, eine klinische Diagnostik daher nicht immer ganz einfach (Zimbardo, 1992, S. 504).
Ursprung und Entwicklung des Neurosebegriffs
Der Begriff der Neurose stammt ursprünglich aus der psychoanalytischen Tradition Freuds und bezeichnet dort Störungen des psychischen Empfindens aufgrund der "Blockierung unbewusster Triebregungen" des Es (wie der Sexualität), die vorher bestraft wurden, und der "neurotischen Angst" des Ich vor den Folgen, wenn diese verdrängten Triebregungen sich äußer. Diesem Ansatz nach kann es dann z.B. zu Fixierungen (also fehlangepasstem Verhalten) auf den von ihm beschriebenen Stufen der psycho-sexuellen Entwicklung kommen (in: Zimbardo, 1992, S.83) . Andere Vertreter der psychoanalytischen Theorie bezogen auch sozio-kulturelle Aspekte in das Konzept der Neurosenbildung mit ein, so wie Horney, die vor allem die Grundangst des Kindes vor dem Verlust von Sicherheit, Geborgenheit und physiologischen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Die irrationale und schlecht angepasste Bewältigung des Ausbleibens dieser Grundbedürfnisse (vgl. Maslows "Hierarchie der Bedürfnisse",1970) würde sich danach in Form neurotischer Verhaltensformen niederschlagen, die fest in der Persönlichkeit verankert sind und die Merkmale eines Triebs oder Bedürfnisses annehmen können. Horney unterteilt diese neurotischen Bedürfnisse danach ein, sich anderen zuzuwenden, sich gegen sie zu wenden oder sich von ihnen abzuwenden. (Horney, 1937, in: Bourne & Ekstrand, 1992)
Bis zum Erscheinen des DSM III war die Neurose eine diagnostische formale Kategorie, wurde aber dann aufgrund zu allgemeiner Auslegung und des hohen
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Arbeit zitieren:
Michael Felbert, 2001, Neurose - eine Begriffsdefinition, München, GRIN Verlag GmbH
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