Inhaltsverzeichnis
Seite
Der Autor: Friedrich de la Motte Fouqué 3
Was sind Elementargeister? 4
Das Verhältnis zwischen Elementargeist und Mensch im Märchen
Undine als Wassergeist 6
Die beseelte Undine
8
Die Unvereinbarkeit der Gesetze 13
Urspr üngliche Elementargeister
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Schlusswort
16
Literaturverzeichnis
19
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Der Autor: Friedrich Baron de la Motte Fouqué
Fouqué wurde am 12.02.1777 in Brandenburg/ Havel geboren und stammte aus einer
Er war Mitglied des Nordsternbundes und seit 1811 der Christlich - Deutschen -Tischgesellschaft. Fouqué, der sich ohnehin schon eines steigenden literarischen Ruhms erfreut hatte, wurde 1811 durch die“ Veröffentlichung der „Undine und zahlreiche[r] in rascher Folge erscheinende[r] Werke für das folgende Jahrzehnt zum beliebtesten Dichter der Romantik“ 3 . 1813 nahm er aktiv an den Befreiungskriegen teil, musste schließlich aber wegen einer schweren Krankheit den Dienst beim Militär endgültig quittieren. Ab 1831 hielt er in Halle Privatvorlesungen über die Geschichte der Zeit und Poesie. Nach dem Tode von Karoline 1831 heiratete er 1832 Albertine Tode, ebenfalls eine Erzählerin. 1840 rief ihn Friedrich Wilhelm IV. nach Berlin und gab dort mit L. von Alvensleben die „Zeitung für den deutschen Adel“ (1840-1842) heraus. Am 23.01.1843 starb Fouqué im Alter von 65 Jahren in Berlin. 4
1 Bild aus http://gutenberg.aol.de/autoren/fouqué.htm
2 Reclam, Philipp; Friedrich de la Motte Fouqué Undine; Stuttgart 1983; S. 95
3 Reclam, Philipp; Friedrich de la Motte Fouqué Undine; Stuttgart 1983; S. 95
4 Vgl.: http://www.germanistik.reth-aachen.de/Kleist/Seminar/gruppe03/1809-1811/fouquebio.html
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Was sind Elementargeister?
Elementargeister sind Wesen die in den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde ihren Wohnsitz haben, wobei in jedem Element eine andere Art zu Hause ist. So gehören zu den Erdgeistern die Gnome, Zwerge, Pygmäen, Heinzel- und Wichtelmännchen, zu den Luftgeistern
Feuergeistern und zu neben den Undinen Nymphen, Melusinen, Die Vorstellung von Bedürfnis sich ein fassliches machen um sich über verständigen.
5 zunächst die Angst vor den Urgewalten, so dass man im frühen Mittelalter zunächst davon ausging, dass es sich bei den Naturgeistern um Dämonen - also um teuflische Wesen handelt. Mit der Herausbildung von neuen naturphilosophischen Vorstellungen 6 unter anderem gefördert durch die Humanisten, nahm man dann jedoch an, dass abtrünnige Engel beim Sturz aus dem Himmel nicht immer zur Hölle fielen, einige seien unterwegs in den Elementen hängen geblieben und so zu den elementischen Wesen geworden, 7 so dass im Laufe der Zeit der teuflisch - dämonische Charakter abgestreift wurde.
Eine neue Vorstellung der Elementargeister entwickelte Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus ( 1493-1541), für den Elementargeister nicht länger gefallene Engel oder Dämonen waren, sondern übernatürliche Wesen, die von Gott geschaffen wurden um die Naturbereiche zu hüten.
Die Verkörperung der Natur in der eigenen, das heißt menschlichen Gestalt, erleichterte die Vorstellung und Verständigung mit diesen Wesen um ein Vielfaches. Der einzige, aber entscheidende, Unterschied zwischen Elementargeist und Mensch ist die Tatsache, dass den Naturgeistern eine Seele fehlt und ihr Charakter und ihre Fähigkeiten dem Temperament ihrer elementaren Grundlage entspricht.
5 Vgl.: Klotz, Volker; „das europäische Kunstmärchen - 25 Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne“, Stuttgart 1985; S. 162
6 welche im ausgehenden 18. Jahrhundert auch zur Einführung der Elementargeister in die deutsche Dichtung und Musik führte. So z.B. in Goethes Faust, Erlkönig, Schillers Lied von der Glocke usw.
7 Vgl.: Ranke, Kurt; „Enzyklopädie des Märchens“, Berlin, NY 1981; Band 3; Stichwort „Elementargeister“; S. 1320
4
Nach Jakob Böhme (1575-1624) ergeben sich daraus vier unterschiedliche Charaktere: Die Feuergeister sind die Cholerischen, die Luftgeister sind lebhaft, im Melancholischen spiegeln sich die Erdgeister wieder und dem Phlegmatischen entsprechen die Wassergeister. 8
Aus dem Nichtvorhandensein einer Seele ergibt sich, dass Elementargeister nicht wie Menschen sterben können, denn sie gehen durch Metamorphose vollständig in den Kreislauf von Natur und Kosmos über, ohne dass eine unsterbliche Seele bestehen bleibt. Aus diesem Grund seien sie, so Paracelsus, bestrebt mit den Menschen in den Stand der Ehe zu treten, denn dies sei die einzige Möglichkeit für sie eine Seele zu erhalten und somit am Bündnis zwischen Gott und den Menschen teilzuhaben. Diese Beseelung erfolgt jedoch nicht durch das heilige Sakrament der Ehe
9
, sonder dieses Phänomen geht einher mit der zu
verbreiteten Vorstellung der Frau als seelenloses Wesen, welche - wie ein
Elementargeist - eine Seele erst nach der körperlichen Vereinigung mit einem Mann erhält. „Sie gewinnen eine Seele, wenn sie geliebt werden.“ 10 Sobald jedoch das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zu menschlichen Gefühlen erwacht ist, beginnt eine Entfremdung von der Natur und damit ihre Beherrschung. Aus diesem Grund leben die Menschen entfremdet von der Natur, wohingegen die Naturgeister - ohne Seele - in Einklang mit ihr leben.
8 Vgl.: Ranke, Kurt; „Enzyklopädie des Märchens“, Berlin, NY 1981; Band 3; Stichwort „Elementargeister“; S.1320
9 Dass das Sakrament der Ehe keinen Einfluss hat wird auch in Fouqués Märchen deutlich, denn nach der Trauung wird beschrieben, wie „die wunderlichen Grillen, welche in ihr hausten, um so dreister und kecklicher auf der Oberfläche hervor[schäumten]“ Reclam, Philipp; Friedrich de la Motte Fouqué; Undine; Stuttgart 1983; S. 37
10 Ranke, Kurt; „Enzyklopädie des Märchens“, Berlin, NY 1981; Band 3; Stichwort „Elementargeister“; S.1321
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Arbeit zitieren:
Julia Kurz, 2002, Friedrich de la Motte Fouqué - Undine - Das Verhältnis von Elementargeist und Mensch, München, GRIN Verlag GmbH
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