Inhaltsverzeichnis:
Anfänge Seite 2
Impressionistengruppe 2
Frauenräume 9
Vermächtnis 14
Literaturverzeichnis 15
1
Anfänge
Berthe Marie Pauline Morisot wurde am 14. Januar 1841 in Bourges, Frankreich geboren. Sie besaß zwei ältere Schwestern - Yves und Edma Morisot.
Der Vater war oberster Verwaltungsbeamter des Département Cher. 1855 zog die Familie dann nach Paris.
Im Alter von 16 Jahren erhielt Berthe Morisot ihren ersten Zeichenunterricht. Ihr Lehrer war Joseph Guichard.
Von 1860 bis 1862 war sie zusammen mit ihrer Schwester Edma Schülerin von Camille Corot, der ihnen das Malen im Freien lehrte.
1864 stellte sie schließlich erstmals Landschaften im Salon aus, und während der folgenden neun Jahre fanden auch alle weiteren Bilder von ihr die Anerkennung des Salons. Im Alter von 27 Jahren macht sie die Bekanntschaft mit Edouard Manet im Louvre, er berät sie bei ihrer Malerei und porträtiert sie, zum Beispiel in „Die Ruhepause“ und „Der Balkon“.
Impressionistengruppe
1874 heiratet Berthe Morisot dann Eugène Manet, den Bruder von Edouard Manet. Des weiteren schließt sie sich eng an die Gruppe der Impressionisten an, der sie zeitlebens verbunden bleibt. So nimmt sie auch an der ersten Impressionistenausstellung teil: Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Alfred Sisley, Camille Pissarro, Paul Cézanne, Eugène Boudin und Berthe Morisot traten 1874 mit einer Gruppenausstellung zum ersten Mal in Frankreich an die Öffentlichkeit. Das Revolutionäre an ihren Werken war nicht nur die neue Maltechnik, sondern auch, daß die Künstler ihre Bilder im Freien malten. Statt Form oder Inhalt proklamierten sie das Licht als einzige Richtlinie ihrer Kunst.
Die Grundsätze und Hauptgedanken des Impressionismus waren:
Ÿ Der Maler darf sich vor der visuellen Realität nicht verschließen.
Ÿ Das Licht beherrscht alles; es überflutet alle Gegenstände und durchdringt Gewebe und
Material.
Ÿ Schatten bestehen aus Komplementärfarben, die ihre Tönung durch die sie umgebenden
Primärfarben erhalten. Niemals darf für einen Schatten Schwarz verwendet werden.
Ÿ Gemälde sind ein fragmentarisch dargestellter Teil der Natur und nicht etwa idealisierte und
künstlich konstruierte Kompositionen.
2
Ÿ Perspektivische Studien werden nicht als das Ziel an sich betrachtet. Tiefe wird nur verschwommen und dunstig dargestellt, der Raum in zwei Dimensionen aufgeteilt.
Ÿ Neue Variationen der optischen Wahrnehmung entstehen durch Veränderung der Nuancen im Farbregister, durch Improvisation und Verfeinerung der Farben selbst. Die zwingt den Betrachter, auf die überaus kühne gegenseitige Durchdringung von Sujet und Material zu reagieren.
Berthe Morisot war auf dieser Ausstellung mit Bildern vertreten, die in ihrer malerischen Leichtigkeit und der Darstellung eines entspannten und dennoch aufmerksamen, sinnvollen Verhaltens von Menschen zu ihren schönsten frühen Arbeiten zählen: „Portrait de Mme Pontillon“ [1], „Portrait de Mme Morisot et sa fille Mme Pontillon“ [2], „Sur le balcon“ [3], „Le barceau“ [4], „Sur l’herbe“ [5] und „Cache-cache“ [6].
[1] [2]
3
Arbeit zitieren:
Beate Braun, 1997, Berthe Morisot - eine impressionistische Malerin, München, GRIN Verlag GmbH
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