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Inhalt
1. Einleitung 2
2. Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht 3
3. Konzepte für die Vermittlung von Landeskunde 4
3.1. Was ist Landeskunde? 4
3.2. Der kognitive Ansatz 5
3.3. Der kommunikative Ansatz 6
3.4. Der interkulturelle Ansatz 6
4. Zur Begriffsbestimmung des Fremden oder ´Fremd ist der
Fremde nur in der Fremde´ 7
5. Die Wahrnehmung der ´fremden Welt´ 8
6. Fähigkeiten beim Umgang mit dem Fremden 9
6.1. Rollendistanz 9
6.2. Empathie 9
6.3. Ambiguitätstoleranz 10
7. Die Begegnung mit der ´fremden Welt´ im fremdsprachlichen
Landeskundeunterricht 11
8. Zusammenfassung 12
Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Kommunikation sind mittlerweile zu zentralen Schlagwörtern für die Gestaltung schulischen Unterrichts geworden. Auch wenn es sich beim Interkulturellen Lernen um eine allgemeine Form des sozialen Lernens handelt, die auch in Schulfächern wie Sozialkunde, Ethik oder Deutsch etabliert werden könnte, scheint sie gerade für den Fremdsprachenunterricht von besonderer Bedeutung zu sein. Worin könnten die Gründe dafür liegen? Das Erlernen einer fremden Sprache stellt für den Lernenden gleichzeitig auch immer eine Begegnung mit einer neuen, fremden Welt dar. Diese Begegnung findet sowohl auf sprachlicher als auch auf landeskundlicher Ebene statt. In der Diskussion darüber, wie die Lernenden an die fremde Welt herangeführt werden können, haben sich im Lauf der Zeit verschiedene Konzepte entwickelt. Konzentrierte man sich zunächst auf die Vermittlung von landeskundlichen Informationen wie beispielsweise Lebensbedingungen, geographischen und historischen Voraussetzungen, gesellschaftlichen Normen und politischen
Strukturen der Zielkultur, trat in den letzten Jahren zunehmend das Lernziel der Entwicklung einer Interkulturellen Kompetenz in den Vordergrund. Diese Interkulturelle Kompetenz besteht in der Fähigkeit zum bewussten Umgang mit Fremdheit, wobei die hier gemeinte Fremdheit auf das Aufeinandertreffen von eigener und fremder Kultur zurückzuführen ist. Der Umgang mit kulturellen Unterschieden schließt Eigenschaften wie Aufgeschlossenheit,
Kommunikationsbereitschaft, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Toleranz und Empathie mit ein. Wie bereits festgestellt können solche Eigenschaften auch in anderen Unterrichtsfächern gefördert und erworben werden. Da im Fremdsprachenunterricht jedoch ohnehin andere, fremde Kulturen im Mittelpunkt stehen, scheint Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht und innerhalb dessen besonders im Landeskundeunterricht doch einen besonderen Stellenwert zu haben. Welchen Platz Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht tatsächlich einnehmen kann, und wie es sich von den herkömmlichen Konzepten der Landeskundevermittlung abhebt, soll im folgenden geklärt werden. Des Weiteren soll darauf eingegangen werden, welche Fähigkeiten beim Umgang m it dem sogenannten Fremden von grundlegender Bedeutung sind.
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2. Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht
Interkulturelles Lernen soll, wie bereits angedeutet, in möglichst allen Lernbereichen und Unterrichtsfächern, vor allem aber auch in den Fremdsprachenunterricht integriert werden. So heißt es beispielsweise im Thüringer Lehrplan für das Gymnasium im Fach Englisch, dass das „Schaffen von Anlässen und Gelegenheiten zu interkulturellem Lernen […] eine wesentliche Orientierung für die Unterrichtsgestaltung darstellen sollte“. 1 Bevor man nun darüber sprechen kann, auf welche Art und Weise diese Integration stattfinden könnte, muss zunächst geklärt werden, was der Begriff interkulturell eigentlich bedeutet. Claus Gnutzmann weist in seinem Artikel „Interkulturelles Lernen: Auch noch im Fremdsprachenunterricht?“ darauf hin, dass der Begriff interkulturell in sehr unterschiedlichen Kontexten gebraucht wird, und ein einheitliches Verständnis bisher nicht erreicht werden konnte. 2 Als Vermittlungskontexte für interkulturelles Lernen nennt er in diesem Zusammenhang:
- multikulturell zusammengesetzte Schulklassen als Unterrichtsmethode zur Bewusstmachung unterschiedlicher kultureller Identitäten und deren Manifestationen
- sozialkundliche Fächer zur Realisierung von Lernzielen wie Völkerverständigung oder Toleranz gegenüber ethnischen, religiösen und sozialen Minderheiten
- entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei Erwachsenen zum Abbau von kulturbedingten Kommunikationsbarrieren zwischen Individuen und Gruppen aus Industrie- und Entwicklungsländern mit dem Ziel ´Kulturmündigkeit´ zu lehren
-zum besseren Verstehen der Zielsprachenkultur und der Ausgangssprachenkultur (´cultural
awareness´) im Fremdsprachenunterricht 3
Im weiteren Verlauf seines Aufsatzes grenzt Gnutzmann die Begriffe multikulturell und interkulturell voneinander ab. Während multikulturell seiner Ansicht nach mehr auf die Zusammensetzung einer Gruppe, Gesellschaft, Stadt, Schule etc. verweist, wird der Begriff interkulturell in Bezug auf einen Vorgang bzw. Prozess verwendet. Interkulturelles Lernen als eine Form des sozialen Lernens
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entsteht „[…] in interkulturellen Situationen, in denen Schüler sich als Fremde in einer für sie fremden Situation oder Kultur zurechtfinden müssen. […] Insofern kann interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht als individueller und sozialer, kognitives und affektives Lernen umfassender Lernprozess verstanden werden […]“. 4 Die Schülerinnen sollen also eine allgemeine interkulturelle Kompetenz erwerben. Eine solche Kompetenz schließt die Fähigkeit und Bereitschaft, eigene Verhaltensmuster, Einstellungen und Vorurteile zu überprüfen, und gegebenenfalls zu verändern mit ein. Reinhold Freudenstein formuliert dieses Anliegen in seinem Aufsatz „Alles interkulturell - oder was“ wie folgt:
[…] beim interkulturellen Lernen kommt es weniger darauf an zu erkennen, was in England, Amerika […] anders ist oder abläuft als bei uns, sondern darauf, welche Rückschlüsse, Folgerungen und Einsichten aus der Begegnung mit anderen Kulturen die Lernenden erfahren sollen, um daraus bewusstseinsverändernde Rückschlüsse für ihr eigenes Verhalten ableiten zu
können. 5
Gnutzmann warnt jedoch auch davor, den Erwerb einer allgemeinen interkulturellen Kompetenz zu sehr ins Zentrum des Fremdsprachenunterrichts zu rücken, und das Lernen der Fremdsprache an sich zu vernachlässigen. „Eine Überbetonung der interkulturellen Dimension des Lernens im konventionellen Fremdsprachenunterricht kann zu einer Vernachlässigung der spezifischen Aufgaben des Fremdsprachenunterrichts führen [...].“ 6
3. Konzepte für die Vermittlung von Landeskunde
3.1. Was ist Landeskunde?
Landeskundeunterricht soll dazu beitragen, dem Lernenden die Wirklichkeit des Zielsprachenlandes näher zu bringen. Wirklichkeit meint dabei die Gesamtheit der politischen, sozio-ökonomischen und kulturellen Gegebenheiten, die für die Produktion und Rezeption sprachlicher Äußerungen maßgeblich sind. Im Laufe der Entwicklung landeskundedidaktischer Konzeptionen war man immer wieder mit
Arbeit zitieren:
Hendrikje Schulze, 2001, Zum Umgang mit dem Fremden im interkulturellen Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Hendrikje Schulze's Text Zum Umgang mit dem Fremden im interkulturellen Fremdsprachenunterricht ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Hendrikje Schulze hat den Text Zum Umgang mit dem Fremden im interkulturellen Fremdsprachenunterricht veröffentlicht
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