• „dramatisch“: Ø Form des Bühnenstücks Ø Handlung in sich geschlossen
Ø
Vermittlung einer Illusion, Zuschauer säße Vorgängen bei, für die er selbst nicht vorhanden ist (Szene und Person durch imaginäre vierte Wand vom
werden
• „episch“:
Ø Bühnenvorgang/Darstellungsweise, die dem Publikum etwas zeigen, häufigstes Merkmal ist die Verfremdung
• Brechts Theorie hat seit den 50er J. weltweit an Bedeutung gewonnen → Basis für moderne Dramaturgie
• Merkmale:
Ø Überschriften/Titel und kurze Epigramme (inhaltsbezogene Gedichte) → durchbrechen die Spannungskurve
Ø Bühnenbild besteht nur aus Andeutungen (Bandkarten, Globen, Kunstwerke) Ø Schauspieler soll in zweifacher „Gestalt“ auf der Bühne stehen, z.B. als Galilei und in eigener Person
Ø In seinen Werken werden an manchen Stellen theoretische Gespräche geführt, die nachdenkende Funktion haben sollen
Ø Kommentare die den Verlauf der Handlung zeitweilig unterbrechen Ø Schluss bleibt in seinem dialekt. Sinne offen
Brecht als Lyriker:
• lange Zeit nur als Stückeschreiber rezipiert
• über 2000 Gedichte und 3 große Lyriksammlungen → eines der umfangreichsten und gewichtigsten lyrischen Werke der deutschsprachigen Literatur des 20. Jhd.’s
• suchte mit seiner Lyrik von Beginn an nicht den „ Ausdruck des Persönlichen“
• meidet übliche lyrische Gefühlshaftigheit
• missachtet Stimmung und prägt keinen einheitlich gestimmten Ton aus
• Gedichte gewinnen durch Vielfalt an Motiven, Bildern, Sprache und thematischen Reichtum ihre unverwechselbare lyrische Eigenart
• Gedichte über: Ø Alltägliches Ø Frivoles Ø Obszönes Ø Politisch-Brisantes Ø Aber auch traditionelle Themen
• Neue überraschende und provozierende Zusammenhänge
• Satire und Parodie gehören ebenso zum Erscheinungsbild, wie politisches und humanes Engagement sowie die Ihm eigene Freundlichkeit
• er übernahm mit Hexametern und Odenstrophen antike Metren
• dichtete mit Kinderreimen und Knittelversen in volkstümlichen Liedformen (Kinderlieder, Kriegsfibel)
• ahmte mit Sonetten, Balladen klassische Gedichtform nach
• schrieb:
Ø in freien Rhythmen „Deutsche Satiren“ Ø epigrammatische Gedichte „Deutsche Kriegsfibel“ Ø Erzählgedichte „Legende von der Entstehung des Buches Taoteking“ Ø Prosalyrik (Psalmen)
Ø Gedichte in Ein-Wort-Versen „Vergnügungen“ Ø Wandinschriften (Theater)
• Verstand sich in erster Linie als Liederdichter
• Wollte seine Gedichte in den Köpfen und weniger auf dem Papier wissen „Auf Zeitungspapier großgedruckt, fettgedruckt auf Makulationspapier, das zerfällt in drei, vier Jahren, dass die Bände auf den Mist wandern, nachdem man sie sich einverleibt hat.“
• Wenn er seine Gedichte nicht selbst vertonte → schrieb sie zur Vertonung auf /wurden unabhängig von ihm vertont
• Veröffentlichungen in/als: Ø Einzelpublikation, Rundfunk „Freiheitssender“ Ø Vorwiegend Zeitungen, „Das Wort“, „Internationale Literatur“ Ø Weniger Zeitschriften Ø Lyriksammlungen, „Die Hauspostille“ Ø Als Liederbuch (mit Notenanhang)
Ø Weitere Gedichte und kleinere Sammlungen, „Aus dem Lesebuch für Städtebewohner“ Ø Songs der „Dreigroschenoper“
• Antifaschistisches Engagement zunächst in Deutschland (1927- Jan. 33), später im Exil: Dänemark, Schweden, Finnland, USA (bis Kriegsende) Ø Bis 1931 von revolutionärem Elan getragen - Hoffnung auf Verhinderung des Faschismus
Ø Ab 1932 Lyrik als Aufruf zum gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus Ø Exilzeit:
§
Vertiefte Thematik
→
forderte neue lyrische Sprache
→
reimlose Lyrik
Ø
Nachkriegszeit: § Stand im Kennzeichen der Politisierung → Beginn der Restauration in Westdtl. Forderte sein lyrisch satirisches Können
• Alterslyrik (1949-56):
Ø Suchte zunächst wieder den Adressaten (das Volk) Ø Thema Frieden und Warnung vor neuen Kriegen vorherrschend Ø Stellte fest, dass sich die DDR weitgehend als Bürokraten- und Funktionärstaat verwirklichte → zunehmende Distanz und Kritik
• Als Fazit: „Alle große Gedichte haben den Wert von Dokumenten.“
Quellen: Kindlers Literaturlexikon Bd. 3; Brockhaus ; Haedere Literaturlexikon Bd. 3
Arbeit zitieren:
Melanie Stein, 2001, Brecht, Bertolt, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Sowjetische Propagandafilme im Zweiten Weltkrieg
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Seminararbeit, 21 Seiten
Johann Wolfgang von Goethes "Mir schlug das Herz" - Interpre...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Brechts Kalendergeschichten und "Der Augsburger Kreidekreis"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 13 Seiten
Goethe, Johann Wolfgang von - Friederike und Sesenheim - Willkommen un...
Referat / Aufsatz (Schule), 16 Seiten
Brechts Einstellung zum Antisemitismus erläutert am Beispiel der Kalen...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 26 Seiten
Erlebnis und Lyrik: Goethes "Willkommen und Abschied"
Fassungsvergleich
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Brecht, Bertolt - Kalendergeschichte "Der verwundete Sokrates&quo...
Bachelorarbeit, 19 Seiten
Wie politisch war der junge Brecht? Seine Augsburger und Münchener Zei...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 38 Seiten
Die erzählerischen Charakteristika von Bertolt Brechts 'Der verwun...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 17 Seiten
Grund und Boden: Goethes Lyrik als Gelegenheitsdichtung. 'Es schlu...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Goethe, Johann Wolfgang von - Mailied - Interpretation
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Goethes Ode 'Prometheus' - Auseinandersetzung mit der Struktur...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 11 Seiten
Bertolt Brechts Lesebuch für Städtebewohner
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Kurzgeschichte in der Sek I
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 16 Seiten
Goethe, Johann Wolfgang von - Prometheus
Referat / Aufsatz (Schule), 3 Seiten
Melanie Stein hat den Text Brecht, Bertolt veröffentlicht
Melanie Stein hat einen neuen Text hochgeladen
M. hat den Text Brecht, Bertolt kommentiert
Silke
gut.
Hi Melani, dein Referat ist gut, sogar sehr gut, leider nicht das was ich brauche!!!
Sorry, mach weiter so!
am Thursday, November 08, 2001-
Meike&Sassi
praktisch.
Danke für die guten Informationen! Etz ham wir uns viel Arbeit in der Schule erspart :-)
am Friday, December 14, 2001-
s. w.
Brecht,Bertolt Autor:Melanie Stein.
vielen,vielen Dank:große Arbeitserleichterung *g*
am Friday, December 14, 2001-
O.
zu oberflächlich, Fehler in der Biographie!.
zu oberflächlich, Fehler in der Biographie!
am Sunday, February 24, 2002-
Agim
Warum immer so Kompliziert?.
Hallo.
Ich finde, das dein Referat an manchen stellen zu unübersichtlich ist. Denn ich hatten den Text an sich schon verstanden, doch diese erklärungen zwischendrin, sind wiegesagt etwas unübersichtlich. Na ja, aber trotzdem ein dickes Plus! +
am Monday, June 24, 2002-
Susi
Na Ja.
Das Referat ist an sich vielleicht gut, doch wirkt es für User hier undurchsichtig durch die vielen Abkürzungen und Ellipsen. Für ein Referat sehr passend, jedoch nicht, wenn man es ins Internet aud diese Plattform stellt.
am Thursday, October 24, 2002-
Ich suchte was Episches
Diktatur im Theater?.
Ist ja sehr seltsam: Diktatorisches Theater! Wie verträgt sich das mit Selber-Denken? Oder ist die Autorin einfach nur der Meinung, dass Olle Brecht einen miesen Charakter hatte und gar nicht anders können konnte???
am Wednesday, March 17, 2004-
M.
naja.
Einiges ist schlichtweg einfach nur aus dem Lexikon übernommen worden. Quellen als solche kenntlich machen!!! Ein Plagiat hat Folgen...
am Tuesday, August 12, 2008-