- I -
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis......................................................................................................... I
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit 1
2 Zielsetzungen der International Accounting Standards. 3
3 Grundlegende Definitionen 4
3.1 Kennzeichnung Finanzinstrumente. 4
3.2 Finanzielle Vermögenswerte 5
3.2.1 Originäre Finanzinstrumente 5
3.2.2 Derivative Finanzinstrumente. 5
3.3 Begriff des Fair Value. 7
4 Ansatz und Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39. 8
4.1 Bilanzansatz 8
4.1.1 Aktivierungsfähigkeit 8
4.1.2 Zeitpunkt der Aktivierung 9
4.2 Bilanzielle Erfassung 10
4.2.1 Erstmalige Bewertung. 10
4.2.2 Folgebewertung 10
4.2.3 Verrechnung von Gewinnen und Verlusten. 12
4.2.4 Verrechnung von Wertminderung und Uneinbringlichkeit 13
5 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IAS 39. 15
5.1 Bedingungen für Hedge-Accounting 15
5.2 Formen des Hedge-Accounting 16
5.2.1 Fair Value-Hedge. 16
5.2.2 Cash Flow-Hedge 17
5.3 Bilanzielle Erfassung 17
5.3.1 Bewertung eines Fair Value-Hedge. 17
5.3.2 Bewertung eines Cash Flow-Hedge. 18
6 Kritische Würdigung 19
Literaturverzeichnis IV
Ehrenw örtliche Erklärung VI
Aufl. = Auflage Bd. = Band bzw. = beziehungsweise bspw. = beispielsweise EU = Europäische Union f. = folgende ff. = fortfolgende GuV = Gewinn- und Verlustrechnung HGB = Handelsgesetzbuch IAS = International Accounting Standard IASB = International Accounting Standard Board IASC = International Accounting Standard Committee i.d.R. = in der Regel Jg. = Jahrgang KoR = Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung (Zeitschrift) o.g. = oben genannte S. = Seite sog. = so genannte SEC = Securities and Exchange Commission vgl. = vergleiche WPg = Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift)
- III -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Einteilung von Finanzinstrumenten.
Abbildung 2: Kategorien von finanziellen Vermögenswerten
Abbildung 3: Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte
- 1 - 1Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland nimmt in den letzten Jahrzehnten immer mehr an der Internationalisierung der Güter-, Dienstleistungs- und Kapitalmärkte teil. Von dieser Globalisierung sind nicht nur Großkonzerne betroffen, sondern in einem Export orientierten Staat wie Deutschland auch ein Großteil des Mittelstandes. Ferner kann sich die Rechnungslegung eines Unternehmens diesem Trend nicht entziehen. Sie darf sich nicht darauf beschränken internationale Geschäftsvorfälle korrekt abzubilden, sondern muss auf Grund der gewandelten Anforderungen und der Forderung nach internationaler Vergleichbarkeit sich selbst den internationalen Standards anpassen. 1
Nach empirischen Studien 2 über die Beweggründe der Unternehmen zu diesem Schritt lassen sich im Wesentlichen sechs Gründe für eine Internationalisierung des Rechnungswesens unterscheiden: 3
• Öffnung für internationale Kapitalmärkte
Nicht nur Global Player, sondern auch Unternehmen, die einen Börsengang in Deutschland anstreben, sind von der Internationalisierung betroffen. So werden viele Börseneinführungsprojekte von internationalen Finanzmärkten wie z.B. London aus geleitet. Auf Grund von Sprachproblemen und teilweise unberechtigten Aversionen gegen deutsche Abschlüsse werden häufig Abschluss- und Planzahlen nach internationalen Standards verlangt. • Orientierung an den Bedürfnissen des Shareholders Nach vorherrschender Meinung internationaler Shareholder lässt die Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) viele Wahlrechte offen und gibt wenige Aufschlüsse über die Ertragssituation in der Zukunft. Dadurch ist die Rechnungslegung nach HGB nicht hinreichend in der Lage, den Aktionär ausreichend über Lage und Entwicklung des Unternehmens zu informieren. Ein Unternehmen, das sich nach dem Shareholder Value orientiert, wird solchen Tatsachen Rechnung tragen.
1 vgl. Krawitz 2001, S. 629
2 vgl. Krawitz/ Albrecht/ Büttgen 2000, S. 541 ff.
3 vgl. Lüdenbach 2001, S. 21
- 2 - • Imagevorteile
Aufgabe eines international agierenden Unternehmens ist die Bereitstellung von internationalen Informationen. Dazu reicht eine reine Übersetzung eines deutschen Systems in eine andere Sprache nicht aus. Zusätzlich muss das System internationalisiert werden. • Vereinheitlichung des internen Konzernreportings Häufig ist bei international agierenden Unternehmen zu beobachten, dass Fehlentwicklungen bei ausländischen Tochtergesellschaften später erkannt werden als bei deutschen Töchtern. Grund hierfür ist oft der Verzicht auf ein aussagekräftiges, zeitnahes Konzernreporting. Durch die zu späte Beseitigung von Fehlentwicklungen entstehen Kosten, die durch ein an internationalen Grundsätzen orientiertem Konzernreporting vermieden werden können. • Abstimmung von internem und externem Rechnungswesen Die internationale Rechnungslegung ist stärker als die des HGB an Zeitwerten orientiert. Dadurch wird das externe Rechnungswesen mit dem schon immer an Wiederbeschaffungswerten orientiertem internen Rechnungswesen in Einklang gebracht.
• Verbesserung der Informationen für Kreditgeber
Eine Rechnungslegung nach internationalen Vorschriften, die eine kontinuierliche Realisierung von Umsatz und Gewinn vorsieht, führt zu einer Verstetigung des Gewinns und damit zur Beruhigung der Kapitalgeber.
Der Trend der Internationalisierung der Rechnungslegung zeigt sich dahingehend, dass Konzerne seit dem 01. Januar 2001 neben dem Jahresabschluss nach HGB auf Grund oben genannter (o.g.) Gründe auch einen Konzernabschluss nach den International Accounting Standards (IAS) erstellen. 1 Die Harmonisierung der Rechnungslegung in der europäischen Union hat zur Folge, dass spätestens ab dem 01.Januar 2005 Kapitalgesellschaften zur IAS-Konzernrechnungslegung verpflichtet sind. Im Entwurf der Europäische Union-Kommission (EU-Kommision) wird darüber hinaus das Recht eingeräumt, die Anwendung der IAS sowohl für den konsolidierten Abschluss als auch für den Einzelabschluss aller Unternehmen
1 vgl. IAS 2001, S. 927
- 3 -vorzuschreiben oder zuzulassen. 1 So wird auch zukünftig die Bedeutung des deutschen Handelsrechts für die Bilanzierung weiter abnehmen.
Dem Kern der Arbeit - Grundsätze für den Ansatz und die Bewertung von Finanzanlagen sowie von Sicherungsgeschäften aufzuzeigen - geht die Zielsetzung der internationalen Rechnungslegung voraus. Der Harmonisierungsprozess des Rechnungslegungssystems wird hierbei vor den Hintergrund der stärkeren Orientierung an den Bedingungen des Kapitalmarktes zur Zufriedenstellung der Informationsbedürfnisse der Investoren betrachtet. Das dritte Kapitel behandelt wichtige Begriffsbestimmungen von Finanzinstrumenten und deren Bewertung, die in den nachfolgenden Kapiteln von Bedeutung sein werden. Im vierten Kapitel wird die Problematik des bilanziellen Ansatzes sowie der bilanziellen Erfassung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 erläutert, wobei die Verrechnung von Bewertungsergebnissen und Wertänderungen nicht vernachlässigt wird. Mit der inhaltlichen Ausführung des IAS 39 im Hinblick auf Sicherungsgeschäfte befasst sich das fünfte Kapitel, in dem neben den Varianten von Sicherungsgeschäften auch deren bilanzielle Erfassung aufgezeigt wird. Zum Abschluss wird das Thema einer kritischen Würdigung unterzogen. In der gesamten Arbeit werden einige englischen Fachtermini beibehalten, da sie in vielen Fällen inhaltlich von der deutschen Übersetzung abweichen.
2 Zielsetzungen der International Accounting Standards
Der Jahresabschluss nach IAS soll für einen weiten Adressatenkreis einen Einblick in die Vermögens- und Finanzlage sowie die Veränderung dieser Lage und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens liefern. Alle Regelungen richten sich konsequent auf die Informationsversorgung aus, wobei hier nicht, wie im Abschluss nach HGB, die Gläubiger an erster Stelle stehen. Die größte Bedeutung wird den gegenwärtigen und zukünftigen Kapitalgebern zugesprochen, die darüber informiert werden sollen, ob das Unternehmen langfristig ausreichende Mengen an Zahlungsmitteln und damit eine angemessene Verzinsung erwirtschaften kann. 2
1 vgl. Prof. Dr. Kümpel 2002, S. 19
2 vgl. Selchert 1998, S. 12f.
Arbeit zitieren:
Petra Rudolf, 2002, Ansatz und Bewertung von Finanzanlagen nach Maßgabe von IAS 39, München, GRIN Verlag GmbH
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