für wirtschaftliche Stabilität besonders in ihren Mitgliedstaaten zu sorgen. Doch die Globalisierung gerät i mmer mehr zu einen Problem für die Industrieländer, da es einen Machtkampf um den produktivsten Standort gibt. Die Länder unterbieten sich gegenseitig um die geringsten Steuern und Abgaben, um damit Unternehmen einen kostengünstigen Standort zu bieten. Lafontaine sagt dazu: „Für einen Industriestand-ort entscheidend ist nicht die Höhe der Arbeitskosten, sondern die Rentabilität des Kapitals, die maßgeblich durch die Produktivität der Arbeitskräfte bestimmt wird“, später folgt, „Deutschland sollte nicht um die niedrigsten Löhne, sozial- und Um-weltstandarts konkurrieren, sondern um die beste Infrastruktur die qualifiziertesten Arbeitskräfte und das beste Forschungs- und Innovationsklima, um damit die hohe Produktivität der deutschen Wirtschaft und den Wohlstand für alle zu sichern.“ Aus seinem Buch geht hervor, dass die Bildung und Flexibilität eines Arbeitnehmers besonders in e inem Industrieland für ein erfolgreiches Leben und Arbeitsleben sehr wichtig ist, da immer mehr einfache Tätigkeiten entfallen. Wenn man ohne Ausbildung oder sogar ohne Schulabschluß eine Arbeit annehmen will, so wird es in den Industrieländern schon heute ein Problem. Die Arbeitslosenzahlen liegen in Deutsch-land in den letzen Jahren immer um 4 Mio., doch es werden sehr viele Fachkräfte gesucht, die man hier nicht findet. Man hat kaum noch eine Chance als schlecht Ausgebildeter eine Arbeitsstelle zu finden. Deutschland verliert zwar Arbeitsplätze für einfache Tätigkeiten aber gewinnt immer mehr Arbeitsplätze, die eine hohe Bildung erfordern, wie in den Bereichen Forschung und Entwicklung, wo Deutschland noch immer einen guten Ruf genießt. „Wissen ist Macht“ ist ein wichtiger Punkt für die Arbeitnehmer in den Industrieländern geworden.
Ein Problem für die Menschen in Industrieländern wie Deutschland ist natürlich auch die Möglichkeiten der Industrie, ihre Produktionen und Investitionen in die wirtschaftlich immer stärker werdenden südostasiatischen Länder zu verlagern. So entgehen dem deutschen Finanzhaushalt sehr viele Steuereinnahmen von den Unternehmen und den Arbeitnehmern, die weniger verdienen oder gar arbeitslos werden. Diese Verluste müssen ausgeglichen werden und dies fällt dann auf die anderen Steuerzahler und Unternehmen zurück oder es muß durch die Aufnahmen von Schulden gedeckt werden, was langfristig gesehen zu einem großen Nachteil werden kann. Die Unternehmen haben wohl noch die größten Vorteile in dieser Globalen Welt. Sie können ihr Kapital schnell und unkompliziert über die ganze Erde verschieben, es an der Börse investieren oder über andere Wege anlegen. Viele Möglichkeiten haben
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sie aber auch bei der Wahl ihrer Produktionsstandorte. Sie entscheiden es nach bestimmten Kriterien: Der Infrastruktur, der Nähe zu Absatzmärkten, der Steuerlast und ob sie dort genug qualifizierte bzw. günstige Arbeiter finden. Die meisten großen Unternehmen, die ihren Sitz in Industrieländern haben, lagern immer mehr arbeitsaufwendige Arbeitschritte in Billiglohnländer aus, z. B. Krabben, die in der Nordsee gefangen werden, werden z. B. in Rußland gepullt und verpackt um sie dann wieder auf dem deutschen Markt zu verkaufen. Oder der New Beetle (ein Auto von der deutschen Firma VW) wird in Deutschland entworfen und entwickelt aber in Mexiko produziert, auch um den amerikanischen Markt besser zu erreichen. Die Globalisierung ist eine Chance für die Entwicklungsländer zu den I ndustrieländern aufzuschließen. Besonders der Wirtschaftsraum in Südostasien ist der Wachstumsstärkste Markt der Welt. Es sind in dieser Region besonders nach der Öffnung des Chinesischen Marktes sehr viele Unternehmen in diese Richtung gegangen, da dort sehr viele Menschen und somit potentielle Verbraucher auf engem Raum l eben. In diesen Ländern fließen Unsummen an Investitionen, dort entstehen mit hoher Geschwindigkeit neue Stadtzentren. Städte wie Hongkong, Bangkok und Singapur sind mit zu den wichtigsten Handelsknotenpunkten der Welt geworden. Billiglohnländer allgemein können durch ihre günstigen Angebote viele Firmen zu sich ziehen. Da solche Länder nicht so viel Geld für soziale Belange ausgeben, wie es die Industrieländer tun, können sie auch den Unternehmen steuerliche Vergünstigungen anbieten. Dazu kommt, dass ihr Lohnniveau viel geringer ist als z. B. bei uns und das es dort kaum einen Arbeitnehmerschutz gibt (Lohn im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Weihnachsgeld,...).
Die Menschen unterliegen einem ungehinderten Kapitalismus und werden vom Staat in der Arbeitslosigkeit oder auch in anderen sozialen Fragen kaum unterstützt. Staatliche Schulausbildung, Kindergeld, Urlaub und die Rente sind alles Regelungen die sich die Arbeitnehmer in diesen Ländern, besonders die schlecht bezahlten, erst noch richtig erkämpfen müssen. Gewerkschaften gibt es kaum und Rückendeckung vom Staat ist in vielen Länder auch nicht zu erwarten. In machen Ländern ist sogar die Kinderarbeit noch nicht verboten und dies es drückt die Arbeitslöhne noch weiter nach unten.
In der „Standortfrage“ die sich die Unternehmen stellen, sind solche Entwicklungs-und Billiglohnländer natürlich von den Industrieländern kaum zu schlagen. Wenn sich
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dann immer mehr ausländische Firmen angesiedeln und Arbeitsplätze schaffen, können diese Länder auch im Bereich der Infrastruktur und der Bildung weiter zu den Industrieländer aufschließen.
Um die besten und günstigsten Angeboten zu machen, unterbieten sich die Länder auch in Fragen der Umwelt. Je weniger sie darauf Rücksicht nehmen müssen, um so billiger können Unternehmen produzieren. Besonders in Ländern, in denen Umweltverschmutzung noch nicht so wichtig erscheint wie in Deutschland, gibt es auch keine Proteste oder Kontrollen gegen bzw. über die Firmen. Die Menschen dort haben andere Probleme. Sie kämpfen um ihr Überleben und werden von den Firmen regelrecht ausgebeutet in ihrer Not.
Es gibt natürlich auch Ideen die Europa helfen könnten die globale Revolution zu überstehen. Man sollte nach Meinung von Fachleuten das System der EU tiefgreifend verändern um so Gesetze besser und problemloser zu verabschieden. Außerdem sollte Europa „gemeinsam handeln über die Grenzen hinweg“. Man sollte auch natürlichen Ressourcen wie Öl und Benzin stärker besteuern um den Güterverkehr über längere Strecken einzudämmen, gleiche Unternehmensbesteuerung in der EU, Umsatzsteuer auf den Devisenhandel und vor allem soziale und ökologische Mindest-standards für den Welthandel einführen. Dazu wird von ihrer Seite auch für eine europäische L uxussteuer (z. B. auf Hochseeyachten, Privatflugzeuge,...), eine EU Dachorganisation der Gewerkschaften und eine Auflösung der bisher staatlich organisierten Monopole geworben. Dies sind Vorschläge die hauptsächlich auf einen besseren und festeren Zusammenschluß der EU Mitgliedsstaaten abzielen um die Machtposition Europas in der Welt zu stärken.
Mein Fazit, das ich nach der intensiven Beschäftigung mit diesem Thema ziehe ist, dass es schwer ist für Deutschland zu gewinnen, aber das wir mit Hilfe der EU und der USA nicht verlieren werden. Es liegt jetzt bei der Politik, dass sie die Wirtschaft kontrolliert und nicht die Wirtschaft die Politik.
„Zwar verlieren einzelne traditionelle Wirtschaftssektoren ihre Wettbewerbsfähigkeit, gleichzeitig eröffnen sich aber neue Märkte für hochproduktive Industrien. Insgesamt gesehen profitiert auch die deutsche Wirtschaft von der internationalen Arbeitsteilung.“ Lafontaine
Ich sehe es schon ein bißchen kritischer als Lafontaine, aber ich habe keine Angst vor der Globalisierung, denn wenn man die hat, dann hat man schon verloren.
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Die Globalisierung ist nicht mehr aufzuhalten, denn wir befinden uns schon mitten drin. Schon bei der ersten Ölkrise 1973 merkte man, wie sehr unsere Welt schon von einander abhängig war. Es geht nicht darum, die Globalisierung zu verhindern, sondern auf sie vorbereitet und eingestellt zu sein, denn nur so kann man in dieser hochtechnologischen und flexiblen Welt eine Chance haben. Man muß auch anderen Menschen gönnen, wenn sie mit teilhaben können am Wohlstand. Man muß natürlich Mindeststandards für die Arbeitnehmer überall auf dieser Welt mit Hilfe der WTO durchsetzen und auch ich denke, dass die Vorschläge der Fachleute sehr gut durchdacht und mit ein bißchen Mühe auch durchsetzbar sind. Natürlich muß man auch davon ausgehen, dass die sozialen Leistungen in den Industrieländern, also auch in Deutschland, abnehmen werden. Es wird uns vielleicht auch schlechter gehen, doch die Geschichte hat gezeigt, dass man nicht immer gewinnen kann.
„Das ist der soziale Sinn der Marktwirtschaft, dass jeder wirtschaftliche Erfolg, wo immer er entsteht, dass jeder Vorteil aus der Rationalisierung, jede Verbesserung der Arbeitsleistung dem Wohle des ganzen Volkes nutzbar gemacht wird und einer bes-
Quellen:- Oskar Lafontaine und Christa Müller: „Keine Angst vor der Globalisierung Wohlstand und Arbeit für alle“
- Hans - Peter Martin und Harald Schumann (Spiegel Redakteure): „Die Globalisierungsfalle - der Angriff auf Demokratie und Wohlstand“ - Informationen aus dem Unterrichtsmaterial
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Arbeit zitieren:
Tobias Beck, 2000, Globalisierung, München, GRIN Verlag GmbH
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Tobias Beck
Wunderbar.
Ich finds schon, dass mein Aufsatz ihr veröffentlicht wurde, einer meiner sehr guten aufsätze.
Es stäkte viel arbeit drin und ich hoffe ihr könnt es gebrauchen
am Monday, December 10, 2001-
berit
mäßig.
ich finde, daß deine ausdrucksweise etwas sehr zu wünschen übrig lässt-für eine hausarbeit...inhaltlich gibt es ein paar kleine fehler.aber sonst ist die arbeit ganz gut...
am Monday, April 29, 2002-