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1.1. Geschichte 3
1.2. Modelle. 4
2. BEGRIFFE 5
2.1. Was ist ein System 6
2.2. Komplexität und Kontingenz 7
2.3. Autopoiese und Selbstreferenz 7
2.4. Konstruktivismus. 8
3. PRAXIS 8
3.1. Hypothesen bilden 9
3.2. Zirkularität 10
3.2.1. Zirkuläres Fragen. 10
3.2.2. Fragetechniken. 10
3.3. Systemskulptur 13
4. LÖSUNGS- UND RESSOURCENORIENTIERUNG 14
5. SCHLUSSBEMERKUNG 15
LITERATURVERZEICHNIS 17
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1. Einleitung
„Soziale Arbeit bewegt sich in der Regel zwischen den Polen „Verändern“ und „Bewahren“ (Miller, 2001, S 1). Sehr oft haben SozialarbeiterInnen mit Menschen zu tun, die in Krisensituationen stehen. Dabei gilt es, gewisse Denk-, Gefühls-, Beziehungs- und Handlungsmuster, die einer positiven Entwicklung hemmend gegenüberstehen zu verändern. Gleichzeitig sollen aber Mechanismen, die identitätsbildend und stabilisierend wirken bewahrt und gepflegt werden. Somit sind Verändern und Bewahren zwei grundlegende Pole, innerhalb der sich Soziale Arbeit bewegt.
Die Aufgabe Sozialer Arbeit als Wissenschaft ist es ein Handwerkszeug in Form von Handlungstheorien zur Verfügung zu stellen, um die Professionalität Sozialer Arbeit sicherzustellen und SozialarbeiterInnen in der Praxis in ihrem Tun zu unterstützen. Die vorliegende Arbeit wird ein systemisches Angebot vorstellen.
1.1. Geschichte
Die systemische Therapie entstand nicht von heute auf morgen. Ihre Wurzeln reichen weit in die Psychotherapiegeschichte hinein. In den 50er Jahren begannen erste Pioniere, das Feld der Einzel- oder Gruppentherapie zu verlassen und mit Familien zu arbeiten. Die Familientherapie entstand und gewann immer mehr Anhänger. Gleichzeitig rückte die Bedeutung einer systemischen Perspektive, die Welt in einer bestimmten Weise zu sehen immer mehr in den Vorder-grund. Diese Weltsicht hatte ihren Ursprung in der Atomphysik. Mit der Formulierung der „Unschärferelation“ durch Werner Heisenberg wurde ein neues Paradigma geschaffen. Diese besagt kurz formuliert, dass beobachtete Subatomare Teilchen während einer Beobachtung immer in einer Beziehung zum Beobachter stehen und durch diesen beeinflusst werden (vgl. Capra 1991. S 82). Der Beobachter stand ab diesem Zeitpunkt in einem Beziehungsrahmen zum Objekt. Es entwickelte sich eine neue Vorstellung, ein neues Paradigma (Weltsicht), in der die Beziehungen zwischen verschiedenen Objekten betrachtet wurde. „Nicht die Eigenschaften der Objekte wurden hier als entscheidend verstanden, sondern das Netzwerk der gegenseitigen Beziehungen zwischen den Objekten“ (Weiss 1998, S20). Dieses Denken blieb nicht auf die Mathematik und Physik beschränkt, sondern fand auch in anderen Bereichen schnelle Verbreitung. Am bekanntesten ist die Anwendung in der Kybernetik und der Informatik, wo durch das Denken in Regelkreisen eine völlig neue Technologie entstand, - die Computertechnik. Erst durch das zirkuläre Denken in den Kategorien von Rückmeldungen (positivem und negativem Feedback) wurde diese Entwicklung möglich.
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Der Einzug der systemischen Betrachtungsweise in der Psychotherapie fand zuerst in den fünfziger Jahren in den USA statt. Mehrere Gruppen begannen, sich mit Familien zu beschäftigen und entwickelten dabei Vorstellungen von Regelzusammenhängen innerhalb der Familien. Sie verstanden die „Krankheit“ eines Familienmitglieds nicht mehr als individuelles Problem, sondern sahen das Phänomen der Störung als einen Ausdruck der Struktur der Beziehung in der Familie. Zu diesem Personenkreis gehörten unter anderem Paul Watzlawick, Salvador Minuchin und Jay Haley (um nur einige zu nennen).
1.2. Modelle
Die Familientherapie entwickelte sich zunächst in verschiedene Richtungen. Um nur einige zu nennen, werden hier zwei Modelle vorgestellt.
Das „Mental Research Institut“ in Palo Alto in Kalifornien hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der systemischen Therapie. Unter anderem gehörte Viginia Satir und die oben genannten Personen zu den Gründungsmitgliedern. Das MRI wird als die „Kommunikations-Schule“ der Familientherapie bezeichnet, da sie speziell die Kommunikationsmuster in Familien ins Zentrum ihrer Arbeit rückte. Dieses Institut erregte besonders Aufsehen durch Studien zur Schizophrenie in sozialen Gefügen, speziell durch die „Double-Bind-Methode“: Bedingt durch eine besonders enge Beziehung, wie sie vor allem in Familien vorkommt, und im Kontext einer „Straferwartung“ (ein Lernkontext, der eher auf Vermeidung von Strafe aus ist, anstelle von dem Streben nach Belohnung), können paradoxe Aufforderungen wie: “Ich möchte, dass du mich aus freien Stücken liebst“ (enthält zwei unvereinbare Aufforderungen: „ich möchte“ und „aus freien Stücken“) zu schizophrener Kommunikation führen. Zu dieser Kommunikation müssen noch drei Aspekte hinzutreten: Das Verbot über die Situation zu sprechen Das Verbot die Situation zu verlassen und Eine Allgegenwart dieser Kommunikationsform.
Auf welcher Seite der Botschaft man auch dann reagiert, man hat eine Bestrafung zu erwarten. Damit war eine wesentliche theoretische Gegenkonzeption zur somatisch/medizinischen bzw. Psychoanalytischen Richtung formuliert worden: „Schizophrenie als Kommunikationsstörung, nämlich als die einzig mögliche Reaktion auf einen absurden und unhaltbaren zwischenmenschlichen Kontext“ (Kriz, 2001. S. 243)
Auch das „Mailänder Modell“ hatte für die Entwicklung der systemischen Therapie eine enorme Bedeutung. Begriffe wie Zirkularität, Neutralität und Methoden wie das zirkuläre Fragen sind heute aus dem systemischen Werkzeugkasten nicht mehr wegzudenken. Die vier Mitglie-
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Arbeit zitieren:
Reinhard Bracke, 2002, Systemische Beratung, München, GRIN Verlag GmbH
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